Generelle Infos

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Aktuelle Veranstaltungen

TI*N* QAKE 14.12.2019

KINO Sonntag näxter am 15.12.

KÜFA: jeden 1. & 3. Mittwoch im Monat

PLENUM: jeden 2. & 4. Mittwoch im Monat

Über den stattgefundenen Ausschluss im Kaleido-Kollektiv

                                     
Vor wenigen Monaten wurde eine langjährig im Kaleidoskop aktive Person (X) gebeten, das Kollektiv zu verlassen. X wurde aufgefordert, den Schlüssel abzugeben und sich vorerst aus organisatorischen Angelegenheiten (z.B. Plena) sowie Aufgaben, die Verantwortung im Kollektiv beinhalten, herauszuhalten. Die damalige Ansage lautete, dass X das Kaleidoskop jederzeit besuchen kann, ein Hausverbot wurde nicht ausgesprochen. Aber auch, dass X einiges aufarbeiten und das eigene Verhalten unbedingt ändern sollte.
Normalerweise hätten wir diese Geschichte nicht publik gemacht, um weder X in Verruf, noch betroffene Personen in Schwierigkeiten zu bringen. Allerdings haben wir mittlerweile mitgekriegt, dass X überall in der Szene eine eigene Version herumerzählt, wie es denn zu diesem Ausschluss gekommen sein soll. Im Namen des Kollektivs und insbesondere auch der Betroffenen, deren Namen teilweise von X überall herumerzählt worden sind, fühlen wir uns gezwungen, eine Richtigstellung zu verfassen.
X ist schon seit Jahren beim Kaleidoskop dabei gewesen, mit einigen von uns auch gut befreundet. In den vergangenen Jahren gab es vermehrt Übergriffe von X auf mindestens 2 Menschen, die diese an andere Leute aus dem Kaleidoskop herantrugen. Beide Male wurde die ausdrückliche Bitte ausgesprochen, mit X nicht als Kollektiv darüber zu sprechen. Die Betroffenen wollten X nicht in Schwierigkeiten bringen, sondern das lieber selbst klären.
Eine der betroffenen Menschen hat das Kaleidoskop verlassen, wobei die Situation mit X eine große Rolle gespielt hat. X selbst behauptet mittlerweile, dass X sich an die damalige Zeit (und das übergriffige Verhalten) überhaupt nicht mehr erinnern könne. Es ist damals aber sehr viel Gesprächs- und Erklärungsarbeit von der Betroffenen und Unterstützer*innen geleistet worden, weshalb diese Erklärung keinen Sinn ergibt.
In den letzten Jahren waren sich X und eine andere (später) Betroffene für einige Zeit sehr nahe. Auch dieser Mensch sprach mit anderen aus dem Kollektiv darüber, dass X deutlich gezogene Grenzen nicht beachtetet und überschreitet.
Gespräche mit X gab es seit langer Zeit immer und immer wieder, sowohl von Betroffenen, als auch von solidarischen Menschen die von X Verhalten wussten.
Während all dieser Zeit sind zwischenzeitlich fast ein dutzend Menschen neu ins Kollektiv gekommen, die Betroffenen mit eingeschlossen.
X hat bei allen von X als weiblich gelesen Menschen, wann immer neue dazu kamen, durchblicken lassen, dass X auf sie steht. Manche sind darauf eingegangen, andere haben X gesagt dass sie kein Interesse haben. Aber über mehrere Jahre hinweg fing es an aufzufallen, dass es ein sich immer wieder wiederholendes Muster darstellt, dass neue weiblich gelesene Menschen im Kaleidoskop alle früher oder später von X angemacht werden/etwas mit X haben oder anfangen. Unbhängig davon ob Menschen eine nähre Beziehung zu X eingegangen sind oder nicht, sind viele davon früher oder später emotional von X unter Druck gesetzt worden. Es geht uns nicht darum, dass “sich mehrere Menschen aufreißen” automatisch problematisch ist. Sonderen einerseits das Muster, dass es sich um jede einzelne neue, von X als weiblich gelesenen Person handelt. Und andererseits auch um das ganze Drumherum, also wie das passiert und dass im Zuge dessen sehr viel emotionale sowie körperliche Übergriffigikeit von Seiten von X passiert sind.
Dass das in eine komische Dynamik in ein queerfeministisches Kollektiv bringt, kann mensch sich wohl vorstellen. Über die Zeit hinweg hat X auch aus unterschiedlichsten Gründen immer wieder Vorwürfe wegen mackrigem (also männlich sozialisiert-dominantem) Verhalten gekriegt. Bisweilen reagierte X für eine Zeit darauf und änderte das eigene Verhalten, nur um dann dieselben Dinge einige Wochen später zu wiederholen. Oftmals erinnerte sich X wenige Tage später angeblich schon nicht mehr daran, woüber genau gesprochen wurde.
Nach den übergriffigen Vorfällen und unterschiedlichen Zusammenstößen über Mackrigkeit ist X aus genau diesem Grund (sich an verbale Äußerungen scheinbar nicht mehr erinnern zu können) damals ein Brief geschrieben worden, unter anderem mit dem Inhalt, dass X Verhalten reflektieren muss, weil X sonst eine Gefahr für die Menschen im direkten Umfeld darstellt und Menschen dann vor X gewarnt werden müssten.
Leider hat sich trotz aller Bemühungen und Erklärungsversuche nicht wirklich etwas geändert. 
Es wurde wieder und wieder Kritik von Menschen aus dem Kollektiv an X geübt, die schnell vergessen war. Und weiterhin bestand das Muster, dass neue von X als weiblich gelesene Menschen im Kollektiv mit X konfrontiert sind, bis zu dem Punkt, wo sich einige aus dem Kollektiv (in Verbindung mit den vorhergehenden Übergiffen) so fühlten, als müssten sie Menschen die neu ins Kollektiv kamen davor warnen.
Schließlich wurde bei einem Wochenende, an dem sich alle trafen um über Gruppendynamiken zu diskutieren, entschieden, X vorerst aus dem Kollektiv auszuschließen.
Drei unterschiedliche Menschen aus dem Kollektiv haben sich damals jeweils einzeln lange mit X zusammengesetzt und ausführlich versucht zu vermitteln, worum es geht.
Dass es gerade nicht um eine einzelne Situation geht, sondern um immer wiederkehrende Muster mit von X als weiblich gelesenen Personen. 
Dass es nicht um einen einzelnen übergriffigen Vorfall geht, sondern um die Kontinuität dieser Geschichten (die noch weiter zurückreichen als die hier beschriebene Zeit). 
Dass es zudem nicht nur körperliche, sondern auch psychische und emotionale Grenzen gibt, die X immer wieder überschritten hat und überschreitet. 
So sind wir damals auseinander gegangen.
Nun ist es damit nicht zu Ende. Überall aus der Szene kommen Freund*innen auf uns zu und fragen, was das für eine seltsame Geschichte mit X gewesen sei. X, wäre angeblich ohne jede schlüssige Erklärung, ohne Grund aus dem Kaleidoskop Kollektiv geflogen. (X kann sich, darauf angesprochen angeblich nicht mehr erinnern, dass mit X irgendetwas gehaltvolles beredet worden ist.) 
Betroffene wurden zum Teil von Leuten die sie kaum kannten bedrängt sich doch mit X zu vertragen. Fremde Menschen kennen ihren Namen im Bezug auf die Geschichte.
Überhaupt streut das ganze große Wellen durch die Szene, denn X erzählt anscheinend zu jeder Gelegenheit jeder Person, was X da angeblich Schlimmes widerfahren wäre
Das alles zum Ärger der Menschen, die über Stunden, Tage, Jahre versucht haben, X zu erklären warum und in welche Richtung X das eigene Verhalten ändern sollte
Und zum Schaden von Betroffenen, die sich ausdrücklich Abstand von X gewünscht haben, nur um nun permanent damit konfrontiert zu sein. 
Uns reicht es! Wenn eine Veröffentlichung der einzige Weg ist, diese Situation zu entschärfen, dann muss sie eben sein.

Ein lauter Ruf nach Unterstützung

Liebe Leute,

die letzte Info über die aktuelle Situation vom Kaleido ist ja jetzt schon eine Weile her.

In der Zwischenzeit haben uns einige Gruppen, Einzelpersonen und Räume auf verschiedenste Weise unterstützt und Unterstützung angeboten.
Das fühlt sich richtig gut an und hat uns Energie gegeben mit dem Raum weiter zu machen!
Fettes Danke allen dafür!
Das ist echt cool! 🙂

Trotzdem können leider derzeit noch immer keine Veranstaltungen bei uns stattfinden die lauter sind als Gesprächslautstärke.
Das Geld das wir durch Soli Veranstaltungen reinbekommen reicht gerade mal knapp für die Miete – nicht aber für Betriebskosten und leider nicht einmal annähernd um die geplanten Schalldämmungsmaßnahmen umzusetzen.

Das hat zur Folge, dass im Raum leider seit Monaten so gut wie keine Veranstaltungen mehr stattfinden konnten.
Das ist nicht nur richtig scheiße, sondern auch sehr zermürbend.
Das Soli Events organisieren, das ständige Geld schnorren, Bürokratieshit erledigen, und alles was sonst noch anfällt, frisst Unmengen an Energie.

So viel Energie, dass manche aus dem Kollektiv diese nicht mehr aufbringen können.
Die, die noch Ressourcen haben um den Raum wieder für den Trommelkurs, Konzerte, Partys und andere “laute” Events verwendbar zu machen, schaffen das aber leider auch nicht “alleine”.

*Daher nochmal ein lauter Ruf nach Unterstützung:*

Am 10.07.2019 um 18:00Uhr findet im Kaleidoskop (Schönbrunnerstraße 91) ein Treffen statt, zu dem alle eingeladen sind, die das Kaleido gerne unterstüzten wollen, sich vorstellen können sich lang- oder kurzfirstig auf irgendeine Art einzubringen, Teil des Teams werden möchten, oder sonst irgendwelche hilfreichen Sachen machen können.
Du brauchst dafür nicht irgendwelche besonderen Fähigkeiten.
Hauptsächlich geht es darum, Motivation und Energie mitzubringen.
Wenn du an dem Tag nicht kannst, uns aber gerne irgendwie unterstützen möchtest, meld dich jederzeit per Mail unter kaleidoskop(ät)riseup.net

Auch über Sachspenden freuen wir uns sehr – dazu gibt es unten eine Liste.

Über was wir uns auch sehr freuen sind Veranstaltungen und Treffen ohne Musik oder anderen “Lärm”.
Filme können gezeigt werden.
Wir fänden es schön und wünschen uns dass der Raum wieder belebter wird.
Also vielleicht hast du ja Lust ein leises Event bei uns stattfinden zu lassen.

Wir sind nach wie vor sehr dankbar für jede Art der Unterstützung, und wollen nochmal betonen dass die bisherige Unterstützung wirklich toll war!

Kämpferische Grüße!

PS: Um dem finanziellen Stress ein bisschen entgegenzuwirken haben wir auch ein alternatives Finanzierungskonzept ins Leben gerufen. Wenn du uns finanziell unterstützen willst lies gerne diesen Text und hilf uns auf diese Weise: https://kaleidoskop.kukuma.org/das-waer-ja-schon-die-halbe-miete/

__________

Hier die Liste für Sachspenden (für unser Schallschutzkonzept):

_Das sind unsere Idealvorstellungen. es muss nicht ganz genau das sein._

– Feuerschutz Gipskarton Platten 37 Stück 12,5 mm x 1250 mm x 2000 mm
– Steher für Wände 20 Stück Fichte rau 48 mm x 78 mm x 3000 mm
– Steher für Ecken 8 48 mm x 48 mm x 3000 mm
– Balken Gerüst Boden und Decke Rand 15 stück 48 mm x 48 mm x 4000 mm
– Balken für Decke 5 Stück 48 mm x 78 mm x 4000 mm
– Bretter für Decke 20 Stück 19 mm x 74 mm x 2000 mm
– Balken für Deckenschrägen 5 Stück 48 mm x 78 mm x 3000 mm rau
– Bretter für Wände stabilisieren 16 Stück 3seitig gehobelt 20 mm x 95 mm x 2500 mm
– Steinwolle für die Decke 13 Stück 1000 mm x 2000 mm x 240 mm
– Steinwolle für Wände 14 Stück 3,75 m² stärke 80 mm
– Winkel für Balken und Steher 14 Stück 60mm x 60 mm x 40 mm
– Schrauben 4mm x 45mm 26 Stück
– Dichtungsband 6 stück 70mm, 10 Laufmeter
– Stoff für eine Beamer Leinwand

– Gipskarton Platten 8 Stück 9,5 mm x 600 mm x 2600 mm
– Steinwolle 6 Stück 1000 mm x 2000 mm x 240 mm
– Balken 2 Stück Fichte rau 48 mm x 78 mm x 4000 mm
– Balken 7 Stück rau 48 mm x 78 mm x 3000 mm
– Winkel 3 Stück 60mm x 60 mm x 40 mm

Wie gesagt, es muss nicht genau das sein – aber wenn du irgendetwas davon hast, bring es gerne vorbei.
Gib aber bitte unbedingt vorher Bescheid wann und was genau du bringen magst. kaleidoskop(ät)riseup.net

 

Liebig 34 Verteidigen!

+++english and other languages in the link+++

Senat und Padovicz wollen Liebig34 räumen lassen

Wie die meisten sicher schon wissen, ist Ende des Jahres 2018 der Pachtvertrag der Liebig 34 mit dem Immobilienspekulanten Padovicz, dem in Berlin mehr als 2.000 Objekte gehören, ausgelaufen. Seitdem leben wir ohne Vertrag aber nach wie vor glücklich und zufrieden in der Liebig34, lieben unser Haus wie eh und je und sind zu allen Schandtaten bereit es mit euch verteidigen. Padovicz und der Senat werden uns hier nicht rauskriegen, denn das ist unser Haus!
Heute wollen wir euch über unsere aktuelle Situation inormieren.

Was bisher geschah:

Vor knapp einem Jahr, im April 2018, adressierten wir einen Brief an unseren Hauseigentümer GijoraPadovicz, in dem wir unser Interesse mitteilten, auch nach 2018 „legal“ in unserem Haus bleiben zu wollen. Eine Reaktion blieb aus. Im Sommer lud uns Baustadtrat Florian Schmidt zu einem Gespräch ein. Nach langen hausinternen Diskussionen lehnten wir dies als Liebig34 Kollektiv ab. Zu wenigwas wir uns davon erhofften, zu viel was wir von unseren Überzeugungen hätten ablegen müssen. Dennoch war die Neugier, das Interesse an Informationsgewinnung trotz aller Bedenken und diebestehende Hoffnung bei Menschen nicht zu verleugnen, sodass sich interessierte Einzelpersonen aus der Liebig34 in Absprache mit dem Kollektiv mit Florian Schmidt trafen. Hierbei bot jener uns an, ein Treffen mit Padovicz zu organisieren, wozu wir als Kollektiv zähneknirschend zustimmten, um Informationen von ihm selbst zu erhalten.
Im September demonstrierten Tausende für den Erhalt der Liebig34 und gegenGentrifizierung. Zeitgleich wurde eine Wohnung im Weidenweg 63, einem seit Jahren leer stehenden Padovicz Haus in unmittelbarer Nachbarschaft, besetzt.Im gleichen Zeitraum wurde ein erstes Treffen mit Gijora Padovicz von ihm abgesagt, aber im Oktober 2018 nachgeholt. Padovicz betonte bei diesem Treffen, dass er froh sei,wenn er uns los sei und uns räumen lassen möchte. Weiterhin warf er uns vor, eine Hetzkampagne gegen ihn zu führen. Ergebnislos beendeten wir das Gespräch.Im November reichte der Anwalt von Padovicz, Ferdinand Wrobel (welcher laut der Kanzleihomepage „insbesondere Vermieter,Grundstückseigentümer und Hausverwaltungen vertritt“ aus der Kanzlei LASCAR am Kurfürstendamm) bei Gericht die Räumungsklage ein.

Aktuelles:

Der Bezirk, in Persona Florian Schmidt, versucht seitdem das offensichtliche Risiko der Eskalation zu minimieren und die Situation zu befrieden. Laut ihm wolle man die Situation im Friedrichshainer Nordkiez nicht eskalieren lassen und bemühe sich im stillen Kämmerchen -ohne uns als Kollektiv einzubeziehen- mit Padovicz auf eine Einigung hin zu arbeiten, die ihn und uns zufriedenstellt. Dazu sollten wir natürlich die Füße still halten. Im Dezember wurde uns mitgeteilt, es gäbe Bemühungen bis Ende Februar ein Ersatzgrundstück für Padovicz im Austausch für die Liebigstraße 34 zu finden, sodass das Liebig34 Kollektiv bleiben könnte. Dem wurde vermutlich nie nachgegangen. Stattdessen diskutiert der Senat bereits heimlich darüber, wie wir schnellstmöglichst geräumt werden können, um negative Imageauswikungen für die kommenden Wahlen zu vermeiden. Politik und Eigentümer wollen uns räumen lassen und auf juristischer Ebene liegt die Klage bei Gericht vor. Diese wird vermutlich innerhalb der nächsten Monate verhandelt und entschieden werden. Wir sind nicht mit dem Status quo, mit Hierarchien, den sogenannten „Rechtsstaat“ und staatlicher Kontrolle einverstanden. Daher werden wir uns nicht mit einer „rechtlichen“ oder „politischen“ Entscheidung zufrieden stellen lassen! Wir sind wütend darüber, dass Wohnraum als Ware gehandelt wird unddass mit ihm spekuliert wird, darüber, dass Menschen in die Vereinzelung gezwungen werden, darüber, dass wir mehr Lohnarbeiten sollen, um uns überhaupt noch ein Dach über dem Kopf leisten zu können, darüber, dass die, die über das Kapital verfügen so auch über das Leben anderer verfügen können und darin auch noch vom Staat geschützt und bestärkt werden. Wir wollen nicht nur unseren eigenen Arsch retten während die Stadt, die wir lieben, ausverkauft wird, gegen den Willen der Menschen, die darin leben, sie gestalten und welche flächendeckend unter Gentrifizierung und Verdrängung leiden.
Geisel, Schmidt und Padovicz sitzen an einem Tisch. Nicht mit dabei sind die dirty Queerfeminist*innen, um deren Haus es geht. Ein Eigentümer, dem die halbe Stadt gehört und zwei Politiker, drei hochrangige cis-Typen, die über die Zukunft eines queer-feministischen Hauses verhandeln, als würde es ihnen gehören und nicht uns, den Menschen, die darin wohnen und die es nutzen. Doch wir werden bleiben und kämpfen, egal wie deren Machtspiele verlaufen.Denn die Frage wie viele cis-Typen es braucht, um über die Zukunft eines queer-feministischen Hausprojekts zu entscheiden ist schnell beantwortet: keinen einzigen!

Was wir wollen:

Wir fordern, dass Padovicz uns Bewohner*innen das Haus unentgeltlich überlässt. In den letzten zehn Jahren haben wir mehr als genug für das Haus bezahlt, es instand gehalten und alles in ihm und um es herum organisiert. Padovicz hat 2008 den Bewohner*innen der Liebig34 das Haus weggekauft und lediglich einen Pachtvertrag ausgegeben, um -vermutlich wissentlich- Mietrecht für Wohnraum zu unterwandern. Inzwischen hat das Objekt durch die Aufwertung des Kiezes deutlich an Wert gewonnen. Wie praktisch für ihn, der doch in den letzten zehn Jahren keinen Cent investiert und keinen Finger krumm gemacht hat. Für Padovicz ist unser Haus nur eine weitere möglicherweise gewinnbringende Immobilie. Für uns ist es ein Schutzraum gegen die Zumutungen des Patriarchats und des Kapitalismus. Ein Ort an dem wir versuchen Alternativen zu diesen Herrschaftsformen zu leben jenseits des cis-sexistischen Alltags und des Normalzustands von Ausbeutung und Hierarchie. Ein Ort an dem unser Herz hängt. Ein Ort des Widerstands.

Wir fordern die Enteignung aller Immobilienspekulant*innen! Wir fordern die Übertragung des Hauses Liebigstraße 34 an die Bewohner*innen!
Wir fordern den Erhalt aller bedrohten Objekte, denn es kann nur eine gemeinsame Lösung geben!
Wir fordern wir die Abschaffung der sogenannten Berliner Linie!

Wir Bleiben Alle. Gegen Patriarchat, Eigentum und Ausbeutung.
Für eine befreite, solidarische Gesellschaft! Das Kollektiv der Liebig34

Zur aktuellen Situation bei uns im Kaleido

Über uns ist ein neuer  Mieter eingezogen, der uns zugesichert hat, jedes Mal die Polizei zu rufen, sollte er sich durch uns gestört fühlen (mit anderen Worten bei nahezu jedem Event jeglicher Art).
Wir haben versucht mit ihm in einem Dialog zu treten, ihm angeboten noch
weiterführende Schallschutzmaßnahmen (neben denen, die längst bestehen)
einzuleiten, aber er möchte mit uns nichts zu tun haben. Er spricht
weiterhin nahezu ausschließlich mit der Polizei oder über die
Hausverwaltung mit uns. Dementsprechend ist eine normale Organisation
von Veranstaltungen bei uns derzeit unmöglich. Wir haben derzeit also
ALLE unsere Events abgesagt die irgendwie “Lärm” verursachen könnten.
Haupsächlich haben wir uns dafür entschieden, weil die Hausverwaltung
uns folgendes kommuniziet hat: “Sollte die Lärmbelästigung nicht
umgehend eingestellt werden, erklären wir bereits jetzt im Namen des
Bestandgebers die Auflösung des Mietvertrages gemäß §1118 ABGB. In
diesem Fall sind wir bereits jetzt beauftragt, die Räumungsklage bei
Gericht einzubringen”.
Wie ihr euch vermutlich vorstellen könnt ist das alles auf mehreren
Ebenen extrem belastend und zach. Nicht zuletzt deshalb, weil so auch
keine Kohle mehr rein kommt um die laufenden Kosten (Miete, Strom,
Internet…) zu decken.
Außerdem basteln wir gerade daran den Raum so schalldicht wie möglch zu
bekommen (was auch nochmal sau viel Kohle kostet und andere Ressourcen
frisst).

Einerseits komunizieren wir das um Informationen zu über die Lage vom
Kaleidoskop zu teilen. Andererseits freuen wir uns sehr über
Unterstützung jeglicher Art. (eine Person aus dem Kollektiv hat
versprochen Kuchen zu backen für Menschen die uns unterstützen 😉 ) Hier
eine unvollständige Liste mit Zeux wie Unterstützung aussehen könnt.

Wir freuen uns über:

-Soli-events und oder die Möglichkeit in anderen Räumen selber
welche zu veranstalten
– Spenden für die Miete und Baumaßnahmen
-Leute die sich mit Mietrechtszeug auskennenm, uns beraten bei
Behördenberatung mitkommen…
-Unterstützung bei der Schalldämmung
-alle Leute die sich irgendwie einbringen

Wenn du gerne hlefen magst, aber dir unsicher bist wie, kontaktiere uns
gerne. Oder komm vorbei beim offennen Koordinationstreffen

Solidarität mit den Kölner Autonomen (Wohn)räumen:

Das Autonome Zentrum soll durch Rollrasen ersetzt werden, die Wagenplätze sind von Bebauung bedroht – das sind für uns zwei Seiten derselben Medaille. Hier sollen soziokulturelle Freiräume zugunsten wirtschaftlicher Interessen aus Köln verdrängt werden. Die Stadt hat sich lange genug aus der Verantwortung gezogen. Deshalb wurde das Stadthaus Deutz (Köln) besetzt.

Hier der Artikel dazu vom AZ Köln

Stadthaus Deutz besetzt

Die Stimmung war gut: Aktivist*innen dekorierten die Eingangshalle des Stadthauses mit Transparenten.

Am Donnerstag um 13 Uhr besetzten Sympathisant*innen des Wagenplatzes und des Autonomen Zentrums das Stadthaus Deutz. Mit Sofas, Teppichen, Schlafsäcken und Zelten sowie einer mobilen Suppenküche und Soundanlage ließen sich 120 Personen in der Eingangshalle nieder. Kletteraktivist*innen seilten sich an der Gebäudefront ab und entrollten ein zehn Meter langes Transparent mit der Aufschrift „Wagenplätze und AZ bleiben“. Dazu hängten mehrere Menschen auf der Dachterrasse weitere Transparente auf und ließen bunten Rauch aufsteigen. Im Büro von Detlef Fritz, dem Leiter des Liegenschaftsamtes, und Markus Greitemann, dem Baudezernenten der Stadt Köln, verteilten Aktivist*innen Konfetti, Luftschlangen und Flyer.

Eine davon ist Luisa Richter vom Wagenplatz „Wem gehört die Welt“. Sie erklärt: „Wir haben das Gebäude besetzt, weil wir es satthaben, nicht zu wissen, wie es mit unserem Wagenplatz weiter geht. Wenn wir dort vertrieben werden, haben wir kein Zuhause mehr. Wir werden uns aber nicht einfach in Luft auflösen. Damit die Stadt das endlich begreift, schlagen wir unsere Zelte hier auf – wir sind gekommen, um zu bleiben.“

Derweil spielten die Anwesenden in der Eingangshalle friedlich Tischtennis und Gesellschaftsspiele, hielten Ansprachen über Megaphon. Sie erklärten sich solidarisch mit den Aktivist*innen in den Büros, an der Fassade und auf dem Dach. Sabrina Purple, eine Nutzerin des Autonomen Zentrums, macht deutlich: „Wir fordern, dass alle Kölner Wagenplätze und das Autonome Zentrum genau da bleiben, wo sie sind. Das Autonome Zentrum soll durch Rollrasen ersetzt werden, die Wagenplätze sind von Bebauung bedroht – das sind für uns zwei Seiten derselben Medaille. Hier sollen soziokulturelle Freiräume zugunsten wirtschaftlicher Interessen aus Köln verdrängt werden.“ Die Stadt habe sich lange genug aus der Verantwortung gezogen. Heute würden die Aktivist*innen bleiben, bis sie ihre Forderungen erfüllt sehen.

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses rabAZ

Köln, 31.01.2019

PM: Stadthaus Deutz besetzt

Prag: Klinika soll geräumt werden

praha social center klinika

Prag: Wir müssen die Klinika verteidigen, die am 10. Januar geräumt werden soll!
Appell an diejenigen, die dem Schicksal dieses Ortes nicht gleichgültig gegenüberstehen. Solidarität mit der Klinika!

Trotz der vielversprechenden Verhandlungen mit der SŽDC (Eisenbahnverwaltung) über die Zukunft der Klinika, hat die Polizei die Räumung des Sozialen Zentrums beschlossen. Im Herbst, als die neue Direktion der SŽDC mit der Aufnahme von Verhandlungen begann,  begrüssten wir diese Initiative und trafen uns in besonderer Weise, um das Sozialzentrum zu erhalten und die Zukunft des Hauses zur gegenseitigen Zufriedenheit zu gestalten. Dennoch hat der Staat beschlossen, uns mit Gewalt rauszuwerfen. Die Räumung der Klinika macht aufgrund der laufenden Verhandlungen keinen Sinn, die SŽDC will das Gebäude nicht einmal abreißen. Die Vertreibung würde nur zu einem weiteren leeren und verfallenen Haus führen.

Wir schließen die Möglichkeit weiterer Verhandlungen nicht aus, aber wir wollen nicht tolerieren, dass der Staat versucht, die Situation durch Gewalt und Gewaltanwendung zu lösen. Die Entscheidung des Gerichts verpflichtet die SŽDC nämlich nicht zur Durchführung der Räumung. Dies ist eine politische Entscheidung, die offensichtlich unter dem Druck der Polizei getroffen wurde. Die Räumung findet am 10. Januar 2019 statt. Deshalb rufen wir für diesen Morgen zu einem Solidaritätsfrühstück auf, eine Protestkundgebung in der Klinika. Wir werden die Klinika wie bisher gegen die Räumung verteidigen.

Klinika
Jeseniova 60
Praha 3

klinika [at] 451 [point] cz

https://squ.at/r/3ll
https://451.cz/klinika/

 

Braňme Kliniku před vyklizením!

Na 10.1. svoláváme všechny, kterým není osud domu lhostejný.

Navzdory slibně probíhajícím jednáním o řešení budoucnosti Kliniky se nás SŽDC pod tlakem policie rozhodla vyklidit. Když s námi nové vedení SŽDC na podzim začalo otevřeně jednat, přivítali jsme tuto možnost a přišli jsme společně na konkrétní způsob, jak sociální centrum zachovat a vyřešit budoucnost domu k oboustranné spokojenosti. Přesto se úřad rozhodl nás pomocí exekutora násilím vyklidit. Vyklizení Kliniky nedává smysl, protože se během jednání ukázalo, že SŽDC dům nepotřebuje a dokonce hrozí jeho demolicí. Vyklizením Kliniky by tak vznikl jen další prázdný a chátrající dům.

Nezahazujeme možnost dalšího jednání, ale nechceme se smířit s tím, že se úřad snaží vyřešit situaci násilím a demonstrací síly. Rozhodnutí soudu totiž nenutí SŽDC provést exekuci. Toto rozhodnutí je rozhodnutím politickým, údajně dokonce pod nátlakem policie. Exekuce má proběhnout 10.1.2019 – proto na ráno tohoto dne svoláváme do domu protestní setkání a společnou snídani. Kliniku budeme před vyklizením bránit jako už tolikrát předtím. Vytrvejte v solidaritě s Klinikou!

Detaily upřesníme, sledujte sítě a nároží.

https://klinika.451.cz/2018/12/branme-kliniku/

 

 

Prague (République Tchèque): Nous devons défendre Klinika, expulsable le 10 janvier!

Appel à celles et ceux qui ne sont pas indifférent.e.s au sort de ce lieu.

Malgré les négociations prometteuses en cours sur l’avenir de Klinika avec la SŽDC (l’administration ferroviaire), la police a décidé de l’expulser. A l’automne, lorsque la nouvelle direction de la SŽDC a commencé à ouvrir les négociations, nous avons salué cette initiative et nous nous sommes réunis d’une manière spécifique pour préserver le centre social et pour résoudre l’avenir de la maison à une satisfaction mutuelle. Néanmoins, l’État a décidé de recourir à la violence pour nous mettre à la porte. L’expulsion de Klinika n’a pas de sens à cause des négociations en cours, la SŽDC ne veut même pas démolir le bâtiment. L’expulsion ne ferait que conduire à une autre maison vide et délabrée.

Nous n’excluons pas la possibilité d’autres négociations, mais nous ne voulons pas tolérer le fait que l’État tente de résoudre la situation par la violence et une démonstration de force. En effet, la décision du tribunal n’oblige pas le SŽDC à procéder à une expulsion. Il s’agit d’une décision politique, apparemment prise sous la pression de la police. L’expulsion aura lieu le 10 janvier 2019. C’est pourquoi, tôt ce matin-là, nous appelons à un petit déjeuner de solidarité, un rassemblement de protestation à Klinika. Nous défendrons Klinika d’une expulsion comme auparavant. Montrez votre solidarité à Klinika.

Pour plus de détails, gardez un œil sur votre réseau et sur le coin de la rue.

Klinika
Jeseniova 60
Prague, République Tchèque
klinika [at] 451 [point] cz
https://squ.at/r/3ll
https://451.cz/klinika/
https://fr.squat.net/2018/12/21/prague-nous-devons-defendre-klinika-expulsable-le-10-janvier/#more-40854

L’archive des événements à Klinika: https://radar.squat.net/fr/prague/klinika/archive

Das wär ja schon die halbe Miete

Du wolltest schon immer mal Schutzgeld zahlen? Schutzgeld im Sinne von “Geld zum Schutz eines kleinen linken Veranstaltungsraumes”? Dann werde Unterstützer*in. Richte dir einen Dauerauftrag ein und hilf uns, die Zukunft vom Kaleidoskop zu sichern!

Wer sind wir?

Hallihallo,
Wir sind der anarchistische Freiraum Kaleidoskop.
Bei uns ist es seit 2007 möglich verschiedenste Veranstaltungen und Treffen zu machen ohne dafür bezahlen zu müssen.
Alle die sich mit unseren Grundsätzen identifizieren können sich im Raum aufhalten und Veranstaltungen organisieren ((Tages-)Mitglied wirst du an der Bar). Ihr könnt eure eigenen Getränke mitnehmen oder an der Bar für freie Spende welche bekommen. Konsumzwang gibt es keinen.

Bei uns finden verschiedenste Veranstaltungen statt:

– 2 mal pro Woche ein westafrikanischer Trommelkurs
– regelmäßig eine vegane KüfA (Küche für Alle)
– regelmäßig Akustikkonzerte (z.B. James Bar Bowen, Mona&Hummel, Matt Pless, Lawanda Kawumm, uvm)
– Permakultur-, Fotografie- und andere Workshops
– Mottoparties, Geburtstagsparties und Lazer Rave
– Antifa-Musikant*innenstadl
– Informationsabende
– Spieleabende
…und vieles mehr!

Wir wollen einen Raum schaffen, an dem verschiedenste Leute sich ausleben können und in dem gewisse politische Grundsätze gelten: Diskriminierungsmuster wie Rassismus, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit haben hier keinen Platz und es wird aktiv gegen sie gearbeitet – sowohl im Raum als auch im eigenen Kopf.

Ehrenamtlich mitorganisieren kann jede*r, Geld bekommt dabei niemand.

Wir finanzieren monatlich:
– Miete (derzeit 535€)
– Strom (derzeit 50€)
– Internet (24€)
– Bürokratie
– Erhaltung und Raumgestaltung
ausschließlich über freiwillige Spenden.
Das sind derzeit 609€ Fixkosten pro Monat + unregelmäßig anfallende weitere Kosten.

Was ist das Problem dabei?

Dadurch dass wir uns ausschließlich über Spenden finanzieren und die meisten Spenden für Getränke reinkommen hat es sich mit der Zeit ergeben dass wir uns hauptsächlich darüber finanzieren, dass größere Parties bei uns stattfinden.

Das wollen wir ändern!

Zum einen, um noch mehr Raum für andere Events zu schaffen, die vielleicht weniger Geld einbringen aber dafür inhaltlich interessanter sind. Workshops zum Beispiel.
Zum anderen, weil wir die Verbindung zwischen Getränke-Konsum und unserer Finanzierung durchaus kritisch sehen.
Derzeit sind wir abhängig davon, auch wenn jeder Betrag freiwillig gezahlt wird.
Abgesehen davon würde es das Kollektiv, das sich ums Kaleidoskop kümmert, sehr entlasten.
Wir müssten uns weniger Sorgen machen wie wir die Monatsmiete zusammenkriegen oder wer von uns größere Summen Geld auslegen oder spenden kann, sollten wir im Rückstand sein.
Langfristig ist es unser Ziel, die Aufgabe das Kaleidoskop zu finanzieren auf vielen Schultern zu verteilen, statt Einzelne damit zu belasten.

Wir wünschen uns dass wir einen Teil unserer laufenden Kosten verlässlich abdecken können, ohne speziell dafür ausgelegte Veranstaltungen organisieren zu müssen.
Damit hätten wir eine finanzielle Sicherheit, die uns ermöglicht noch mehr Zeit und Energie in die Dinge zu investieren, die den Raum für uns liebenswert machen.

Was kannst du tun um zu helfen?

Zahle Schutzgeld. 😉
Richte einen Dauerauftrag ein, mit dem du dem Projekt Kaleidoskop monatlich einen festen Betrag überweist.
Ob du dabei 5, 10, 20 oder 1000 Euro spendest ist nicht das Entscheidende! Monatlich ein Fünfer mehr, mit dem wir fix rechnen können, macht schon viel aus.

Kontoname: Verein zur Förderung und Erhaltung
IBAN: AT101420020010933405
BIC: EASYATW1

Was hast du davon?

Unsere ewige Dankbarkeit…

Na gut, abgesehen davon: Einen Raum mehr zum chillen, feiern, diskutieren, musizieren, essen und planen. In dem auch alle willkommen sind, die sich in dieser Gesellschaft nicht so gut zurechtfinden. Einen Raum in dem Menschen eine Pause von der “Außenwelt” genießen können, in dem politischer Austausch und widerständige Praxis hohen Stellenwert hat und der es ermöglichen soll Solidarität zu leben.

Und so oder so: wenn du kein Geld oder keine Lust mehr hast um uns zu unterstützen, kannst du den Auftrag natürlich jederzeit wieder zurückziehen! Eine Mail an uns mit der Information, dass du das tun magst wäre allerdings cool, um den Überblick zu behalten.

Wir freuen uns über jede Person die uns hilft!

Unabhängig davon ob du jetzt einen Dauerauftrag einrichtest oder nicht: komm gerne vorbei!

Wenn du einen Dauerauftrag einrichtest oder irgendwelche Fragen hast freuen wir uns sehr wenn du dich bei uns meldest. Unsere Mailadresse ist kaleidoskop[ät]riseup.net

kaleidoskop.kukuma.org

Kontoname: Verein zur Förderung und Erhaltung
IBAN: AT101420020010933405
BIC: EASYATW1

Hausbesetzung in Wien – Ottakring

Hiermit solidarisieren wir uns mit der Hausbesetzung in der Neulerchenfelderstraße 35 – Wien OTK

Hier ein Beitrag vom Blog der Besetzung

Die Besetzung in der NEuLErchenfelderstr. 35

Am 17. November wurde die ehemlaige revolutionär-marxistische Druckerei – REMA print – in der Neulerchenfelderstr. besetzt. Was für ein gr. Potenzial das Haus hat und was hier bereits passiert & entstanden ist, ist im vorhergehenen Blog-Eintrag nachzulesen. Laut Grundbuchauszug befindet sich das Gebäude im Besitz der DAW Leasing Gmbh, ein schwer-recherchierbare Firma, diue offensichtlich a. d. Börse spekuliert. Anwohner*innen zufolge gehören dieser Firma noch weitere Häuser i.d. Straße. Es macht wütend, dass dieses großartige Haus leersteht, während es in Wien spürbar an Wohnraum und konsumzwangfreien Treffpunkten & Freiräumen fehlt. Heute, nach über 2 Wochen, fiel die Anwesenheit der Besetzer*innen erstmalig auf. Bis jetzt waren aber noch keine Polizei da. Seitdem schmücken Transpis die Fassade.

WIR HABEN UNS EINGERICHTET UM ZU BLEIBEN!

MOBILISIERT AUF ALLEN KANÄLEN; DAS HAUS GEHÖRT DENEN; DIE ES NUTZEN!

Morgen; Don., 05.11 ab 17Uhr Nachbarschaftscafé im sicheren Nebenraum – bringt Kuchen und Säfte

 

https://nele.noblogs.org/

Solidarität mit den linken Wohnprojekten in Frankfurt am Main

Brandstiftung an linken Wohnprojekten in Frankfurt a.M.

Am Dienstag, dem 13.11.18, wurden in zwei Rödelheimer Wohnprojekten
Brände gelegt. Im besetzten Haus In der AU wurde um 21.50 Uhr ein Brand
an der Rückwand eines Schuppens entdeckt und konnte rechtzeitig gelöscht
werden. Dieser wurde vom Nachbargrundstück aus gelegt. Ungefähr 45 min
später brannte im Mietshäusersyndikatsprojekt Assi der hölzerne
Sichtschutzzaun zum frei zugänglichen Nachbargrundstück. Zum Glück hatte
es geregnet, so dass dieser Brand von selbt ausging. Zwei Tage später,
am Donnerstag, dem 15.11.18, wurde um 23.00 Uhr eine Hütte im Vorgarten
der AU angezündet. Auch dieser Brand wurde sofort entdeckt und gelöscht.
Am Freitag, dem 16.11.18, wurden Brandspuren am Reifen eines Fahrzeuges
entdeckt, welches von den Täter*innen der AU zugeordnet wurde. Dieses
war in einer Seitenstraße geparkt.

Bereits am 14. September diesen Jahres wurde um 22.30 Uhr durch eine
schwere Brandstiftung, die ganz ähnlich durchgeführt wurde, das
Mietshäusersyndikatsprojekt Knotenpunkt im benachbarten Schwalbach a.
Ts. komplett unbewohnbar. Der Feuerwehr gelang es nur knapp, das
Übergreifen des Feuers auf die umliegenden Häuser im eng bebauten
historischen Stadtkern zu verhindern. Die Bewohner*innen haben ihr
Zuhause verloren, denn Wohngebäude, Werkstatt und Scheune sowie der
gesamte Hausrat sind durch Feuer und Löschwasser zerstört und alles muss
neu aufgebaut werden.

Zu keinem dieser Brandanschläge sind bis heute Bekenner*innenschreiben
aufgetaucht. Die Frage, wer hinter diesen Angriffen steht, ist
demzufolge spekulativ. Jedoch stehen zumindest die Brandstiftungen in
der AU und in der Assi durch die zeitliche und räumliche Nähe eindeutig
in einem Zusammenhang. Alle drei Brandanschläge richten sich konkret
gegen linke Wohnprojekte und Strukturen, anders als z.B. die Brände, die
in der letzten Zeit in Frankfurt und Umgebung gelegt wurden (Goetheturm,
KiTa, Bücherschränke…).

Im derzeitigen politischen Klima ist es möglich, dass diese
Brandstiftungen sich fortsetzen (inklusive „Trittbrettfahrer*innen“). In
den letzten Jahren haben sich extrem rechte Diskurse in die „Mitte der
Gesellschaft“ verschoben. Dies ist nicht nur an den Wahlerfolgen der AfD
sichtbar, sondern auch an dem Agieren der CDU und der FDP. Sie hauen
alle in dieselbe Kerbe: Nicht unbedingt gemeinsam, aber durchaus im
Einklang, schüren sie Ängste und betreiben eine gefährliche
Stimmungsmache gegen linke Projekte (jede/s linke Projekt oder
Initiative wird zum Feind erklärt und soll weg). Dies bietet ganz
offensichtlich Anknüpfungspunkte für die extreme sowie neue Rechte und
bestärkt diese, militant gegen Linke vorzugehen.

Wir sind froh, dass durch die Brände im Knotenpunkt, der Assi und der AU
keine Menschen verletzt wurden! Das hätte aber auch anders ausgehen
können. Wir müssen von Brandstiftung durch Rechte ausgehen. Ob
organisierte Strukturen oder Einzeltäter*in: Brandstiftung bleibt
Brandstiftung! Die Personen, die Brände legen, setzen das Leben von
Menschen gezielt aufs Spiel.

Mit dieser Veröffentlichung wollen wir euch informieren und gleichzeitig
andere linke Strukturen warnen: Haltet Augen und Ohren offen – ohne in
Panik zu verfallen! Bereitet euch auf Brandsituationen vor und
informiert euch über Brandschutz, z.B. über den unten angefügten Link.

Zudem möchten wir uns für eure Solidarität bedanken! Eure Unterstützung
bestärkt uns darin, dass wir für das Richtige kämpfen und dass es
wichtig ist, alternative Lebensweisen offen zu leben und dafür
einzutreten. Leitet diese Info gerne innerhalb linker Strukturen weiter.

Gemeinsam für ein solidarisches Miteinander ohne geistige und faktische
Brandstifter*innen!

ASSI, AU UND KNOTENPUNKT

Info zu Brandschutz:
http://asn.blogsport.de/images/Brandschutz_fuer_besetzte_Haeuser.pdf

https://de.indymedia.org/node/26592