Generelle Infos

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Kaleido montags und donnerstags offen

das Kaleidoskop macht gerade jeden Montag und Donnerstag auf. Wenn es mal nicht stattfinden sollte, wird es spätestens am Tag selbst ausgeschrieben.

Ganz grundsätzlich ist aber jetzt Montags ab 19Uhr auf. (offen für alle, wenn nicht anders angegeben)

Donnerstags gibt es ab 20Uhr immer das Tekosin Beisl (queers only)

Kaleidoskop macht wieder auf (schon wieder)

—eng below—

Das Kaleidoskop macht wieder auf!

Nach einer coronahaften Winterpause wollen wir nun Montags ab 18 Uhr
wieder für euch da sein und den Raum aufmachen zum Abhängen, Vernetzen,
Austauschen, Feiern und was euch sonst so einfällt! Alle Getränke
natürlich für freie Spende!

Wann? Montag 18uhr
Wo? Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien
Was brauche ich? negativen PCR Test und  gerne veganes Essen

Aufgrund der momentanen Corona Lage möchten wir das ALLE PCR getestet
kommen um die Abende so sicher wie möglich zu gestalten!!

Wir freuen uns auf euch,
Kaleidix Chaos Crew

Kaleidoskop is reopening!

After a winter break caused by the Covid-pandemic, we are happy to
announce that we are now able to open our doors to the public again.
Feel free to come by every Monday at 6pm to hang out, network, exchange,
celebrate or use the space in any way you can think of.
All drink prices are “pay as you can” of course.

When? Monday 6pm
Where? Schönbrunner Straße 91, 1050 Vienna
What should I bring? A negative PCR-test and vegan food (if possible)

Due to the ongoing situation concerning Covid 19, we want EVERYONE
undergo PCR-testing to make the evenings as safe as possible.

We are looking forward to seeing you,
Klaleidix Chaos Crew

We are closed again

Aufgrund der aktuellen Situation werden wir am Montag nicht aufmachen. Sobald sich etwas daran ändert, werden wir es euch wissen lassen.

Because of the current situation we wont be open on monday. If something changes we will let you know.

Das Kaleido ist wieder offen/ Kaleido is open again

++++English below++++

Es gibt wieder regelmäßige Plena und (un)regelmäsige Veranstaltungen

Plena sind wieder an jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat um 18Uhr. Komm gerne vorbei, wenn du dich einbringen willts, ein Event Organiseren möchtest oder uns Kritik, Feedback, vegane Kekse, …, bringen magst.

(unsere) aktuellen Veranstaltungen findest du auf der Website, bei zeit.diebin.at oder auf unserem Twitter Account @KaleidoskopWien

Halte dich bitte an unsere aktuellen Corona- Preventionskonzept (siehe unten)

Die Kaleidix Chaos Crew

++++English++++

Regular plenaries and (in)regular events are happening again.

Plenaries are on every 2nd and 4th Wednesday of the month at 6PM. Feel free to drop by if you want to get involved, organize an event, or bring us critique, feedback, vegan cookies, …

(our) current events you can find on the website, at zeit.diebin.at and/or on our Twitter page @KaleidoskopWien

Please follow our current Corona prevention (see below).

The Kaleidix Chaos Crew

Wie wir mit Corona-Prevention im K tun / How we deal with Corona prevention at the K

++++English below+++++

Wir finden es sehr wichtig, dass ihr einen frischen Corona Test gmacht habts bevor ihr ins Kaleido kommts. Für Menschen die einfach Zugang zu Tests haben: Seids solidarisch und machts bitte wirklich vorher einen Test! Für alle, die sich schwer tun an Tests zu kommen (weil z.b. nicht versichert oder so) versuchen wir immer Tests vor Ort zu haben, damit Leute nicht ausgeschlossen werden.

Am besten finden wir geimpft und kürzlich PCR getestet. Dass sich das aber nicht immer für alle ausgehen wird, verstehen wir. Aber zumindest n Antigen Schnelltest soll es sein, sonst klappts leider nicht mit den indoor Veranstaltungen bei uns.

Wir freuen uns auf euch

die Kaleidix Chaos Crew

PS: da wir nur n recht begrenzten Zugang an gratis Schnelltests haben, freuen wir uns auch über Test Spenden.

++++english+++++

It is very important to us that you come recently tested to Kaleido. For people who have easy access to tests: Be in solidarity with others and really take a covid test before coming to Kaleido! For those who have a hard time getting tests (e.g. because they don’t have insurance or something) we always try to have some on site, so people don’t get excluded because of that.

The best option we consider is vaccinated and recently PCR tested. We understand, that this will not always work out for everyone, though. But at least an antigen rapid test it should be, otherwise it unfortunately does not work with the indoor events at Kaleido.

We look forward to seeing you

the Kaleidix Chaos Crew

PS: since we only have limited access to free rapid tests, we are also happy about donated tests

Statement des aktuellen Kaleido Kollektivs zum Aufarbeitungstext

Hier ein kurzer Text von uns, dem aktuellen Kaleidoskop Kollektiv.

Wer wir sind? Das Kollektiv dass den unten stehenden Text geschrieben hat, existiert in dieser Form nicht mehr. Es ist sehr viel Zeit vergangen und die Menschen, die noch vom alten Kollektiv übrig geblieben sind, haben sich mittlerweile auf verschiedenen Ebenen weiterentwickelt und haben mittlerweile auch nicht mehr dieselben Ansichten zum Vorfall.

Es tut uns Leid, dass damals nicht Unterstützung in annehmbarer Form angeboten wurde. Wir, die Menschen aus dem aktuellen Kollektiv haben uns auch unabhängig von diesem Vorfall mehr mit Antirassismus, Comunity Accountability und intersektionalen Zugängen auseinandergesetzt. Wir versuchen dies, so gut es uns möglich ist, auch in das Kaleidoskop zu tragen. Wir versuchen genauso, wie bei anderen Formen struktureller und institutionalisierter Gewalt, Menschen aktiv zuzuhören und bessere Kompliz:innen für Menschen die von Rassismen betroffen sind zu sein.

Es ist uns wichtig ein kritikfähiger Raum zu sein und wir möchten Personen einladen ihre Kritik mit uns zu teilen. Wir können nur solidarische Communities schaffen, wenn wir Verantwortung für unsere eigenen Handlungen, sowie Verantwortungen in unseren Communities übernehmen.
Das heißt für uns auch, dass wir zwar fehlerfreundlich sind, aber uns auch klar kommunizieren müssen wenn Scheisse passiert, damit Menschen dann Verantwortung übernehmen können, um in weiterer Folge unsere Strategien anpassen zu können. Wir können uns auf verschiedenen Ebenen vorstellen Kritik zu erhalten: Ihr könnt uns eine Email schreiben, ihr könnt uns Audionachrichten auch per Email schicken oder ihr könnt uns schreiben, dass ihr gerne auf unser Plenum kommen möchtet, um Sachen mit uns zu besprechen.

Die Kaleidix Chaos Crew

Unregelmäßige Plena


++++english below++++

In letzter Zeit fanden und finden Plena nicht so regelmäßig statt wie normalerweise. Wir verschieben immer weider mal ein Plenum, lassen es online stattfinden oder es fällt mal aus. Heißt wir werden unseren Anspruch offene Plena zu haben gerade nicht gerecht.
Zugegebenermaßen ist es gerade recht schwierig zu eineim Plenum vom Kaleidoskop zu kommen, wenn eins nicht dierekt mit den Leuten aus dem Kollektiv spricht. Es ist leider gerade nicht möglich einfach spontan zu Plenazeiten vorbei zu schauen und dort sicher wen anzutreffen. Das tut uns leid. Also, wenn du dich gerne einbringen willst, eine Anregung, Kritik oder Kuchen für das Kollektiv hast, ist es sinnvoll uns vorher eine Mail zu schreiben. (kaleidoskop @ riseup . net)
Wir wissen dass das eine Hürde sein kann. Wir können aber leider momentan nichts besseres anbieten.

Jedenfalls Mails lesen wir gerade sehr regelmäßig. Heißt, du kriegst auch sehr wahrscheinlich eine schnelle Rückmeldung dazu. wir freuen uns von euch zu hören.

alles liebe
die Kaleidix Chaos Crew


++++english+++++

Lately, plenaries have not taken place as regularly as they normally do. We keep changing the date of the plenaries or we let it take place online, or it is sometimes cancelled. This means that we are not always living up to our claim of having open plenaries. Admittedly, it is quite difficult to come to a plenary of the Kaleidoskop. Unfortunately, at the moment it’s not possible to just drop by spontaneously at plenary times and be sure to meet someone there. We are sorry about that. So, if you want to get involved, have a suggestion, critic or cake for the collective, it makes sense to write us an email beforehand. (kaleidoskop @ riseup . net) We know that this can be a barrier. But we can’t offer anything better at the moment.
Anyway, we read mails very regularly at the moment. This means that you will most likely get a quick response. we look forward to hearing from you.

all the best
the Kaleidix Chaos Crew
 

Aufarbeitungstext der alten Kaleido Gruppe

Vor kurzem sind wir zufällig darauf aufmerksam gemacht worden, dass einige Menschen sich nicht wohl im Kaleidoskop fühlen bzw. gar nicht erst zu Veranstaltungen vom Kaleidoskop kommen – und zwar auf Grund eines Vorfalls von vor ca 4 Jahren. Insbesondere sind das Poeple of Color, wie uns berichtet wurde. Das hat uns alarmiert und bei manchen den Anlass gegeben, uns mal wieder mit den Unterdrückungsmechanismen in unseren eigenen Zusammenhängen zu beschäftigen. Und uns dazu bewogen, die Geschichte von damals nochmal aufzuarbeiten und dazu Stellung zu beziehen.

Wenn wir “wir” sagen, sind das Einige die damals, als der Vorfall stattgefunden hat, im Kaleidoskop Kollektiv aktiv waren, größtenteils aber nicht mehr sind.
Es gab einen Übergriff von einem weißen cis-Typ (im weitern Text A. genannt) auf eine Person, die von Rassismus und Sexismus betroffen ist (im weitern Text B. genannt), in einem anderen Raum als dem Kaleidoskop, bei dem auch keine im Kaleidoskop aktive Person anwesend war. Weil sich die beiden im Kaleido zum ersten Mal getroffen hatten, gibt es trotzdem einen Kaleidobezug.

Schon als A. und B. sich im Kaleido gesehen haben, gab es eine Diskussion über Privilegien, bei der für B. Partei ergriffen und A. für den Abend rausgehaut wurde.
Als es zu einem späteren Zeitpunkt zu dem Übergriff in einem Beisl von A. auf B. kam, hatte A. aus anderen Gründen schon ein temporäres Hausverbot im Kaleidoskop. Aufgrund des Übergriffs wurde das temporäre Hausverbot auf ein generelles Hausverbot ausgeweitet.

B. hat vom Kaleido die Forderung gestellt, dass wir die Daten von A. herausgeben, um bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Da niemensch von uns die Daten von A. kannte, war uns dies nicht möglich. Von Einzelpersonen wurde kommuniziert, dass sie auch Daten nicht weitergeben würden, wenn sie sie hätten. Jedoch hat eine Person von uns angeboten, B. zur Polizei zu begleiten. B. hat dieses Angebot jedoch abgelehnt und stattessen die Daten (inklusive Telefonnummer!) von der Person, die angeboten hat, B. zu begleiten, ohne Rücksprache der Kiwarei gegeben und ihnen gesagt, sie könnten A., oder zumindest Menschen die A kennen, im Kaleidoskop antreffen. Somit wurden also die Cops in einen anarchistischen Freiraum geschickt.

Zeitgleich hat das eine interne Diskussion ausgelöst, ob mensch Daten an die Cops weitergibt und in welchen Fällen das eine Option ist. Es entstanden temporäre Unsicherheiten und Misstrauen untereinander, welche Informationen eins seinen Verbündeten über sich preisgibt und ein sehr starkes Misstrauen gegenüber B.

Wir haben versucht mit B. nochmals über alles zu reden und zu erklären, warum es überhauptnicht klargeht, unabgesprochen Daten von Freund:innen an irgendwelche Behörden zu geben oder diese in linke Räume zu schicken.
Dieses Gespräch wurde von B. abgeblockt, woraufhin auch B. Hausverbot bekam.

A. zog sich nach dem Vorfall und der daraus folgenden Gerichtsverhandlung ohnehin vollständig aus allen queerfeministischen Zusammenhängen zurück.

Nichts von der Diskussion und den Überlegungen haben wir nach außen kommuniziert, weil wir das schlicht für unpassend hielten. Wir behandelten die Vorfälle wie einen privaten Konflikt zwischen A., B. und Menschen aus dem Kaleidoskop. Wir wollten kein Szenedrama auslösen und auch B nicht zusätzlich schaden. Vielleicht waren auch usere Ansichten nicht einheitlich genug um ein einheitliches Statement zu schreiben. Auch jetzt gibt es noch unterschiedliche Ansichten zum Vorfall.

Wir haben uns zu wenige Gedanken gemacht was für Auswirkungen unsere Nichtkommunikation haben kann.
Im Nachhinein sehen wir, dass das nicht der richtige Umgang war. Dafür entschuldigen wir uns, denn es hat möglicherweise Einzelpersonen und/oder Räume gefährdet. Ein offenerer Umgang hätte statdessen eine Diskussion über den Umgang mit Polizei im Bezug auf Parteilichkeit bei Übergriffen auslösen können.

Wir verurteilen nicht generell alle Leute die zur Polizei gehen, wenn ihnen was passiert. Jedoch wollten und konnten wir das in diesem Fall nicht in diesem Ausmaß unterstuetzen. Vor allem muss es Menschen, die selbst zum Teil traumatische Erlebnisse mit Bullen hatten selbst ueberlassen sein, ob sie jemanden auf diese Art unterstuetzen wollen!
Das war kein Grund für uns, B. Hausverbot zu geben. Jedoch das Weitergeben der Daten von einer unterstützenden Person und des Raumes mit anschließend fehlender Bereitschaft über das Vorgefallene zu reden.

Uns war und ist es sehr wichtig, dass das Kaleidoskop ein Schutzraum ist, für Menschen, die von sexistischer und rassistischer Gewalt betroffen sind, genauso wie für Menschen, die von Repression oder Polizeigewalt betroffen sind – sei es aufgrund politischer Aktivitäten oder der falschen Papiere. Was nicht heißt, dass uns dies immer gelingt. Dafür ist es wichtig, dass wir die Polizei nicht in unseren Raum lassen, genauso wie keine anderen Chauvinisten und diese schon gar nicht selber dort hin holen.

Die Polizei zu holen, kann eine Art von Revenge sein, genauso wie Sachbeschädigung Outingplakate im Umfeld u.ä.
Genauso wie bei anderen Möglichkeiten von Rache und Empowerment wollen und können wir darüber nicht urteilen. Jedoch entscheiden wir in jedem Fall selber, bis zu welchem Grad wir dies aktiv mittragen.
Auch weil A., obgleich wir seine genauen Daten nicht hatten, für uns als Teil einer linken Szene sehr wohl greifbar war, um auf andere Art zu intervenieren, war es für einige von uns klar, das ohne Polizei zu lösen.

Die Polizei ist eine durchwegs rassistische, sexistische und autoritäre Organisation, deren Aufgabe es nicht ist, uns zu beschützen, wie uns in unserer Kindheit oft erzählt wurde, sondern die bestehenden Herrschaftsverhältnisse aufrecht zu erhalten. Jene Herrschaftsverhältnisse, welche wir ablehnen und bekämpfen.
Polizist:innen demütigen und foltern, sie sperren in Gefängnisse ein und schieben ab.
Polizist:innen spähen linke Strukturen aus oder unterwandern sie, um sie zu zerstören.
Die Polizei handelt strukturell und individuell rassistisch, bei unbegründeten Kontrollen, auf der Polizeistation, in Verfahren, im Gefängnis und an den Grenzen.
Das alles passiert nicht nur in irgendwelchen abgehobenen Theorietexten oder weit weg auf der anderen Seite des Atlantic, sondern auch real vor unserer Nase.

Dieser Rassismus innerhalb der Polizei ist auch ein Grund, warum sich Konzepte für einen Umgang mit Problemen ohne Polizei wie Community Accountabillity oder Transfomative Justice aus Black Communities heraus entwickelt haben.
Uns ist klar, dass ein direktes Übernehmen solcher Konzepte nicht immer super funktioniert, doch das heißt für uns nicht, dass wir sie aufgeben und stattdessen die Cops holen. Sondern die Konzepte in unseren Zusammenhängen ausfeilen und verbessern müssen.

Anmeldung zum Anarchistische Sommercamp 28.7.-6.8.2020

Das anarchistische Sommercamp ist ein gemeinschaftlich gestaltetes Camp, das es ermöglichen soll, Menschen die gelebten Anarchismus verfolgen, zusammen zu bringen, sich auszutauschen und über Entwicklungen in der Bewegung zu reflektieren.

Es ist ein Experimentierfeld, das selbstbestimmte, antiautoritäre Theorie und Praxis zusammenführt und die Möglichkeit schafft, Netzwerke aus Solidarität und gegenseitiger Hilfe aufzubauen, sowie Diskriminierungsformen bewusst anzusprechen und abzubauen.

Da es solche Momente/Gelegenheiten noch viel zu selten gibt wollen wir, dass das kommende A-Camp noch vielfältiger, intensiver und kreativer wird. https://www.a-camp.net/

Frauen* als Begriff einmal streichen bitte!

Frauen* als Begriff einmal streichen bitte!

Das Wort Frauen* (mit Sternchen) wird in letzter Zeit immer öfter in
feministischen und besonders in queerfeministischen und anarchistisch –
feministischen Kreisen verwendet und macht uns so richtig wütend! Warum?

…Also entweder hast du damit gemeint, dass der Raum nur für Frauen ist
und das Sternchen macht es ein wenig schicker und politisch korrekter.
Dann ist der Raum aber ein Raum für cis Frauen und im besten Falle für
Trans und Interfrauen, die ein perfektes Passing(1) haben. Es ist also
im Grunde ein Trans, Inter und Genderqueerfeindlicher und
diskriminierender Raum. Das finden wir scheiße, weil der Raum uns als nicht
cis Personen und Feminist_innen ausschließt, obwohl wir genauso wie du
vom Patriarchat betroffen sind.

…oder hast du mit dem Wort Frauen* sagen wollen, dass alle
Genderidentitäten außer cis Männer gemeint sind und das Sternchen ist
dafür da die Kategorie zu erweitern? Dann hast du das nicht ganz
durchdacht. Der inklusive Ausdruck für diese Art von Raumpolitik wäre
Frauen, Inter, Nicht-Binär, Trans, Agender, (FINTA) Raum. Aha zu wenig
Platz auf dem Flyer. Sarkastisch würde ich darauf antworten: Cool, dann
könntest du auch Trans* schreiben statt Frauen* und cis Frauen
mitmeinen? Stimmt, geht nicht, weil in deinem Kopf Frauen* eine
Überkategorie ist, wo scheinbar alle Trans, Inter und Genderqueeren
Menschen ein Teil davon sind, und hier liegt das Problem. Der Begriff
Frauen* ist diskriminierend gegenüber allen Menschen die sich nicht als
Frauen identifizieren, aber in diesem Fall eingeladen sind. Wir sind
nicht cis (und auch keine Frauen) und haben es so oder so satt
mitgemeint zu werden. So satt wie du es vielleicht hast, dass die
männliche Form dich als Frau auch mitmeint – und darüber sind wir
eigentlich hinweg, oder?

Am einfachsten ist es meiner Meinung nach eh, zu schreiben, Raum ohne
cis Männer oder Raum für FINTA Personen.

Dann ist klar, wer nicht willkommen ist und der Rest muss nicht in ein
Schema gepresst werden. Trans Frauen brauchen übrigens kein Sternchen
hinter Frauen, sie sind einfach Frauen.

Das Wort Frauen* führt dazu, dass sich Trans, Inter, Nicht-Binäre,
Agender, und/oder Genderqueere Menschen explizit ausgeladen fühlen und
ist eine diskriminierende Praxis gegenüber Menschen, die vom Patriarchat
negativ betroffen sind. Im besten Fall fragen wir nach, ob du das
vielleicht nicht so gemeint hast, meistens kommen wir einfach nicht.
Besonders dann nicht, wenn wir kein, eher oder ganz weibliches Passing
haben oder haben wollen. Also bitte die Verwendung von Frauen* für Räume
und Events ohne cis Männer einmal komplett streichen, außer du möchtest
wirklich nur, dass cis Frauen kommen. Dann wissen wir aber wenigstens
klar, dass wir ausgeschlossen sind und auch dafür sind wir dankbar, weil
wir möchten nicht Teil von Räumen sein, die nicht Inter- und
Queerfreundlich sind!

Solidarity and Rage

PS:Solltest du mit Frauen* (z.B. in einem Text) sagen wollen, dass
Frauen eine sozial konstruierte und/oder politische Kategorie ist, dann
mag das in sehr seltenen Fällen Sinn machen, sei dir aber bewusst, dass
du, wenn du nur von Männer* und Frauen* redest, alle Menschen, die sich
nicht binär, also im zwei geschlechtlichen System, verorten, einfach
völlig unsichtbar machst. Dass das nicht cool ist, ist glaub ich
selbsterklärend.

(1)Passing (von englisch to pass for/as, als jmd.
durchgehen/bestehen/gelten, sich als jmd. ausgeben) bezeichnet
hinsichtlich der Geschlechtsidentität die Fähigkeit einer Person, als
Mitglied desjenigen Geschlechts akzeptiert oder eingeschätzt zu werden,
mit dem sie sich identifiziert.

 

https://emrawi.org/?Frauen-als-Begriff-einmal-streichen-bitte-515