Generelle Infos

Hervorgehoben

Der Raum “Kaleidoskop” wird organisiert von:
Verein zur Förderung und Erhaltung von kultureller Kommunikation und Partizipation

Bezüglich Barrierefreiheit: Der erste Raum ist mit Rollstuhl zugänglich, allerdings über eine Kante (ca 5 – 7 cm hoch und sehr unregelmäßig). Die WCs sind nicht rollstuhlgerecht. Die hinteren Räume sind nur über jeweils drei Stufen zugänglich.

Rauchen? Das Kaleido ist an sich immer rauchfrei. Für externe Veranstaltungen kann eine Ausnahme ausgemacht werden, so dass im hinteren Raum geraucht werden kann.

Veranstaltungen sind immer willkommen:
Wenn dir das Kaleidoskop (auch die Grundsätze!) zusagt und du irgendeine Idee oder einen Plan für eine Veranstaltung hast meld dich einfach.
Wir freuen uns über alle tollen Veranstaltungen und Projekte für die wir Räumlichkeiten und Ressourcen zur Verfügung stellen können.

Alle Termine sind Vereinsveranstaltungen und nur für Mitglieder zugänglich. (Tages-)Mitgliedschaften sind vor Ort lösbar. Kommt einfach vorbei!

General informations

The space „Kaleidoskop“ is organized by the association „Verein zur Förderung und Erhaltung von kultureller Kommunikation und Partizipation“ (association for encouraging and maintaining cultural communication and participation)

Concerning barrier-free movement: the first room is wheelchair accessible, but only through an edge (between 5 and 7 cm high and very irregular). The toilets are not wheelchair accessible. The 2 rooms in the back are each only accessible via 3 stairs.

Smoking? In general the Kaleidoskop is a smokefree space all the time. For external events we can agree on an exception, so that it’s possible to smoke in the back room.

Events are always welcome:
If you like Kaleidoskop (also the principles!) and you’ve got an idea or a plan for an event you can just contact us.
We are glad about every nice event and project which we can make our space and resources available for.

All events are events of our association and only accessible for members. (daily-) memberships are available at Kaleidoskop. Just come by!

AUFRUF: RETTET DIE SCHENKE / SAVE SCHENKE!

ENGLISH BELOW! Liebe Alle,

die Schenke ist an einem Punkt, an dem die weitere Existenz dieses Raumes in Frage steht! Wir sind trotz vieler Spenden noch immer in einer finanziellen Notlage, da es keine langfristige Zukunftsperspektive gibt, wie wir die Miete auftreiben können. Wir haben uns eine Deadline gesetzt um zu beschließen, ob es weitergehen kann – bis Ende Oktober habt ihr also Zeit eure Ideen einzubringen! Darum geht dieser Aufruf an alle – noch ist die Schenke da – bitte nutzt diesen Raum! Bringt Leute her, erzählt allen von der gegenwärtigen Situation! Vielleicht gibt es Leute, die sich vorstellen können, regelmäßig einen monatlichen Betrag auf das Schenke-Konto zu überweisen? Auch der kleinste Beitrag ist eine große Hilfe. Eine kleine Rechnung: finden sich 80 Leute, die monatlich 10 Euro entbehren können, ist die Miete gesichert.
Spendenkonto / Donations account:
Verein zur Förderung solidarischer Lebensformen
Kontonummer: 10243160
BLZ: 32000
IBAN: AT23 3200 0000 1024 3160
Raiffeisenbank Wien

Kontakt:

Facebook: https://www.facebook.com/Die-Schenke-geldlos
Mail: schenke@geldlos.at

ENGLISH

Dear everyone,

Schenke is at a point where we question if the project can continue at all.

We set us a deadline for the end of October to decide wheter. We still need money to pay for the rent every month and right we don’t see any long term way of collecting this money each month.
So this is a call to everyone – now the room is still here and you are very welcome to use it! Also if you can support the place with money, a short calculation: if 80 people each give 10 euro each month, the place would be saved!

Please spread the word about the situation!

 

https://dieschenke.wordpress.com/

Aufruf zur Demo gegen Überwachung und Kontrolle

MI, 25. Oktober, 18 Uhr
Marcus-Omofuma-Denkmal (Mariahilferstraße, Ecke Museumsquartier)

Gegen ein erneutes „Überwachungspaket“!
Wir lassen uns nicht gefallen, was besonders in den vergangenen Jahren und in der Ge­genwart bezüglich Gesetzesverschärfungen und -novellen zum Ausbau von Überwa­chung passiert ist bzw. passiert! Unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung und -prävention wurden und werden schwammige Gesetze kreiert, die – je nach Auslegung – einwandfrei auch auf linke, anarchistische und oppositionelle Bewegungen und Einzel­personen anwendbar sind. Die teilweise geplanten, teilweise bereits beschlossenen Ge­setze sollen in Zukunft möglich machen, Personen präventiv aufgrund ihrer staatskriti­schen Haltung festzunehmen und wegzusperren.

Begriffe wie „Staatschutzgesetz“ und „Sicherheits- (oder eher „Überwachungs-“) paket“ sind vermutlich den meisten ein Begriff. Nachdem bereits Anfang 2017 durch das erste sogenannte „Sicherheitspaket“ u.a. die Versammlungsfreiheit große Einschnitte erfahren hat, sollen beim aktuellen Gesetzesentwurf u.a. die Überwachung von verschlüsselten Nachrichten mittels dem medial so bezeichneten „Bundestrojaner“ ermöglicht werden, Mobilfunkanbieter dazu gezwungen werden PUK-Codes (zur Überwindumng des PINs) bekannt zu geben und der Einsatz von IMSI-Catchern soll ausgeweitet werden. Außerdem soll ermöglicht werden Fahrzeuge akkustisch zu überwachen und direkten Zugriff auf Überwachungskameras im öffentlichen Raum zu bekommen.
Gerechtfertigt wird der Entwurf damit, dass die bestehenden Gesetze an den „rasanten technischen Fortschritt“ angepasst werden müssen, weil sie sonst die „Effektivität der Strafverfolgung“ negativ beeinflussen und dieser nicht mehr gerecht werden.

Der Entwurf ist bis jetzt auf sehr viel Kritik gestossen und aufgrund der Uneinigkeit der Regierenden darüber, wurde der Beschluss auf nach den Nationalratswahlen verschoben. Der Großteil dieser Kritik basiert darauf, dass der Entwurf den verfassungsrechtlich gewährleisteten Grundrechten nicht entspricht. Aber unsere Kritik ist grundlegender, denn wir finden, dass das Problem an der Wurzel behandelt werden muss!
Wir wollen nicht, dass von einer ominösen Mehrheit gewählte Personen über unsere Freiheiten und über die Regeln, nach denen wir zu leben haben, bestimmen! Wir wollen kein erneutes Überwachungspaket, das ermöglicht uns noch mehr zu kontrollieren!
Das Problem sind nicht die Gesetzesänderungen an sich. Das Problem ist der Fakt, dass es (diese) Gesetze und jene, die sie beschließen, verändern und ausführen überhaupt gibt!

Deshalb rufen wir auf zur Demonstration gegen Überwachung und Kontrolle am Mittwoch, 25. Oktober um 18 Uhr, Treffpunkt Marcus-Omofuma-Denkmal (Mariahilfer Straße Ecke Museumsquartier), um unsere Ablehnung dieser Zustände in die Öffentlichkeit zu tragen.

FREIHEIT STIRBT MIT SICHERHEIT!

https://gegenueberwachungundkontrolle.blackblogs.org/

Oktober heißt Rodungssaison. Oktober heißt Widerstand!

Update: in Graz wurdebereits begonnen zu roden, obwohl erst ab 1.10. begonnen werden dürfte!

In Graz, im Hambacher Forst und sonstwo…

Ab Oktober darf RWE, wie jedes Jahr, bis einschließlich Februar 70- 80 ha Wald roden. Vom Hambacher Forst ist allerdings nicht mehr viel übrig, und die Besetzungen liegen gefährlich nah an der aktuellen Rodungskante. Um zu verhindern, dass ein Großteil des Restwaldes gerodet und die Besetzungen geräumt werden, müssen wir viele sein. Deswegen hoffen wir, dass möglichst viele Menschen sich uns anschließen, wenn es wieder darum geht, den Wald zu verteidigen und damit den Klimawandel und Ausbeutung an Mensch und Umwelt entgegen zu wirken. Wir haben einen Aufruf verfasst und in verschiedene Sprachen übersetzt. Helft uns bitte ihn zu verbreiten! Außerdem wollen wir nicht nur, dass alle kommen, sondern auch, dass alle die Möglichkeit haben, hier bestmöglich zu wirken. Deswegen haben wir einen Plan entwickelt, und hoffen, ihn gemeinsam mit euch um zu setzten.

Im September
Im September wollen wir alle Fähigkeiten, die du brauchst um im Wald aktiv zu sein, weitergeben. Das Ziel ist es, dass nach dem September alle Menschen, egal ob sie schon seit Jahren hier aktiv oder zum ersten mal im Wald sind, sich fähig fühlen hier zu wirken. Es wird jeden Tag Workshops geben. Begonnen mit den Basics wie klettern, werden wir auch gemeinsam bauen, Wissen über verschiedene Blockadeformen wie Lock- Ons oder Triports weiter geben, uns über Repressionen austauschen, die Infrastruktur des Tagebaus erklären, Ortskenntnisse erlangen und lernen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Außerdem wollen wir eine Gruppenatmosphäre schaffen, in der sich alle wohlfühlen. Deswegen wird es eine Willkommens- AG und ein Awarnessteam geben. Außerdem wollen wir Methoden kennen lernen, die Kommunikation und Gruppenbildungsprozesse erleichtern können, wie zum Beispiel Gewaltfreie Kommunikation. Es wird auch jeden Tag gemeinsames Essen geben. So wollen wir ein Klima schaffen, in dem Menschen leicht in Anschluss finden und Bezugsgruppen bilden können. Außerdem wird der September dazu dienen, alle Infrastruktur aufzubauen, die wir für die Rodungssaison brauchen. Wenn du vorbei kommst, und gern bleiben würdest, dafür aber einen Rückzugsort brauchst, dann bauen wir gemeinsam diesen Rückzugsort. Außerdem werden wir alles Material gemeinsam organisieren, dass wir brauchen, von Klettergurten bis zu Zahnbürsten.
Der September ist vor allen dafür gedacht, dass Menschen die für eine Weile im Wald aktiv sein wollen, das nötige Wissen und die nötige Infrastruktur dafür bekommen. Aber auch wenn du dir nicht vorstellen kannst, für ein paar Monate zu bleiben, aber gerne während der Rodungssaison für ein paar Tage vorbeikommen und dich an Aktionen beteiligen möchtest, ist es vielleicht sinnvoll, mal im September vorbei zu schauen und dir das Wissen an zu eignen. Natürlich wollen wir versuchen Menschen zu jeder Zeit alles Wissen weiterzugeben. Aber je nach dem, wie die Polizeilage während der Rodungssasion ist, ist es unklar, ob das immer möglich sein wird.
Und letztendlich hoffen wir vor allem, dass alle Menschen im September und immer ihre Fähigkeiten, ihre Farben und ihre Wünsche mit ein bringen.

Ab Oktober
Von Oktober bis zum Ende der Rodungssaison werden wir das Rodungsgebiet so großflächig beleben, dass es für RWE unmöglich wird, Bäume zu fällen. Dafür wollen wir möglichst viele Bäume besetzten. Ziel ist es, dass um zu fällen, erst einmal geräumt werden muss. Räumungen wollen wir medial aufarbeiten. Die ganze Welt soll sehen, wie RWE um jeden Preis Profit machen will. Unsere stärkste Waffe ist, dass wir auf einander aufpassen. Jede*r soll nur die Aktionen machen, mit denen sie*er sich wohlfühlt. Die gut ausgebauten Baumhäuser sollen für alle zugänglich sein und allen als Erholungs- und Rückzugsort dienen. Repression tragen wir gemeinschaftlich. Für Out of Action Orte überall in Deutschland ist gesorgt.

Wir glauben wirklich wir können die Rodungssaison gemeinsam aufhalten! Macht die Theorie zur Praxis und lebt Widerstand! Im Hambi und überall.

https://hambacherforst.org

Der Kraftwerksbau an der Mur in Graz

Im Februar dieses Jahr wurde mit den Rodungsarbeiten an der Mur begonnen. Viele Demos, Kundgebungen, ein Camp, Baum- und Baggerbesetzungen und andere Aktionen waren die Folge… Der Bau konnte aber noch nicht gestoppt werden.
Mit 1. Oktober beginnt wieder die Rodungssaison, was heißt, dass ein weiterer Teil der Bäume am Murufer abgeholzt werden sollen. Das ist ein guter Grund nach Graz zu fahren und sich der Scheiße, die der Grazer Bürgermeister Nagl und die von ihm engagierten Firmen abziehen, entgegenzustellen.
Genauere Infos gibt es leider noch nicht, aber haltet die Ohren und Augen offen!
http://www.rettetdiemur.at/

Mobi- und Infoveranstaltung für die Aktionstage im Rheinischen Braunkohlerevier

Am Mittwoch, den 16. August 2017, findet ein Mobilisierungs- und Informationsabend zu  Aktionen rund um Ende Gelände statt.

Wenn gewünscht, kann auch einen rechtlicher Überblick zu Aktionen in NRW gegeben werden.

Wo & Wann? 16.08.17, 19 Uhr, im  Kaleidoskop, Schönbrunnerstrasse 91

>> Seid Zucker im Tank, denn Kohleausstieg ist Handarbeit <<

kohleausstieg ist handarbeit: sei zucker im tank

Die Klimagerechtigkeitsbewegung ist in den letzten Jahren immer vielfältiger geworden: Mit Klimacamps, Wald-, Schienen- und Baggerbesetzungen, Demos und vielen anderen Aktionsformen zeigen wir immer wieder, dass Klimaschutz Handarbeit ist. In diesem Sommer wollen wir diese Vielfalt nutzen, um die Abläufe der Braunkohleverstromung effektiv zu stören. Zucker im Tank ist während der Aktionstage im Rheinischen Braunkohlerevier vom 24.-29.8.2017 und im Vorfeld eine unterstützende Struktur für Kleingruppenaktionen.

Vom Klimawandel sind besonders diejenigen betroffen, die ihn am wenigsten verursacht haben. Daher ist für uns der Kampf ums Klima zugleich auch ein feministischer, antirassistischer, anti-staatlicher und antikapitalistischer Kampf, ein Klassenkampf und ein Kampf gegen Tierausbeutung und Militarismus. Oder kurz: Ein Kampf gegen Herrschaft im Allgemeinen.

Um Kämpfe zuzuspitzen und direkt vor Ort zu handeln sind Kleingruppenaktionen ein starkes und effektives Mittel. Sie sind selbstbestimmt und dadurch umso unberechenbarer. Wenn bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung alle auch auf ihre Bedürfnisse und Grenze achten, stärkt ihr eure Gruppe und den Widerstand!

Damit unterschiedliche Aktionsformen und inhaltliche Schwerpunkte sichtbar werden und sich aufeinander beziehen können, braucht es kritische Solidarität und Respekt untereinander. Keine Aktion sollte eine andere unmöglich machen.

Wir wollen euch bei der Vorbereitung von Kleingruppenaktionen unterstützen. Dafür bieten wir im Vorfeld der Aktionstage gemeinsam mit Anderen in verschiedenen Städten Workshops an. Orte und Termine findet ihr unter „Veranstaltungen“. Fragt gerne an für einen Workshop in eurer Stadt.

Home

10 JAHRE Kaleido!!!

Das Kaleidoskop wird 10 Jahre alt, zu diesem Anlass nehmen wir uns die Straße weil wir die Stadt von unten für alle wollen! Für mehr Freiräume, solange bis es keine Freiräume mehr braucht! Kommt vorbei, bringt Zeit, alte Geschichten, Kuchen (man kann nie genug Kuchen haben) und Stimmung mit! Viel Programm ab 14 Uhr:

  • Kundgebung
  • Infotische unterschiedlicher Gruppen
  • Verschiedenes zum Essen und Trinken (vegane KüfA/Vokü)
  • Kinderprogramm (jonglieren, schminken)
  • Freeshop
  • Flohmarkt
  • Musik
  • künstlerische Überraschungen.
  • Danach Afterparty im Kaleidoskop.

strassenfest


Anarchistisches Cafe

es ist soweit! das neue anarchistische raumprojekt läd zu ihren ersten treffen ein. wir freuen uns drauf und finden es super, dass ein neuer  freiraum im entstehen ist! hier ihr einladungstext:

Wir laden am Mo, dem 22.5., ab 16:00 zu einem anarchistischen Café ein. Um 19:00 wird eine Doku über die Geschichte des Anarchismus gezeigt, danach wollen wir darüber diskutieren oder einfach nur gemütlich plaudern. Die Idee hinter dem anarchistischen Café ist, dass wir ein gemütliches Zusammenkommen und lebendigen Austausch von Menschen, die sich für Herrschaftskritik und Anarchismus interessieren, ermöglichen wollen. Ein wertschätzender Umgang miteinander ist uns wichtig! Es wird Getränke und auch was zum Essen geben, gerne könnt ihr auch selber was mitbringen (bitte vegan/dumpster-vegetarisch)

 

Wann : 22.5. ab 16:00, Film ab 19:00, danach geht’s gemütlich weiter 😉

Wo : Perpetuum Mobile – Geibelgasse 23, 1150 Wien

 

Wir freuen uns über euer Kommen!

Hausbesetzung im 13. Bezirk geräumt

Leider wurde das besetzte Haus in der Jagdschlossgasse geräumt!

hier der Text von Evora dazu:

Evora ist vorerst wieder Grundstückslos!

Am Dienstag (16.5.17) wurden wir ohne vorherige Verhandlungen geräumt. Um 7:30 wurde von der Polizei überraschend gefordert, innerhalb einer Stunde das Gebäude zu verlassen. Um 8:50 wurde das Gebäude von den zu dieser Zeit  11 anwesenden Personen verlassen und von der Polizei kontrolliert. Nachdem wir das Gebäude verlassen haben rückte die Polizei  mit einem übertriebenen, nicht in Relation stehenden Großaufgebot von WEGA, Hundestaffeln etc…. auf (dieser Vorfall wird die  Steuerzahler*innen wieder freuen).

11 Leute wurden geräumt, aber zigfach mehr Leute haben in den letzen 12 Tagen davor das Gebäude und das Grundstück belebt und kulturell vielfältigst bereichert. Was die letzten Jahre eben zu wenig geschah. Nachdem das Gebäude seit 1924 als Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege genützt wurde, kam es 2013 zur Schließung dieser. Trotz des Beschlusses der Bezirksvorstehung Hietzing, dass das Gebäude weiterhin für Bildungszwecke genützt werden sollte, verkauft die Wiener Standortentwicklung (WSE) das Objekt an den Bauträger BAI. Diese plant dort den Neubau von 57 ausschließlich freifinanzierten Luxuseigentumswohnungen. 2017 wurde die BAI unter anderem an das größte private Immobilienunternehmen Signa Holding unter Rene Benko veräußert. Wieder einmal ist zu sehen, dass die Stadt ihrem Vorsatz nach leistbarem Wohnen nicht nur nicht nachkommt, sondern sogar ihren Besitz durch die WSE verkaufen lässt und Privatisierung vorantreibt. Das Projekt „Jagdschlossgasse“ befindet sich laut der BAI noch in der Planungsphase. Der Leerstand des Gebäudes wird wohl noch weiter andauern.

Schade darum, wir haben so viel bessere Ideen Leerstand sinnvoll zu nutzen!

evora.noblogs.org

 

Distanzierung des Kaleidoskop vom Foodsharing Netzwerk

Der folgende Text wurde von der Gruppe die das Kaleidoskop organisiert über eine Dauer von rund drei Monaten erarbeitet. Wenn ihr Rückmeldungen, Fragen oder Anmerkungen hab könnt ihr uns via kaleidoskop@riseup.net erreichen.
Im Anschluss an den Text finden sich weitere Themenbezogene Web-links sowie die weiteren Foodsharing- bezogenen Statements.

Distanzierung des Kaleidoskop vom Foodsharing Netzwerk
Von Anfang Oktober bis Ende Dezember wurde im Kaleidoskop eine Vokü (=Volxküche, regelmäßig stattfindendes offenes Treffen zum gemeinsamen Kochen und Essen, ohne fixen Preis) organisiert, die von der Gruppe Foodsharing Wien veranstaltet wurde. Dies ist für uns der Anlass Stellung zu den Vorwürfen gegenüber Foodsharing zu beziehen. Ende November wurden wir darüber informiert, dass es sich bei einer Person innerhalb der Foodsharingstrukturen um eine rechts oder ehemals rechts organisierte Person aus dem Kreis der “Identitären” handelt. Dies hat uns schockiert und aufgeregt, da wir antifaschistisch sind und rechte Strukturen ablehnen. Es gibt keinen Platz für Nazis welcher Art auch immer im Kaleidoskop!

Willkommen im Kaleidoskop

Wir sind ein Freiraum, der diverse in unserer Gesellschaft verankerte Verhaltens- und Unterdrückungsmechanismen entschieden ablehnt und versucht, einen Schutzraum zu schaffen. Wir wollen, dass in unserem Raum alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, kulturellen Zuschreibungen, sexueller Orientierung, Lebensweise, Besitz uvm. frei sein und sich entfalten können, ohne dabei von anderen diskriminiert und eingeschränkt zu werden.
Deshalb sind wir klar antifaschistisch, antirassistisch, antisexistisch, gegen (Hetero-)Normen, Hierarchien und Kapitalismus. Wir erwarten einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Wer sich mit diesen Grundsätzen nicht identifizieren kann und sich darüber hinwegsetzt, wird aufgefordert, das Kaleidoskop zu verlassen; und das gilt ebenso für Gruppierungen, die diese Grundsätze als unwichtig ansehen und nicht beachten.

Foodsharing, was ist das?

Laut Selbstbeschreibung¹ soll Foodsharing eine Internet-Plattform für die geldlose Verteilung von Lebensmitteln bieten und sich gegen Lebensmittelverschwendung organisieren. Zum Beispiel werden Lebensmittel, die sonst von Supermärkten und Haushalten weggeworfen würden, von Verbraucher*innen abgeholt. Eigentlich eine gute Idee, könnte mensch meinen.
Bei dem oben genannten Foodsharing-Mitglied handelt es sich aber um einen ehemaligen “Botschafter” der Foodsharing Gruppe. Botschafter ist die Selbstbezeichnung von den Mitgliedern die neben den selben Tätigkeiten der Foodsaver und der Freiwilligen die Koordination übernehmen und somit einen großen Einfluss auf Entscheidungen der Gruppe besitzen. In der Organisationsstruktur finden sich also Hierarchien, die durch die jeweilige Position bedingt sind².

Dieselbe Person war über einen längeren Zeitraum bei den Wiener Identitären aktiv, wie unter anderem an Fotos und Facebook-Einträgen erkennbar ist. Die Informationen wurden auch von ihm selbst bestätigt. Er war Anfang Februar bei der Votiv-Kirchenbesetzung der Identitären und damit bei einer größeren Aktion dieser rechtsextremen Gruppe beteiligt. Während des Refugee Protests in der Votivkirche haben die Identitären eine “Gegenbesetzung” gestartet, mit dem Ziel, den Protest durch eine gewaltsame Polizeiräumung beenden zu lassen und eine öffentlichkeitswirksame Eskalation zu erreichen.³

Solidarität ist eine WaffeL – Support your local Antifa_Vokü!

Diese Informationen wurden direkt an Personen aus der Foodsharing-Struktur weitergegeben, da wir davon ausgegangen sind, dass sie noch nichts davon wussten. Wie sich aber herausstellte, war das bereits bekannt, aber bis dahin anscheinend kein Grund für eine Positionierung. Wir erhielten daraufhin zuerst ein sehr kurzes und in weiterer Folge ein längeres Statement. Die Statements sind unten angehängt; da wir unseren weiteren Umgang mit Foodsharing von diesen Statements abhängig gemacht haben, möchten wir hier zusätzlich darauf eingehen.

Eigentlich hatten wir auf eine schnelle und klare Stellungnahme mit einer eindeutigen Positionierung gegen Rechts sowie sofortigen Ausschluss gehofft. Ein Ausschluss scheint uns vor allem deswegen nötig und sinnvoll, da die (ehemals) rechtsaktive Person aus einem Kontext kommt, in dem u.a. gezielt Methoden linker und progressiver Gruppen angeeignet werden. Eine Unterwanderung im Sinne von Querfrontaktivitäten erschien uns deswegen durchaus möglich.

Parteipolitik? Das war nicht die Frage.

Mehrere Wochen nach der ersten Kommunikation über dieses Thema mit Foodsharing-Mitgliedern und mehr als eine Woche nach der endgültigen Forderung von einem Statement kamen einige wenige allgemein gehaltene Zeilen, in denen sich Foodsharing Wien von Parteipolitik distanziert – schön und gut, das begrüßen wir auch, da sind wir voll auf einer Linie⁴; aber leider eine vollkommene Themenverfehlung.

Im zweiten Statement wiederholen sie erneut, dass Foodsharing keine parteipolitische Initiative ist und betonen, dass sie sich “von jeglichen Vorwürfen einer politischen Richtung zugehörig zu sein, oder eine solche zu unterstützen” distanzieren. Dieses wurde im Gegensatz zum Ersten mit Foodsharing Wien, Österreich und Deutschland unterzeichnet und geht auf die konkreten Vorwürfe ein. Die (ehemals) bei den Identitären aktive Person wird jedoch in Schutz genommen. Weiters wird erwähnt, dass die Teilnahme am Netzwerk nur mehr mittels Ausweis möglich sein soll.

Dies widerspricht einem grundlegenden Verständnis von einem vorsichtigen Umgang mit persönlichen Daten (abgefragt werden etwa Vor- und Nachname, Adresse, Telefonnummer und E-Mail Adresse). Es wirkt für uns seltsam, dass trotz aktuellen Diskursen rund um Überwachung Menschen selbständig bereit sind, all diese Informationen offen vielen Personen einsehbar bereitzustellen. Wir finden es wichtig, dass Zugänge zu Lebensmitteln allgemein an möglichst wenig Hürden geknüpft werden und bei Entscheidungen versucht wird, ohne zusätzliche Hierarchien auszukommen und allen Beteiligten gleiche Rechte ermöglicht werden.

Menschen müssen für ihre Handlungen Konsequenzen tragen.

Wir bekamen immer wieder von anderen Foodsharing-Mitgliedern, die wir auf die Problematik angesprochen haben zu hören, dass die (ehemals) rechtsaktive Person nicht wusste, worum es sich bei den Identitären handelt. Dass das stimmt ist schwer vorstellbar, unter anderem weil er zu einer Zeit Mitglied bei den Identitären war, als es bereits eindeutige Artikel über die Identitären gab. Ihre rassistische und islamfeindliche Gesinnung war ein öffentliches Thema: So wurde z.B. im November 2012 von fm4 ausführlich berichtet⁵. Im Februar 2013 schrieb die Zeitschrift Profil über bestehende Verbindungen zwischen Identitären und Neonazis⁶.

Auch Foodsharing sollte sich endlich mit der Thematik von Verantwortung auseinandersetzen. Im Hinblick auf rechte Gewalt ist eine “neutrale” Position nicht möglich. Entweder unterstützt Foodsharing Antifaschismus indem es sich von Mitgliedern, deren rechtsextreme Tätigkeiten bekannt sind, trennt, oder eben nicht.
Sollte das nicht wichtig sein, muss das aber aus dem Selbstbild heraus klar ersichtlich sein. Foodsharing ist dann eben nicht offen für “alle”, sondern schließt konsequent Menschen aus, die von Unterdrückung betroffen sind. Dies könnte z.B. durch eine Warnung für die Betroffenen auf allen Infoflyern und OnlinePlattformen sowie bei jeder Verteilstation zu finden sein.

ein paar Ergänzungen zu den Identitären:

Nachdem es sich bei den Identitären um eine Gruppierung handelt, die sich aus Personen zusammensetzt, die teilweise eine jahrelange Kontinuität in der neonazistischen Szene haben, lassen sich gewisse Verbindungen nachweisen. Einige zentrale Akteure* kommen aus einschlägigen Neonazi und rechtsextremen Kreisen. Der Großteil der Wiener Identitären rekrutiert sich aus dem Burschenschafter Milieu und aus dem organisierten Neonazispektrum. Jetzige Mitglieder der Identitären waren vor nicht allzu langer Zeit im Umfeld des Neonazis Gottfried Küssel (welcher mittlerweile rechtskräftig verurteilt in Haft ist⁷). Einer davon ist Martin Sellner. Er hielt sich 2008 auf der Gedenkveranstaltung für den Nazihelden Walter Nowotny auf und wurde als Administrator von Alpen-Donau.info vermutet. 2010 reiste er zum Naziaufmarsch nach Dresden.

Die Überschneidung von Identitären und dem Neonazispektrum ist für viele Antifaschist*innen nicht verwunderlich: “Der „Bloc identitaire“ aus Frankreich, welcher 2003 gegründet wurde, gilt als Nachfolgeorganisation der behördlich verbotenen neonazistischen Gruppe „Unité radicale“. Nicht nur offensichtliche Nazi-Propaganda ist problematisch. Es ist immer mehr zu beobachten, dass auch die Identitären nicht ausschließlich dumpfe Parolen von sich geben, sondern diese verklausulieren und damit versuchen, für die Mehrheitsgesellschaft anschlussfähig zu bleiben. Die Rede von der „Islamisierung Europas“, von Heimatverbundenheit und ein völkisch besetzter Begriff der “Identität“, der aber kulturalistisch umschrieben wird, wirkt für viele harmlos. Dahinter verbirgt sich aber ein menschenverachtendes Weltbild. Anstelle des verpönten Wortes „Rasse“ tritt der Begriff der “Kultur” – gemeint ist damit aber der gleiche rassistische Herrschaftsanspruch.”⁸

In der österreichischen und deutschen Geschichte hat es Tradition, Nazis und Rechtsextremen ihre “Vergangenheit” allzu schnell zu verzeihen.

Dass viele öffentlichen Ämter in diesen Staaten nach 1945 von ehemals hochrangigen NSdAP Mitgliedern bekleidet wurden ist längst kein Geheimnis mehr. Ebenso wenig stößt sich die bürgerliche Mitte an Nationalratsabgeordneten aus schlagenden Burschenschaften. Wenn es um die Geschichte des Nationalsozialismus geht gibt es oft rechtfertigende Phrasen zu hören wie z.B.: “Sie wussten nicht, was sie taten, sie hatten keine andere Wahl”. Für das Verbrechen des Faschismus gibt es kein Vergeben, kein Vergessen!
Für die Entnazifizierung mag es zu spät sein, für ein klares Bekenntnis gegen rechtsaußen aktive Menschen nicht.

Die Gruppe Foodsharing hat durch ihr Verhalten unserer Ansicht nach mehr als eindeutig Stellung bezogen. Hauptsächlich kritisieren wir dabei, dass sich die Gruppe offenbar nicht bewusst über mögliche Konsequenzen ist, die es für linke / autonome Gruppen gibt, wenn eine deutliche Abgrenzung nach Rechts ausbleibt. Durch die fehlende Abgrenzung nach Rechts entstehen Gefahren für jene linken/ autonomen Räume, in denen sich die Verteilungsorte von Foodsharing Wien unseres Wissens nach hauptsächlich befanden. Wir wissen, dass Personen die auch bei den Identitären organisiert sind, sich schon in den letzten Jahren in dem Milieu bewegt haben, welches für größere Aktionen gegen antifaschistische Aktivitäten und Angriffe auf linke / autonome Veranstaltungen oder Räume bekannt ist.

Für Aktivist*innen die sich auch im antifaschistischen Spektrum bewegen stellt dies eine Gefährdung dar, denn die Anti-Antifa sammelt Namen und Adressen dieser Aktivist*innen, nicht nur um sie in Aktenordnern abzuheften!
Anscheinend glauben mehrere Personen des Foodsharing Netzwerkes, dass die rechtsaktive Peson mit seinen rechten Aktivitäten in der Vergangenheit nichts mehr zu tun hat. Ein so schneller Gesinnungswechsel erscheint uns unwahrscheinlich und ist für uns nicht glaubwürdig.

Die Person war zumindest bis kurz vor seinem Einstieg in Foodsharing bei den Identitären aktiv, eventuell gab es eine Überscheidungsphase bei den Aktivitäten. Verinnerlichte Positionen können nicht einfach abgeworfen werden und auch Kontakte brechen meist nicht von einem Tag auf den anderen unwiderruflich ab. Es braucht oft lange Auseinandersetzung (mit sich selbst), um ansozialisierte unterdrückende Verhaltensweisen und damit verbundene Handlungen nicht nur zu erkennen, sondern diese Formen dann auch nicht mehr zu reproduzieren. Wir freuen uns natürlich über jede Person die sich rechten Strukturen entziehen will, eine Stelle um solch menschenverachtenden Strukturen den Rücken zu kehren gibt es in Österreich nicht.⁹

Da es nicht um ein Inszenieren von Positionen geht erwarten zumindest wir kein öffentliches Stament von dieser Person, sondern eine selbstkritische Auseinandersetzung. Von der Foodsharing Plattform hingegen erwarten wir eine klare Positionierung zu politischer Praxis.

We are struggeling in a point between two worlds, the one we don’t accept and another one that doesn’t exist.

Abgesehen von einem antifaschistischen Konsens sind uns auch andere Grundsätze wichtig. Wir dulden weder Faschismus noch Rassismus und belassen es dabei nicht bei Stellungnahmen. Anstatt zu resignieren oder uns einschüchtern zu lassen, wollen wir lieber auch die rassistische Mitte der Gesellschaft angreifen oder zumindest mit Kritik nicht sparen.

Die Annahme, dass Neonazis in einem in sich geschlossenen Teil der Gesellschaft leben und agieren ist fatal. Die Übergänge zur Mehrheitsgesellschaft sind fließend und die von Neonazis benutzten Stereotype werden genauso wie Rassismus, Antisemitismus usw. dort tagtäglich reproduziert. Denn ohne dieses Weltbild welches in der sogenannten Mitte der Gesellschaft wurzelt, wären Nazis tatsächlich isoliert und ihr Handlungsspielraum kaum erwähnenswert.”¹⁰

Es gibt viele Möglichkeiten den rassistischen Normalzustand zu verweigern, sich einzumischen und ihn aufzuzeigen z.B.

  • bei Fahrkartenkontrollen,
  • polizeilichen oder sonstigen Ausweiskontrollen,
  • im Flugzeug mit dem in den Urlaub geflogen wird, während gleichzeitig Menschen abgeschoben werden,
  • wenn mit dem Zug über eine Grenze gefahren wird,
  • in dem einen oder anderen WG-(Wohn)zimmer,
  • u.s.w.

Sicherlich müssen wir auch Selbstkritik üben. Denn wir haben die regelmäßige Zusammenarbeit mit der Vokü/ der Gruppe Foodsharing nicht weiter hinterfragt, weil wir die Grundidee hinter Foodsharing durchaus positiv bewertet haben. Dies hat dazu geführt, dass wir uns nicht über die Struktur und Organisationsform von Foodsharing informiert haben. Der hierachische Aufbau der Gruppenstruktur, und die fehlende antifaschistische Positionierung sind uns dadurch nicht aufgefallen. Prinzipiell ist es uns sehr wichtig, die Gruppen zu kennen, die das Kaleidoskop regelmäßig nutzen und wir klären ein gemeinsames politisches Grundverständnis miteinander ab.¹¹

Das haben wir in diesem Fall verabsäumt; nicht zuletzt liegt das daran, dass es sich bei Foodsharing um eine sehr diverse Gruppierung handelt in der Menschen mit verschiedensten politischer Ansichten aktiv sind. Die jeweiligen Kontaktpersonen können also durchaus ähnliche Ideen vertreten wie diverse linke Räume. Erst als Hinweise von außen auf den rechten Background einer der im Foodsharing-Kern aktiven Person auftauchten, fand diesbezüglich eine Auseinandersetzung unsererseits statt.

last but not least – Queerfront statt Querfront!

Dass sich rechts aktive Personen in zivilgesellschaftliche und offene Plattformen einbringen ist nicht Neues. Umwelt-, Sport- oder Bürger*innen Initiativen und Bewegungen wurden ab den 1930ern gezielt unterwandert, linke und progressive Inhalte von Nationalsozialist*innen angeignet und verwendet um eine größere Reichweite zu bekommen und bestehende antifaschistische Strukturen und Bewegungen zu spalten.

So setzen sich Rechte gegen Atomkraft und für die “heimischen” Wälder ein, betreiben Gnadenhöfe für nichtmenschliche Tiere, schreien “a.c.a.b.” gegen die Polizei oder inzenieren sich als Teile von Friedensbewegungen gegen den “amerikanischen Krieg” (Ein weiterer Grund sich kritisch mit Antisemitismus und Antizionismus in linken/autonomen Strukturen auseinanderzusetzen).
Vergessen wir nicht die Nazi-Esoteriker*innen und antisemitischen Verschwörungstheoretiker*innen, sowie alle die jedes Leiden im Kapitalismus mit der Schuld von einzelnen Sündenböcken zu erklären versuchen.

Durch eine “Querfront” zwischen Linken und Rechten wird so getan als würden sich systematische Probleme einfach überwinden lassen. Als könnte beispielsweise gemeinsam der G8 Gipfel verhindert oder eben Lebensmittel gerettet werden. Autonome Nationalist*innen oder Gruppen wie die Identitären stellen dabei die neuesten Formen dieser gezielten Übernahme von so manchen ästhetischen Merkmalen, Slogans oder Aktionsformen dar. Dabei werden linke Inhalte übernommen, die Bildsprache erinnert an Anti-Faschistische Gruppen und es wird häufig versucht einen jugendlichen Eindruck vorzutäuschen, um einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen.

Wie bei vielen rechtsextremen Ideologien handelt es sich bei den Identitären genauso um das “Natürliche”, “Ursprüngliche”, “Heimatverbundene” – alles Attribute, die möglicherweise auch auf Foodsharing, Foodcoops und ähnliches angelegt werden. Erinnern wir uns an die religiöse Sekte “Universelles Leben” welche vor einiger Zeit in Tierrechts und Tierschutzzusammenhängen Fuß fassen wollte. Insbesondere waren es Lebensmittelproduktion und -handel Publikationen (u.a. “Gut zum Leben”, “Hin zur Natur”), die “Initiative zur Abschaffung der Jagd” und 2002 der sogenannten “Tierrechtskongreß”, mensch höre und staune, in Wien.¹²

DAS HEISST:

Das Bekämpfen von Lebensmittelverschwendung passt in einen Raum wie das Kaleidoskop. Verteilungsgerechitigkeit, Ernährungssouveränität und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen sind für uns relevante politische Themen. Menschen die sich damit auseinandersetzen wollen oder sich mit Veranstaltungen zu dem Thema einbringen wollen sind eingeladen den Raum zu nutzen.

Das Kaleidoskop distanziert sich von Foodsharing – aber nicht weil wir denken es wäre ein rechtes Netzwerk. Wir distanzieren uns, weil wir nicht mitspielen beim Verzeihen und Vergessen, beim ständigen Ignorieren und Akzeptieren von rechtem Gedankengut. Und das erwarten wir auch von Gruppen und Personen, die mit uns oder bei uns aktiv sind. Damit ecken wir an, überall rechts von uns und vor allem in der (bürgerlichen) Mitte der Gesellschaft. Das nehmen wir in Kauf, weil wir lieber versuchen einen Raum zu schaffen in dem gesellschaftlich akzeptierte Unterdrückungsmechanismen keinen Platz haben.

Wenn Foodsharing das nicht will ist das gesellschaftlich LEIDER legitim – für uns ist es das nicht und eine Zusammenarbeit ist deshalb nicht möglich.

Kaleidoskop – 16-03-2014

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Fußnoten:
¹ at.myfoodsharing.org/was-ist
² at.myfoodsharing.org/mach-mit
³ derstandard.at/1360161297049/Fluechtlin…
kaleidoskop.kukuma.org/zur-raumpolitik-…
fm4.orf.at/stories/1707631
www.profil.at/articles/1309/560/353357/…
derstandard.at/1388651148819/Hoechstger…
kuesselskameraden.blogsport.eu
linksunten.indymedia.org/node/86569
www.ots.at/presseaussendung/OTS_2012122…
¹⁰ linksunten.indymedia.org/node/86569
¹¹ kaleidoskop.kukuma.org/infos-fur-verans…
¹² maqi.de/presse/ulgefahr.html

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Web-links zum weiterlesen:

Identitäre:
Naziouting der “Identitären Bewegung” in Wien/Graz! (19.05.2013) linksunten.indymedia.org/node/86569
www.stopptdierechten.at/2012/10/07/die-… (da gibts noch 8 fortsetzungs links)
www.sjoe.at/content/wien/infos/rextrem/…
www.profil.at/articles/1309/560/353357/…
screenshot Video Identititäre Frankreich linksunten.indymedia.org/image/74073.jpg
zu Casa Pound Italia und Identititäre Frankreich linksunten.indymedia.org/en/node/74986
“Rechte vereinnahmen Hardbass” fm4.orf.at/stories/1707634

Querfront: Kopieren als Strategie www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/die…
Vegane Gruppen 2006 Projektwerkstatt – univerelles Leben www.projektwerkstatt.de/ul
Grünes Blatt – www.gruenes-blatt.de/index.php/2007-02:…
“Ich marschiere für die Tiere”: Nazis und Tierschutz www.netz-gegen-nazis.de/artikel/neue-br…
Eso-Nazis, kleine Rehlein und die große Krebslüge www.vice.com/alps/read/eso-nazis-kleine…
Kein Atom im Volkskörper jungle-world.com/artikel/2011/34/43840….

Definition und Kritik am Extremismus Begriff:
ino.blogsport.de/extremismus
www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/…
www.univie.ac.at/unique/uniquecms/?p=1142
inex.blogsport.de/offener-brief-gegen-j…

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Stellungnahme von Foodsharing (18.12.2013 – veröffentlicht via social media)
Da in letzter Zeit einige Aussagen bezüglich Foodsharing als parteipolitische Initiative laut wurden, möchten wir dazu Stellung nehmen: Foodsharing ist eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung, bei der es darum geht den Lebensmitteln ihren ideellen Wert zurückzugeben. Dabei kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Um Missbrauch, wie zum Beispiel gefälschte Anmeldungen, vorzubeugen, erhält jedeR FoodsaverIn persönlich einen Ausweis und bestätigt durch das Vorzeigen eines Ausweises ihre/seine Identität.

Foodsharing ist KEINE parteipolitische Initiative. Wir distanzieren uns von jeglichen Vorwürfen einer politischen Richtung zugehörig zu sein oder eine solche zu unterstützen. Falls diesbezüglich Aussagen getroffen werden, so ist das nicht in unserem Sinne. Bei Unklarheiten oder Fragen wendet euch bitte an: wien.foodsharing@gmail.com Liebe Grüße, euer Foodsharing Team Wien

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Stellungnahme von Foodsharing (02.01.2014 – veröffentlicht via social media)
Wir als Foodsharing lehnen jede Form von Diskriminierung auf Grund von Herkunft, Geschlechtsidentität und Religion ab. Dennoch wurden in letzter Zeit diesbezüglich Vorwürfe gegenüber Foodsharing laut. Unter anderem deshalb, weil bekannt wurde, dass eine bei Foodsharing aktive Person in der Vergangenheit in einer völkisch ausgerichteten Gruppierung aktiv war. Diese Person sagt, dass er/sie keinerlei Kontakte mehr zu dieser Szene hat. Er/sie hat uns schon bevor die Vorwürfe aufgekommen sind, von seiner/ihrer Vergangenheit erzählt und uns berichtet, dass er/sie sich davon selbst distanziert hat. Wir haben uns dazu entschlossen, niemanden auf Grund seiner/ihrer Vergangenheit zu “be- oder gar zu verurteilen”, sondern auf das zu schauen, was die Person im hier und jetzt macht und wie sie/er sich für Foodsharing einsetzt. Wir haben von ihm/ihr bis jetzt keine negative Seite kennen gelernt und er/sie hat uns versichert, dass er/sie mit rechtem Gedankengut nichts zu tun haben möchte und nichts mehr zu tun hat. Die genannte Person hat ihre BotschafterInnenrolle freiwillig aus persönlichen Gründen und zum Schutz von Foodsharing niedergelegt, ist aber weiterhin als „FoodsaverIn“ aktiv. Foodsharing ist eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung, bei der es darum geht den Lebensmitteln ihren ideellen Wert zurückzugeben. Dabei kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Um Missbrauch, wie zum Beispiel gefälschte Anmeldungen, vorzubeugen, erhält jede/jeder FoodsaverIn persönlich einen Ausweis und bestätigt durch das Vorzeigen eines Ausweises ihre/seine Identität. Foodsharing ist KEINE parteipolitische Initiative. Wir distanzieren uns von jeglichen Vorwürfen einer politischen Richtung zugehörig zu sein oder eine solche zu unterstützen. Falls diesbezüglich Aussagen getroffen werden, so ist das nicht in unserem Sinne. Bei Unklarheiten oder Fragen wendet euch bitte an: wien.foodsharing@gmail.com Durch Foodsharing wollen wir Nachdenkprozesse über die Verteilung von Lebensmitteln und den dadurch gesellschaftlich produzierten Reichtum auslösen. Es wird unter anderem aufgezeigt, dass genug für alle da ist. Jeder und jede die/der konstruktiv mitarbeiten möchte ist herzlich Willkommen. Liebe Grüße, euer Foodsharing Team Wien, Foodsharing Team Österreich und Foodsharing Team Deutschland Wien, 02.01.2014

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Distanzierung von Foodsharing von Tüwi, Schenke, KostNixLaden, Kaleidoskop

Distanzierung vom Foodsharing-Netzwerk Wien

Ende November wurde bekannt, dass es sich bei einer Person des Foodsharing-Netzwerkes um eine rechte bzw. ehemals rechte Person
handelt. Diese Person hat sich im Kreise der “Identitären” bewegt und war bei einer deren öffentlichkeitswirksamsten und rassistischsten Aktionen in der Votivkirche dabei, welche die gewaltsame Räumung des Refugee Protests forderte.

Foodsharing bezeichnet sich als Plattform für die geldlose Verteilung von Lebensmitteln, welche sonst weggeworfen werden. Diese Lebensmittel werden über sogenannte “fairteiler”-Kühlschränke zugänglich, welche sich in unterschiedlichen Orten der Stadt und vor allem auch in unterschiedlichen Raumprojekten befinden. Die Schenke, das Tüwi, Das Kaleidoskop und der Kostnixladen gehörten zu diesen Raumprojekten.

Erst drei Wochen nach dem Bekanntwerden, dass sich im Foodsharing-Netzwerk eine rechte Person aufhält, die in der hierarchischen Struktur des Netzwerks in einer entscheidenden Funktion tätig war, und nach mehrfacher Aufforderung von anderen Gruppen, brachte
das Netzwerk zwei dürftige und verfehlte Stellungnahmen heraus!

Anstatt sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu beschäftigen und sich kritisch mit der Präsenz von faschistischem, völkisch-nationalem Gedankengut innerhalb ihres Netzwerkes auseinanderzusetzen und sich davon zu distanzieren bzw. sich dagegen zu positionieren, versuchten sie sich in ihren Stellungnahmen als “unpolitisch” darzustellen (“Foodsharing ist KEINE parteipolitische Initiative”). Abgesehen davon, dass wir nicht verstehen, was das ganze mit “Parteipolitik” zu tun hat, deuten wir das Foodsharing-Statement als Versuch, sich aus der Verantwortung zu ziehen. “Keine” Positionierung ist auch eine Positionierung!

Eine solche Positionierung, welche sich nicht dezidiert von dieser Person und dessen rechten Gedankengut abgrenzt, ebnet rassistischen, diskriminatorischen und völkisch-nationalen Gedanken und Praxen den Weg in hart erkämpfte, emanzipatorische Räume, die versuchen, genau gegen diese faschistischen Strukturen zu arbeiten. Außerdem ist es nichts Neues, dass immer wieder rechte Personen versucht haben, linke Strukturen zu unterwandern, weswegen es falsch und schwierig ist, eine bedingungslose Offenheit gegenüber “allen und allem” zu propagieren.
Naturschutz, Müllvermeidung und Ökologie sind Themen, welche auch von völkisch-national gesinnten Personen in einem regressiven Sinne besetzt werden. Eine Reflexion dieser Zusammenhänge ist für eine Gruppe wie Foodsharing unentbehrlich, um menschenverachtenden Weltanschauungen keine Plattform zu bieten.

Wir wollen uns deswegen vom Foodsharing-Netzwerk distanzieren — nicht weil wir die Idee dahinter ablehnen, sondern wegen der nicht klaren Abgrenzung und der nicht vorhandenen Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Wenn die Person – so wie behauptet wird – tatsächlich einen “politischen Gesinnungswandel” durchlebt hat, fordern wir ein öffentliches Statement von der Person zu ihrer homophoben, nationalistischen und rechtpopulistischen facebook-Postings sowie eine Distanzierung und Stellungnahme zu der Aktion der Identitären in der Votivkirche, an der sie aktiv beteiligt war. Außerdem erwarten wir vom Foodsharing-Netzwerk´eine tiefgreifende kritische Auseinandersetzung mit den Vorkommnissen und deren Konsequenzen!

Die Schenke, Der Kostnixladen, Das Kaleidoskop, Das Tüwi