Zeigt euch solidarisch gegen das Abtreibungsverbot in Spanien!

In Spanien wurde am 20.12.2013 ein neues Gesetz erlassen, das faktisch Abtreibung illegalisiert.

Dagegen gibt es viele Proteste, die natürlich teilweise brutal zerschlagen werden.

Es ist wichtig dass sich überall Menschen mit den Protesten solidarisieren und sich klar für ein Selbstbestimmungsrecht aller Schwangeren einsetzen.

Gegen Fundis, gegen das Patriarchat, gegen (männliche*) Fremdkontrolle des Körpers von Schwangeren!

Für Selbstbestimmung, für das uneingeschränkte Recht auf Abtreibung, für Anarchafeminismus!

Texte:
http://diefreiheitsliebe.de/allgemein/solidarisch-abtreibung
http://www.taz.de/Neues-Abtreibungsgesetz-in-Spanien/!129801/

Videos:
http://www.eitb.com/es/noticias/sociedad/detalle/1869216/ley-aborto–protestas-bizkaia-gipuzkoa-alava/
http://rt.com/news/spanish-police-beat-women-708/#.UrlW8yZFvHs.twitter

Twitter: #abortolibre

Dienstag 17-12-2013 screening Enfin j’avais quitté!

17.12.2013 – 19h Screening mit anschließenden Austausch mit den am Film beteiligten Personen // English, Deutsch & français
@ Kaleidoskop – Schönbrunnerstraße 91

Enfin j’avais quitté!
Un film de Yassine Zaaitar produit dans le cadre du projet „séjour!“

“Et s’ils me donnent pas les papiers? Je m’en fous! Je reste! Je suis un harrag professionel!”

Les harraga rompent avec le regime d’identité sanctionné par l’état national. Ce mot arabe est une auto-definition des gens, qui brulent leurs pièces d’identité ou leur passports et assez souvent aussi leur jeunesse. Pas seulement pour voyager la Méditerranée ou d’autres routes vers l’Europe, mais aussi pour trouver le bonheurs quelque part ailleurs que dans le bled – le lieux de leur adolescence et de leur origine. Ils rompent avec des règles fondamentales, en s’echappant les regards et en devenant imperceptibles. Ainsi ils deviennent des objets de la statistique et des representations mediatisée dans cette forteresse Europe trouée et effrayée. Le film court “Enfin j’avais quitté”, elaboré de Yassine Zaaitar et d’autres dans le cadre d’un festival artistique politique à Vienne, rompe avec ces représentations, et laisse entendre leur voix: Ils nous racontent des tracasseries policières quotidienne, dont les harraga font l’objet, d’une vie en fuite de ses empreints et d’un désir intact pour une vie libre. Les locuteurs restent systématiquement invisible. Le montage, en séparent les visages et les voix, devient un portrait colletif d’un mouvement dans l’espace, qui veut s’echapper le regime de frontière d’Europe.
“En ecoutant le récit d’un homme de Dakar, nous regardons par la fenêtre d’un train de banlieue, qui crée un passarelle entre Vienne et Traiskirchen, où se trouve un centre d’accueil pour les demandeurs d’asile. En ecoutant la voix d’un homme de Oujda, le btiume d’une route défilent devant nous: des mouvements concrèts dans l’espace et des voix. Seulement Yassine Zaaitar se manifeste devant la caméra et risque d’unir son visage et son propos passionné et de se montrer à un public. Ce film court est le document rar d’un discours propre aux voyageurs, qui ne respectent pas les frontières et dont la vie réalise la maxime politique “No border – No nation” de façon intensive – et souvent douloureuse. À la place de se confier aux cinéastes professionnels, les harraga ont conquéri la position des cinéastes. Avec raison ils réclament le lieu toujours ouvert, qui est le cinéma.”

“Und wenn sie mir keine Papiere geben? Das ist mir egal! Ich bleibe! Ich bin ein professioneller Harrag!”

‘Harraga’ brechen mit dem Regime der nationalstaatlich sanktionierten Identität: Mit dem arabischen Wort bezeichnen sich Menschen, die ihre Ausweise oder Pässe verbrennen und oft genug auch ihre eigene Jugend. Nicht nur um übers Mittelmeer oder andere Routen nach Europa zu reisen, sondern auch um irgendwo anders als im ‘Bled’ – dem Ort ihrer Jugend und Herkunft – ihr Glück zu finden. Sie brechen mit fundamentalen Regeln, wenn sie sich dem Blick entziehen und sich unwahrnehmbar machen. So werden sie innerhalb der löchrigen und aufgeschreckten Festung Europa zum Objekt von Statistiken und medialen Darstellungen, wie zuletzt etwa vor der pelagischen Insel Lampedusa. Der Kurzfilm ‘Und schließlich bin ich abgehauen!’ durchbricht diese Repräsentationen. Der im Rahmen eines Wiener Politkunstfestivals von Yassine Zaaitar und Anderen erarbeitete Film lässt uns ihre Stimmen vernehmen: Sie erzählen von den täglichen Polizeischikanen, denen Harraga ausgesetzt sind, vom Leben auf der Flucht vor den eigenen Fingerabdrücken und vom ungebrochenen Wunsch nach einem Leben in Freiheit. Konsequent bleiben im Film die Sprechenden unsichtbar. Die Montage trennt Gesichter und Stimmen und wird zu einem kollektiven Porträt einer Bewegung im Raum, die sich dem Grenzregime Europas entziehen will.
“Während wir die Erzählung eines Mannes aus Dakar hören, blicken wir aus einer Schnellbahn, die Wien mit dem Vorort Traiskirchen verbindet, wo sich ein staatliches Lager für Asylsuchende befindet. Während wir die Stimme eines Mannes aus Oujda hören, flieht der Asphalt einer österreichischen Straße an uns vorbei: Konkrete Bewegungen im Raum und Stimmen. Nur Yassine Zaaitar tritt vor die Kamera und wagt es, sein Gesicht und seine passionierte Rede zu vereinen und der Öffentlichkeit auszusetzen. Der kurze Film ist das rare Dokument einer selbstbestimmten Rede von Reisenden, die keine Grenzen respektieren und deren Leben die politische Maxime ‘No boder – No nation’ intensiv – und oft auch schmerzhaft – verwirklicht. Anstatt ihre Geschichten professionellen FilmemacherInnen anzuvertrauen, haben Harraga die Position der Filmemacher_innen erobert. Mit allem Recht nehmen sie den immer offenen Ort des Kinos für sich in Anspruch.”

+Neueröffnung+INFOLADEN-CAFÉ+Biblio:media>take+

+NEUERÖFFNUNG+INFOLADEN CAFÉ+BIBLIO:MEDIA>TAKE+
Wann: 1.10.2013, ab 15h

Der kukuma infoladen ist nach langen reisen ins kaleidoskop eingezogen und lädt zu einem gemütlichen nachmittag ein, an dem in den büchern, zines und zeitschriften bei kaffee, tee und kuchen gestöbert werden kann. Patches, t-shirts, sticker und zines können gegen freie spende erworben werden. Der infoladen besteht neben printmedien aus einer virtuellen mediathek, aus der filme und online zines/artikel zu verschiedensten themen selbstständig heruntergeladen und kopiert werden können. Die biblio:media>take setzt schwerpunkte auf politische bewegungen/selbstorganisierter widerstand von unten, anarchistische perspektiven, anarcha- und queer-feminismus, gender/sexualität, diy-kultur & anleitungen, kommunikationsguerilla, streetart und direkte aktionsformen sowie veganismus/tierrechte/ökosoziale bewegungen.

Der infoladen ist nach der eröffnung regelmäßig jeden dienstag von 16-20h geöffnet!

Die biblio:media>take wird allerdings auch weiterhin als mobiler infoladen an verschiedenen orten zu finden sein, wie zB. bereits auf der gegenkulturkarawane, dem fusion festival, im KuBiZ berlin und auf dem LAMES gelände.

Wir freuen uns auf euer kommen!

SOLIPARTY nach dem VartiatEKH >>> Solifest für zeugxpool & transportsyndicars

für selbstorganisierte Infrastruktur

am Samstag 01.06. im EKH

wo? Wielandgasse 2-4 1100 Wien, Austria

ab ~22h >> inkl. cocktailbar, Infozeugx und Solisachen

Die freie Spende fließt in zwei Infrastrukturprojekte aus dem Netzwerk KuKuMA:

Über Transportsyndicars können seit Sommer 2011 Busse auf kostendeckender Basis ausgeborgt werden – ohne zusätzliche Spenden ist aufgrund von Reperaturkosten und Strafen ein weiterbetrieb nicht möglich.

Der Zeugxpool stellt seit rund drei Jahren ein Soundsystem, Aggregate, Technik, Planen, Mikrophon und Aktionsbedarf zur Verfügung.

LineUp:

Cafe Olga Sanchzes
Balkan-Latino-Melange
Tritt ein ins Café Olga Sánchez und lass dich überraschen! Lass dich verzaubern, lass dich mitreißen!

herzinger 125 bpm
live Electro mit Gitarre, Schlagzeug, Synth.
feat Members of Zivatar Utca

ENKO
clowncore, idm, tekno

F
zirkus, balkan, electronic

SoliLa – Landbesetzung in Wien 1210 (Update: am 14.05. polizeilich geräumt)

Eine brachliegende Fläche am Drygalskiweg 49 (1210 Wien) wurde am 04.05.2013 besetzt um sie von nun an im Sinne einer gemeinsamen, solidarischen, kleinbäuerlichen, selbstorganisierten und außerhalb der Marktlogik liegenden Nahrungsmittelproduktion zu nutzen. (SoliLa steht für solidarisch landwirtschaften)

Das Projekt wurde am 11. Tag des Bestehens, am 14.05. von der Polizei geräumt.
Der Eigentümer Wiener Wohnbaufonds war zu keinem Zeitpunkt zu (ernsthaften) Verhandlungen bereit und hat wie auch Wohnbaustadtrat Michael Ludwig von Anfang an mit massiver Repression gedroht.

Die Fläche liegt nun wieder brach – und damit das auch so bleibt wurde sie mit einem Bauzaun abgesperrt und wird nun von Securities der Firma G4S “bewacht”.

Infos über die Aktion und weitere Entwicklungen immer auf http://solila.blogsport.eu/

WKR Ball 2013 (“Akademikerball”) verhindern!

Auch heuer gibt es wieder Veranstaltungen gegen den Ball vom Wiener Korporationsring, der am 01.02.2013 stattfindet.

Anschauen kann mensch sich das auf der nowkr Homepage.

Dass der Ball zwar anders heißt aber der gleiche ist war auch schon klar bevor die Einladung geleakt wurde…

Am 1. Februar, dem Balltag, wird es ab 18h eine Großdemonstration vom Europaplatz geben.
Bildet Bezugsgruppen und geht auf die Demo oder macht dezentrale Aktionen.

Werdet aktiv gegen den sexistischen, heterofixierten, rassistischen, homophoben, nationalistischen, antisemitischen, antifeministischen, faschistoiden, transphoben, patriarchalen Burschischeiß(ball)!

Forderungen der protestierenden Flüchtlinge

Die verschiedenen Gruppen und Aktivist*innen des Netzwerk KuKuMA unterstützen die Forderungen der selbstorganiserten Flüchtlinge!

mehr Infos finden sich unter: http://refugeecampvienna.noblogs.org/

twitter: #refugeemarch sowie #refugeecamp

Bewegungsfreiheit für alle Flüchtlinge! We will rise!

FORDERUNGEN DER PROTESTIERENDEN FLÜCHTLINGE

Wir sind Flüchtlinge, in Österreich angekommen um Asyl zu suchen und hier ein neues Leben aufzubauen. Unsere Länder sind zerstört, durch Krieg, Militärgewalt, und Armut aufgrund kolonialistischer Politik. Wir kommen aus Pakistan, Afghanistan, Somalia, Nigeria, Gambia, Syria, Kurdistan, Iran und anderen Ländern und sind nun hier im Flüchtlingscamp Traiskirchen. Wir dachten, dass wir in diesem Camp Hilfe und Unterstützung von Österreich bekommen, aber was wir hier gesehen und erfahren haben, ist, dass der österreichische Staat bisher nicht gezeigt hat, dass wir willkommen sind. Wir verharren im Flüchtlingscamp unter sehr schlechten Bedingungen.

Wir, die Flüchtlinge aus Traiskirchen erheben nun unsere Stimmen und fordern unsere Rechte. Wir verlangen von den Verantwortlichen folgende Verbesserungen:

1) Die Dolmetscher*innen, die während der Asylverfahren im Einsatz sind, müssen alle durch neue ersetzt werden. Diese Dolmetscher_innen arbeiten hier seit sehr langer Zeit, machen Witze über Betroffene. Es bestehen gravierende Kommunikationsprobleme. Die Dolmetscher_innen übersetzen teilweise absichtlich falsch – dies hat negative Auswirkungen auf die Gerichtsverfahren sowie die Interviews mit Behörden/Beamten. Die Folge sind oftmals negative Bescheide sowie schnelle Abschiebungen. Es gibt mehrere Fälle, in welchen in diesem Zusammenhang bereits innerhalb 2 Wochen der zweite negative Bescheid ausgehändigt wurde.

2) Nachdem Erhalt eines zweiten negativen Bescheides verlangt das Gericht von uns Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren in der Höhe von 220 zu zahlen. Im Falle einer Nicht-Erbringung kam es in mehreren Fällen zu Haftstrafen. Das ist inakzeptabel weil wir keine Kriminellen sind, uns ist es als Asylsuchende lediglich nicht erlaubt zu arbeiten. Wir fordern, diese Gebühren nicht mehr zahlen zu müssen.

3) Alle Abschiebungen müssen gestoppt werden. Es muss den Menschen möglich sein, hier zu bleiben oder in ein weiteres Land zu gehen.

4) Wir fordern mehr Dolmetscher_innen für Arztbesuche, insbesondere Übersetzer_innen der Urdu Sprache.

5) Wir fordern generell mehr Ärzte und Ärztinnen für Flüchtlinge.

6) Es gibt viele Überstellungen in abgeschiedene, ländliche Gegenden. Das muss gestoppt werden da vor Ort benötigte Infrastruktur nicht gewährleistet wird. Die Menschen haben keinen Zugang zu Rechtsanwälten oder Möglichkeiten zum Einkaufen. Das bedeutet für Flüchtlinge faktisch Isolation, da sie derzeit nicht zu benötigter Hilfe kommen.

7) Im Camp selbst müssen Deutschkurse und Berufsvorbereitungskurse mit Praxis-Schwerpunkt z.B. im handwerklichen Bereich eingeführt und abgehalten werden. Auch für die Deutschschule brauchen wir Übersetzer_innen.

8) Kinder von Familien, die im Camp leben, müssen in reguläre lokale Schulen mit ortsansässigen Kindern gehen können.

9) Das Essen muss gesünder und nahrhafter sein. Die Flüchtlinge müssen die Möglichkeit haben, sowohl selbst zu kochen als auch das Essen in ihre Zimmer mitzunehmen.

10) Saubere und gute Kleidung und Schuhe für alle Jahreszeiten muss zur Verfügung stehen.

11) Die Arbeitsbedingungen im Camp müssen verbessert werden und der Betrag, der für Reinigen und Kochen bezahlt wird ist nicht ausreichen.

12) Tickets für den Öffentlichen Verkehr müssen unentgeltlich angeboten werden, zumindest für 3 Tage, so das jede und jeder die Möglichkeit hat, das Land, die Menschen, deren Leben kennenzulernen. So ist es auch möglich, zu Rechtsinformationen zu kommen und sich um den eigenen Fall rechtlich zu kümmern.

13) Wir benötigen einen Friseur für Männer und Frauen.

14) Das Taschengeld in der Höhe von 40.- monatlich ist absolut nicht ausreichend und muss erhöht werden.

15) Wir benötigen dringend diverse Sanitärartikel. Artikel wie Nagelscheren, Spiegel,..

– es sind nicht einmal Spiegel in den Badezimmern vorhanden(!).

16) Im Flüchtlingscamp sind wir vom Rest der Welt isoliert weil wir keinen Internetzugang und kein Fernsehen haben. Wir benötigen beides, um Kontakt mit unseren Familien und Freunden zu haben. Obwohl wir im 21sten Jahrhundert leben haben wir keinen Zugang zu modernen Medien sowie modernen Formen der Kommunikation. Wir fordern freien Internetzugang in den Camps und TV mit Sat-Empfang um Informationen von der Welt zu erhalten.

Wir fordern diese grundlegenden Rechte von der österreichischen Regierung, der Europäischen Union, für Flüchtlinge weltweit. Wir ersuchen die österreichische Regierung, ihrer Verantwortung gegenüber den Flüchtlingen nachzukommen.

Wir werden unsere Aktionen solange fortsetzen, bis unsere Stimmen gehört, und unsere Forderungen erfüllt sind.

Bewegungsfreiheit für alle Flüchtlinge!

We will rise!

21.November 2012