Generelle Infos

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Wie wir mit Corona-Prevention im K tun / How we deal with Corona prevention at the K

++++English below+++++

Wir finden es sehr wichtig, dass ihr einen frischen Corona Test gmacht habts bevor ihr ins Kaleido kommts. Für Menschen die einfach Zugang zu Tests haben: Seids solidarisch und machts bitte wirklich vorher einen Test! Für alle, die sich schwer tun an Tests zu kommen (weil z.b. nicht versichert oder so) versuchen wir immer Tests vor Ort zu haben, damit Leute nicht ausgeschlossen werden.

Am besten finden wir geimpft und kürzlich PCR getestet. Dass sich das aber nicht immer für alle ausgehen wird, verstehen wir. Aber zumindest n Antigen Schnelltest soll es sein, sonst klappts leider nicht mit den indoor Veranstaltungen bei uns.

Wir freuen uns auf euch

die Kaleidix Chaos Crew

PS: da wir nur n recht begrenzten Zugang an gratis Schnelltests haben, freuen wir uns auch über Test Spenden.

++++english+++++

For us it is very important that you have a fresh Corona test done before coming to Kaleido. For people who have easy access to tests: Be in solidarity with others and really take a test before coming to Kaleido! For those who have a hard time getting tests (e.g. because they don’t have insurance or something) we always try to have tests on site, so people don’t get excluded because of that.

The best option we consider is vaccinated and recently PCR tested. We understand, that this will not always work out for everyone, though. But at least an antigen rapid test it should be, otherwise it unfortunately does not work with the indoor events at Kaleido.

We look forward to seeing you

the Kaleidix Chaos Crew

PS: since we only have limited access to free rapid tests, we are also happy about donated tests

Statement des aktuellen Kaleido Kollektivs zum Aufarbeitungstext

Hier ein kurzer Text von uns, dem aktuellen Kaleidoskop Kollektiv.

Wer wir sind? Das Kollektiv dass den unten stehenden Text geschrieben hat, existiert in dieser Form nicht mehr. Es ist sehr viel Zeit vergangen und die Menschen, die noch vom alten Kollektiv übrig geblieben sind, haben sich mittlerweile auf verschiedenen Ebenen weiterentwickelt und haben mittlerweile auch nicht mehr dieselben Ansichten zum Vorfall.

Es tut uns Leid, dass damals nicht Unterstützung in annehmbarer Form angeboten wurde. Wir, die Menschen aus dem aktuellen Kollektiv haben uns auch unabhängig von diesem Vorfall mehr mit Antirassismus, Comunity Accountability und intersektionalen Zugängen auseinandergesetzt. Wir versuchen dies, so gut es uns möglich ist, auch in das Kaleidoskop zu tragen. Wir versuchen genauso, wie bei anderen Formen struktureller und institutionalisierter Gewalt, Menschen aktiv zuzuhören und bessere Kompliz:innen für Menschen die von Rassismen betroffen sind zu sein.

Es ist uns wichtig ein kritikfähiger Raum zu sein und wir möchten Personen einladen ihre Kritik mit uns zu teilen. Wir können nur solidarische Communities schaffen, wenn wir Verantwortung für unsere eigenen Handlungen, sowie Verantwortungen in unseren Communities übernehmen.
Das heißt für uns auch, dass wir zwar fehlerfreundlich sind, aber uns auch klar kommunizieren müssen wenn Scheisse passiert, damit Menschen dann Verantwortung übernehmen können, um in weiterer Folge unsere Strategien anpassen zu können. Wir können uns auf verschiedenen Ebenen vorstellen Kritik zu erhalten: Ihr könnt uns eine Email schreiben, ihr könnt uns Audionachrichten auch per Email schicken oder ihr könnt uns schreiben, dass ihr gerne auf unser Plenum kommen möchtet, um Sachen mit uns zu besprechen.

Die Kaleidix Chaos Crew

Aufarbeitungstext der alten Kaleido Gruppe

Vor kurzem sind wir zufällig darauf aufmerksam gemacht worden, dass einige Menschen sich nicht wohl im Kaleidoskop fühlen bzw. gar nicht erst zu Veranstaltungen vom Kaleidoskop kommen – und zwar auf Grund eines Vorfalls von vor ca 4 Jahren. Insbesondere sind das Poeple of Color, wie uns berichtet wurde. Das hat uns alarmiert und bei manchen den Anlass gegeben, uns mal wieder mit den Unterdrückungsmechanismen in unseren eigenen Zusammenhängen zu beschäftigen. Und uns dazu bewogen, die Geschichte von damals nochmal aufzuarbeiten und dazu Stellung zu beziehen.

Wenn wir “wir” sagen, sind das Einige die damals, als der Vorfall stattgefunden hat, im Kaleidoskop Kollektiv aktiv waren, größtenteils aber nicht mehr sind.
Es gab einen Übergriff von einem weißen cis-Typ (im weitern Text A. genannt) auf eine Person, die von Rassismus und Sexismus betroffen ist (im weitern Text B. genannt), in einem anderen Raum als dem Kaleidoskop, bei dem auch keine im Kaleidoskop aktive Person anwesend war. Weil sich die beiden im Kaleido zum ersten Mal getroffen hatten, gibt es trotzdem einen Kaleidobezug.

Schon als A. und B. sich im Kaleido gesehen haben, gab es eine Diskussion über Privilegien, bei der für B. Partei ergriffen und A. für den Abend rausgehaut wurde.
Als es zu einem späteren Zeitpunkt zu dem Übergriff in einem Beisl von A. auf B. kam, hatte A. aus anderen Gründen schon ein temporäres Hausverbot im Kaleidoskop. Aufgrund des Übergriffs wurde das temporäre Hausverbot auf ein generelles Hausverbot ausgeweitet.

B. hat vom Kaleido die Forderung gestellt, dass wir die Daten von A. herausgeben, um bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Da niemensch von uns die Daten von A. kannte, war uns dies nicht möglich. Von Einzelpersonen wurde kommuniziert, dass sie auch Daten nicht weitergeben würden, wenn sie sie hätten. Jedoch hat eine Person von uns angeboten, B. zur Polizei zu begleiten. B. hat dieses Angebot jedoch abgelehnt und stattessen die Daten (inklusive Telefonnummer!) von der Person, die angeboten hat, B. zu begleiten, ohne Rücksprache der Kiwarei gegeben und ihnen gesagt, sie könnten A., oder zumindest Menschen die A kennen, im Kaleidoskop antreffen. Somit wurden also die Cops in einen anarchistischen Freiraum geschickt.

Zeitgleich hat das eine interne Diskussion ausgelöst, ob mensch Daten an die Cops weitergibt und in welchen Fällen das eine Option ist. Es entstanden temporäre Unsicherheiten und Misstrauen untereinander, welche Informationen eins seinen Verbündeten über sich preisgibt und ein sehr starkes Misstrauen gegenüber B.

Wir haben versucht mit B. nochmals über alles zu reden und zu erklären, warum es überhauptnicht klargeht, unabgesprochen Daten von Freund:innen an irgendwelche Behörden zu geben oder diese in linke Räume zu schicken.
Dieses Gespräch wurde von B. abgeblockt, woraufhin auch B. Hausverbot bekam.

A. zog sich nach dem Vorfall und der daraus folgenden Gerichtsverhandlung ohnehin vollständig aus allen queerfeministischen Zusammenhängen zurück.

Nichts von der Diskussion und den Überlegungen haben wir nach außen kommuniziert, weil wir das schlicht für unpassend hielten. Wir behandelten die Vorfälle wie einen privaten Konflikt zwischen A., B. und Menschen aus dem Kaleidoskop. Wir wollten kein Szenedrama auslösen und auch B nicht zusätzlich schaden. Vielleicht waren auch usere Ansichten nicht einheitlich genug um ein einheitliches Statement zu schreiben. Auch jetzt gibt es noch unterschiedliche Ansichten zum Vorfall.

Wir haben uns zu wenige Gedanken gemacht was für Auswirkungen unsere Nichtkommunikation haben kann.
Im Nachhinein sehen wir, dass das nicht der richtige Umgang war. Dafür entschuldigen wir uns, denn es hat möglicherweise Einzelpersonen und/oder Räume gefährdet. Ein offenerer Umgang hätte statdessen eine Diskussion über den Umgang mit Polizei im Bezug auf Parteilichkeit bei Übergriffen auslösen können.

Wir verurteilen nicht generell alle Leute die zur Polizei gehen, wenn ihnen was passiert. Jedoch wollten und konnten wir das in diesem Fall nicht in diesem Ausmaß unterstuetzen. Vor allem muss es Menschen, die selbst zum Teil traumatische Erlebnisse mit Bullen hatten selbst ueberlassen sein, ob sie jemanden auf diese Art unterstuetzen wollen!
Das war kein Grund für uns, B. Hausverbot zu geben. Jedoch das Weitergeben der Daten von einer unterstützenden Person und des Raumes mit anschließend fehlender Bereitschaft über das Vorgefallene zu reden.

Uns war und ist es sehr wichtig, dass das Kaleidoskop ein Schutzraum ist, für Menschen, die von sexistischer und rassistischer Gewalt betroffen sind, genauso wie für Menschen, die von Repression oder Polizeigewalt betroffen sind – sei es aufgrund politischer Aktivitäten oder der falschen Papiere. Was nicht heißt, dass uns dies immer gelingt. Dafür ist es wichtig, dass wir die Polizei nicht in unseren Raum lassen, genauso wie keine anderen Chauvinisten und diese schon gar nicht selber dort hin holen.

Die Polizei zu holen, kann eine Art von Revenge sein, genauso wie Sachbeschädigung Outingplakate im Umfeld u.ä.
Genauso wie bei anderen Möglichkeiten von Rache und Empowerment wollen und können wir darüber nicht urteilen. Jedoch entscheiden wir in jedem Fall selber, bis zu welchem Grad wir dies aktiv mittragen.
Auch weil A., obgleich wir seine genauen Daten nicht hatten, für uns als Teil einer linken Szene sehr wohl greifbar war, um auf andere Art zu intervenieren, war es für einige von uns klar, das ohne Polizei zu lösen.

Die Polizei ist eine durchwegs rassistische, sexistische und autoritäre Organisation, deren Aufgabe es nicht ist, uns zu beschützen, wie uns in unserer Kindheit oft erzählt wurde, sondern die bestehenden Herrschaftsverhältnisse aufrecht zu erhalten. Jene Herrschaftsverhältnisse, welche wir ablehnen und bekämpfen.
Polizist:innen demütigen und foltern, sie sperren in Gefängnisse ein und schieben ab.
Polizist:innen spähen linke Strukturen aus oder unterwandern sie, um sie zu zerstören.
Die Polizei handelt strukturell und individuell rassistisch, bei unbegründeten Kontrollen, auf der Polizeistation, in Verfahren, im Gefängnis und an den Grenzen.
Das alles passiert nicht nur in irgendwelchen abgehobenen Theorietexten oder weit weg auf der anderen Seite des Atlantic, sondern auch real vor unserer Nase.

Dieser Rassismus innerhalb der Polizei ist auch ein Grund, warum sich Konzepte für einen Umgang mit Problemen ohne Polizei wie Community Accountabillity oder Transfomative Justice aus Black Communities heraus entwickelt haben.
Uns ist klar, dass ein direktes Übernehmen solcher Konzepte nicht immer super funktioniert, doch das heißt für uns nicht, dass wir sie aufgeben und stattdessen die Cops holen. Sondern die Konzepte in unseren Zusammenhängen ausfeilen und verbessern müssen.

Unregelmäßige Plena


++++english below++++

In letzter Zeit fanden und finden Plena nicht so regelmäßig statt wie normalerweise. Wir verschieben immer weider mal ein Plenum, lassen es online stattfinden oder es fällt mal aus. Heißt wir werden unseren Anspruch offene Plena zu haben gerade nicht gerecht.
Zugegebenermaßen ist es gerade recht schwierig zu eineim Plenum vom Kaleidoskop zu kommen, wenn eins nicht dierekt mit den Leuten aus dem Kollektiv spricht. Es ist leider gerade nicht möglich einfach spontan zu Plenazeiten vorbei zu schauen und dort sicher wen anzutreffen. Das tut uns leid. Also, wenn du dich gerne einbringen willst, eine Anregung, Kritik oder Kuchen für das Kollektiv hast, ist es sinnvoll uns vorher eine Mail zu schreiben. (kaleidoskop @ riseup . net)
Wir wissen dass das eine Hürde sein kann. Wir können aber leider momentan nichts besseres anbieten.

Jedenfalls Mails lesen wir gerade sehr regelmäßig. Heißt, du kriegst auch sehr wahrscheinlich eine schnelle Rückmeldung dazu. wir freuen uns von euch zu hören.

alles liebe
die Kaleidix Chaos Crew


++++english+++++

Lately, plenaries have not taken place as regularly as they normally do. We keep changing the date of the plenaries or we let it take place online, or it is sometimes cancelled. This means that we are not always living up to our claim of having open plenaries. Admittedly, it is quite difficult to come to a plenary of the Kaleidoskop. Unfortunately, at the moment it’s not possible to just drop by spontaneously at plenary times and be sure to meet someone there. We are sorry about that. So, if you want to get involved, have a suggestion, critic or cake for the collective, it makes sense to write us an email beforehand. (kaleidoskop @ riseup . net) We know that this can be a barrier. But we can’t offer anything better at the moment.
Anyway, we read mails very regularly at the moment. This means that you will most likely get a quick response. we look forward to hearing from you.

all the best
the Kaleidix Chaos Crew
 

Anmeldung zum Anarchistische Sommercamp 28.7.-6.8.2020

Das anarchistische Sommercamp ist ein gemeinschaftlich gestaltetes Camp, das es ermöglichen soll, Menschen die gelebten Anarchismus verfolgen, zusammen zu bringen, sich auszutauschen und über Entwicklungen in der Bewegung zu reflektieren.

Es ist ein Experimentierfeld, das selbstbestimmte, antiautoritäre Theorie und Praxis zusammenführt und die Möglichkeit schafft, Netzwerke aus Solidarität und gegenseitiger Hilfe aufzubauen, sowie Diskriminierungsformen bewusst anzusprechen und abzubauen.

Da es solche Momente/Gelegenheiten noch viel zu selten gibt wollen wir, dass das kommende A-Camp noch vielfältiger, intensiver und kreativer wird. https://www.a-camp.net/

Frauen* als Begriff einmal streichen bitte!

Frauen* als Begriff einmal streichen bitte!

Das Wort Frauen* (mit Sternchen) wird in letzter Zeit immer öfter in
feministischen und besonders in queerfeministischen und anarchistisch –
feministischen Kreisen verwendet und macht uns so richtig wütend! Warum?

…Also entweder hast du damit gemeint, dass der Raum nur für Frauen ist
und das Sternchen macht es ein wenig schicker und politisch korrekter.
Dann ist der Raum aber ein Raum für cis Frauen und im besten Falle für
Trans und Interfrauen, die ein perfektes Passing(1) haben. Es ist also
im Grunde ein Trans, Inter und Genderqueerfeindlicher und
diskriminierender Raum. Das finden wir scheiße, weil der Raum uns als nicht
cis Personen und Feminist_innen ausschließt, obwohl wir genauso wie du
vom Patriarchat betroffen sind.

…oder hast du mit dem Wort Frauen* sagen wollen, dass alle
Genderidentitäten außer cis Männer gemeint sind und das Sternchen ist
dafür da die Kategorie zu erweitern? Dann hast du das nicht ganz
durchdacht. Der inklusive Ausdruck für diese Art von Raumpolitik wäre
Frauen, Inter, Nicht-Binär, Trans, Agender, (FINTA) Raum. Aha zu wenig
Platz auf dem Flyer. Sarkastisch würde ich darauf antworten: Cool, dann
könntest du auch Trans* schreiben statt Frauen* und cis Frauen
mitmeinen? Stimmt, geht nicht, weil in deinem Kopf Frauen* eine
Überkategorie ist, wo scheinbar alle Trans, Inter und Genderqueeren
Menschen ein Teil davon sind, und hier liegt das Problem. Der Begriff
Frauen* ist diskriminierend gegenüber allen Menschen die sich nicht als
Frauen identifizieren, aber in diesem Fall eingeladen sind. Wir sind
nicht cis (und auch keine Frauen) und haben es so oder so satt
mitgemeint zu werden. So satt wie du es vielleicht hast, dass die
männliche Form dich als Frau auch mitmeint – und darüber sind wir
eigentlich hinweg, oder?

Am einfachsten ist es meiner Meinung nach eh, zu schreiben, Raum ohne
cis Männer oder Raum für FINTA Personen.

Dann ist klar, wer nicht willkommen ist und der Rest muss nicht in ein
Schema gepresst werden. Trans Frauen brauchen übrigens kein Sternchen
hinter Frauen, sie sind einfach Frauen.

Das Wort Frauen* führt dazu, dass sich Trans, Inter, Nicht-Binäre,
Agender, und/oder Genderqueere Menschen explizit ausgeladen fühlen und
ist eine diskriminierende Praxis gegenüber Menschen, die vom Patriarchat
negativ betroffen sind. Im besten Fall fragen wir nach, ob du das
vielleicht nicht so gemeint hast, meistens kommen wir einfach nicht.
Besonders dann nicht, wenn wir kein, eher oder ganz weibliches Passing
haben oder haben wollen. Also bitte die Verwendung von Frauen* für Räume
und Events ohne cis Männer einmal komplett streichen, außer du möchtest
wirklich nur, dass cis Frauen kommen. Dann wissen wir aber wenigstens
klar, dass wir ausgeschlossen sind und auch dafür sind wir dankbar, weil
wir möchten nicht Teil von Räumen sein, die nicht Inter- und
Queerfreundlich sind!

Solidarity and Rage

PS:Solltest du mit Frauen* (z.B. in einem Text) sagen wollen, dass
Frauen eine sozial konstruierte und/oder politische Kategorie ist, dann
mag das in sehr seltenen Fällen Sinn machen, sei dir aber bewusst, dass
du, wenn du nur von Männer* und Frauen* redest, alle Menschen, die sich
nicht binär, also im zwei geschlechtlichen System, verorten, einfach
völlig unsichtbar machst. Dass das nicht cool ist, ist glaub ich
selbsterklärend.

(1)Passing (von englisch to pass for/as, als jmd.
durchgehen/bestehen/gelten, sich als jmd. ausgeben) bezeichnet
hinsichtlich der Geschlechtsidentität die Fähigkeit einer Person, als
Mitglied desjenigen Geschlechts akzeptiert oder eingeschätzt zu werden,
mit dem sie sich identifiziert.

 

https://emrawi.org/?Frauen-als-Begriff-einmal-streichen-bitte-515

Aktuelle Veranstaltungen

TI*N* QAKE 14.12.2019

KINO Sonntag näxter am 15.12.

KÜFA: jeden 1. & 3. Mittwoch im Monat

PLENUM: jeden 2. & 4. Mittwoch im Monat

Über den stattgefundenen Ausschluss im Kaleido-Kollektiv

                                     
Vor wenigen Monaten wurde eine langjährig im Kaleidoskop aktive Person (X) gebeten, das Kollektiv zu verlassen. X wurde aufgefordert, den Schlüssel abzugeben und sich vorerst aus organisatorischen Angelegenheiten (z.B. Plena) sowie Aufgaben, die Verantwortung im Kollektiv beinhalten, herauszuhalten. Die damalige Ansage lautete, dass X das Kaleidoskop jederzeit besuchen kann, ein Hausverbot wurde nicht ausgesprochen. Aber auch, dass X einiges aufarbeiten und das eigene Verhalten unbedingt ändern sollte.
Normalerweise hätten wir diese Geschichte nicht publik gemacht, um weder X in Verruf, noch betroffene Personen in Schwierigkeiten zu bringen. Allerdings haben wir mittlerweile mitgekriegt, dass X überall in der Szene eine eigene Version herumerzählt, wie es denn zu diesem Ausschluss gekommen sein soll. Im Namen des Kollektivs und insbesondere auch der Betroffenen, deren Namen teilweise von X überall herumerzählt worden sind, fühlen wir uns gezwungen, eine Richtigstellung zu verfassen.
X ist schon seit Jahren beim Kaleidoskop dabei gewesen, mit einigen von uns auch gut befreundet. In den vergangenen Jahren gab es vermehrt Übergriffe von X auf mindestens 2 Menschen, die diese an andere Leute aus dem Kaleidoskop herantrugen. Beide Male wurde die ausdrückliche Bitte ausgesprochen, mit X nicht als Kollektiv darüber zu sprechen. Die Betroffenen wollten X nicht in Schwierigkeiten bringen, sondern das lieber selbst klären.
Eine der betroffenen Menschen hat das Kaleidoskop verlassen, wobei die Situation mit X eine große Rolle gespielt hat. X selbst behauptet mittlerweile, dass X sich an die damalige Zeit (und das übergriffige Verhalten) überhaupt nicht mehr erinnern könne. Es ist damals aber sehr viel Gesprächs- und Erklärungsarbeit von der Betroffenen und Unterstützer*innen geleistet worden, weshalb diese Erklärung keinen Sinn ergibt.
In den letzten Jahren waren sich X und eine andere (später) Betroffene für einige Zeit sehr nahe. Auch dieser Mensch sprach mit anderen aus dem Kollektiv darüber, dass X deutlich gezogene Grenzen nicht beachtetet und überschreitet.
Gespräche mit X gab es seit langer Zeit immer und immer wieder, sowohl von Betroffenen, als auch von solidarischen Menschen die von X Verhalten wussten.
Während all dieser Zeit sind zwischenzeitlich fast ein dutzend Menschen neu ins Kollektiv gekommen, die Betroffenen mit eingeschlossen.
X hat bei allen von X als weiblich gelesen Menschen, wann immer neue dazu kamen, durchblicken lassen, dass X auf sie steht. Manche sind darauf eingegangen, andere haben X gesagt dass sie kein Interesse haben. Aber über mehrere Jahre hinweg fing es an aufzufallen, dass es ein sich immer wieder wiederholendes Muster darstellt, dass neue weiblich gelesene Menschen im Kaleidoskop alle früher oder später von X angemacht werden/etwas mit X haben oder anfangen. Unbhängig davon ob Menschen eine nähre Beziehung zu X eingegangen sind oder nicht, sind viele davon früher oder später emotional von X unter Druck gesetzt worden. Es geht uns nicht darum, dass “sich mehrere Menschen aufreißen” automatisch problematisch ist. Sonderen einerseits das Muster, dass es sich um jede einzelne neue, von X als weiblich gelesenen Person handelt. Und andererseits auch um das ganze Drumherum, also wie das passiert und dass im Zuge dessen sehr viel emotionale sowie körperliche Übergriffigikeit von Seiten von X passiert sind.
Dass das in eine komische Dynamik in ein queerfeministisches Kollektiv bringt, kann mensch sich wohl vorstellen. Über die Zeit hinweg hat X auch aus unterschiedlichsten Gründen immer wieder Vorwürfe wegen mackrigem (also männlich sozialisiert-dominantem) Verhalten gekriegt. Bisweilen reagierte X für eine Zeit darauf und änderte das eigene Verhalten, nur um dann dieselben Dinge einige Wochen später zu wiederholen. Oftmals erinnerte sich X wenige Tage später angeblich schon nicht mehr daran, woüber genau gesprochen wurde.
Nach den übergriffigen Vorfällen und unterschiedlichen Zusammenstößen über Mackrigkeit ist X aus genau diesem Grund (sich an verbale Äußerungen scheinbar nicht mehr erinnern zu können) damals ein Brief geschrieben worden, unter anderem mit dem Inhalt, dass X Verhalten reflektieren muss, weil X sonst eine Gefahr für die Menschen im direkten Umfeld darstellt und Menschen dann vor X gewarnt werden müssten.
Leider hat sich trotz aller Bemühungen und Erklärungsversuche nicht wirklich etwas geändert. 
Es wurde wieder und wieder Kritik von Menschen aus dem Kollektiv an X geübt, die schnell vergessen war. Und weiterhin bestand das Muster, dass neue von X als weiblich gelesene Menschen im Kollektiv mit X konfrontiert sind, bis zu dem Punkt, wo sich einige aus dem Kollektiv (in Verbindung mit den vorhergehenden Übergiffen) so fühlten, als müssten sie Menschen die neu ins Kollektiv kamen davor warnen.
Schließlich wurde bei einem Wochenende, an dem sich alle trafen um über Gruppendynamiken zu diskutieren, entschieden, X vorerst aus dem Kollektiv auszuschließen.
Drei unterschiedliche Menschen aus dem Kollektiv haben sich damals jeweils einzeln lange mit X zusammengesetzt und ausführlich versucht zu vermitteln, worum es geht.
Dass es gerade nicht um eine einzelne Situation geht, sondern um immer wiederkehrende Muster mit von X als weiblich gelesenen Personen. 
Dass es nicht um einen einzelnen übergriffigen Vorfall geht, sondern um die Kontinuität dieser Geschichten (die noch weiter zurückreichen als die hier beschriebene Zeit). 
Dass es zudem nicht nur körperliche, sondern auch psychische und emotionale Grenzen gibt, die X immer wieder überschritten hat und überschreitet. 
So sind wir damals auseinander gegangen.
Nun ist es damit nicht zu Ende. Überall aus der Szene kommen Freund*innen auf uns zu und fragen, was das für eine seltsame Geschichte mit X gewesen sei. X, wäre angeblich ohne jede schlüssige Erklärung, ohne Grund aus dem Kaleidoskop Kollektiv geflogen. (X kann sich, darauf angesprochen angeblich nicht mehr erinnern, dass mit X irgendetwas gehaltvolles beredet worden ist.) 
Betroffene wurden zum Teil von Leuten die sie kaum kannten bedrängt sich doch mit X zu vertragen. Fremde Menschen kennen ihren Namen im Bezug auf die Geschichte.
Überhaupt streut das ganze große Wellen durch die Szene, denn X erzählt anscheinend zu jeder Gelegenheit jeder Person, was X da angeblich Schlimmes widerfahren wäre
Das alles zum Ärger der Menschen, die über Stunden, Tage, Jahre versucht haben, X zu erklären warum und in welche Richtung X das eigene Verhalten ändern sollte
Und zum Schaden von Betroffenen, die sich ausdrücklich Abstand von X gewünscht haben, nur um nun permanent damit konfrontiert zu sein. 
Uns reicht es! Wenn eine Veröffentlichung der einzige Weg ist, diese Situation zu entschärfen, dann muss sie eben sein.

Ein lauter Ruf nach Unterstützung

Liebe Leute,

die letzte Info über die aktuelle Situation vom Kaleido ist ja jetzt schon eine Weile her.

In der Zwischenzeit haben uns einige Gruppen, Einzelpersonen und Räume auf verschiedenste Weise unterstützt und Unterstützung angeboten.
Das fühlt sich richtig gut an und hat uns Energie gegeben mit dem Raum weiter zu machen!
Fettes Danke allen dafür!
Das ist echt cool! 🙂

Trotzdem können leider derzeit noch immer keine Veranstaltungen bei uns stattfinden die lauter sind als Gesprächslautstärke.
Das Geld das wir durch Soli Veranstaltungen reinbekommen reicht gerade mal knapp für die Miete – nicht aber für Betriebskosten und leider nicht einmal annähernd um die geplanten Schalldämmungsmaßnahmen umzusetzen.

Das hat zur Folge, dass im Raum leider seit Monaten so gut wie keine Veranstaltungen mehr stattfinden konnten.
Das ist nicht nur richtig scheiße, sondern auch sehr zermürbend.
Das Soli Events organisieren, das ständige Geld schnorren, Bürokratieshit erledigen, und alles was sonst noch anfällt, frisst Unmengen an Energie.

So viel Energie, dass manche aus dem Kollektiv diese nicht mehr aufbringen können.
Die, die noch Ressourcen haben um den Raum wieder für den Trommelkurs, Konzerte, Partys und andere “laute” Events verwendbar zu machen, schaffen das aber leider auch nicht “alleine”.

*Daher nochmal ein lauter Ruf nach Unterstützung:*

Am 10.07.2019 um 18:00Uhr findet im Kaleidoskop (Schönbrunnerstraße 91) ein Treffen statt, zu dem alle eingeladen sind, die das Kaleido gerne unterstüzten wollen, sich vorstellen können sich lang- oder kurzfirstig auf irgendeine Art einzubringen, Teil des Teams werden möchten, oder sonst irgendwelche hilfreichen Sachen machen können.
Du brauchst dafür nicht irgendwelche besonderen Fähigkeiten.
Hauptsächlich geht es darum, Motivation und Energie mitzubringen.
Wenn du an dem Tag nicht kannst, uns aber gerne irgendwie unterstützen möchtest, meld dich jederzeit per Mail unter kaleidoskop(ät)riseup.net

Auch über Sachspenden freuen wir uns sehr – dazu gibt es unten eine Liste.

Über was wir uns auch sehr freuen sind Veranstaltungen und Treffen ohne Musik oder anderen “Lärm”.
Filme können gezeigt werden.
Wir fänden es schön und wünschen uns dass der Raum wieder belebter wird.
Also vielleicht hast du ja Lust ein leises Event bei uns stattfinden zu lassen.

Wir sind nach wie vor sehr dankbar für jede Art der Unterstützung, und wollen nochmal betonen dass die bisherige Unterstützung wirklich toll war!

Kämpferische Grüße!

PS: Um dem finanziellen Stress ein bisschen entgegenzuwirken haben wir auch ein alternatives Finanzierungskonzept ins Leben gerufen. Wenn du uns finanziell unterstützen willst lies gerne diesen Text und hilf uns auf diese Weise: https://kaleidoskop.kukuma.org/das-waer-ja-schon-die-halbe-miete/

__________

Hier die Liste für Sachspenden (für unser Schallschutzkonzept):

_Das sind unsere Idealvorstellungen. es muss nicht ganz genau das sein._

– Feuerschutz Gipskarton Platten 37 Stück 12,5 mm x 1250 mm x 2000 mm
– Steher für Wände 20 Stück Fichte rau 48 mm x 78 mm x 3000 mm
– Steher für Ecken 8 48 mm x 48 mm x 3000 mm
– Balken Gerüst Boden und Decke Rand 15 stück 48 mm x 48 mm x 4000 mm
– Balken für Decke 5 Stück 48 mm x 78 mm x 4000 mm
– Bretter für Decke 20 Stück 19 mm x 74 mm x 2000 mm
– Balken für Deckenschrägen 5 Stück 48 mm x 78 mm x 3000 mm rau
– Bretter für Wände stabilisieren 16 Stück 3seitig gehobelt 20 mm x 95 mm x 2500 mm
– Steinwolle für die Decke 13 Stück 1000 mm x 2000 mm x 240 mm
– Steinwolle für Wände 14 Stück 3,75 m² stärke 80 mm
– Winkel für Balken und Steher 14 Stück 60mm x 60 mm x 40 mm
– Schrauben 4mm x 45mm 26 Stück
– Dichtungsband 6 stück 70mm, 10 Laufmeter
– Stoff für eine Beamer Leinwand

– Gipskarton Platten 8 Stück 9,5 mm x 600 mm x 2600 mm
– Steinwolle 6 Stück 1000 mm x 2000 mm x 240 mm
– Balken 2 Stück Fichte rau 48 mm x 78 mm x 4000 mm
– Balken 7 Stück rau 48 mm x 78 mm x 3000 mm
– Winkel 3 Stück 60mm x 60 mm x 40 mm

Wie gesagt, es muss nicht genau das sein – aber wenn du irgendetwas davon hast, bring es gerne vorbei.
Gib aber bitte unbedingt vorher Bescheid wann und was genau du bringen magst. kaleidoskop(ät)riseup.net

 

Liebig 34 Verteidigen!

+++english and other languages in the link+++

Senat und Padovicz wollen Liebig34 räumen lassen

Wie die meisten sicher schon wissen, ist Ende des Jahres 2018 der Pachtvertrag der Liebig 34 mit dem Immobilienspekulanten Padovicz, dem in Berlin mehr als 2.000 Objekte gehören, ausgelaufen. Seitdem leben wir ohne Vertrag aber nach wie vor glücklich und zufrieden in der Liebig34, lieben unser Haus wie eh und je und sind zu allen Schandtaten bereit es mit euch verteidigen. Padovicz und der Senat werden uns hier nicht rauskriegen, denn das ist unser Haus!
Heute wollen wir euch über unsere aktuelle Situation inormieren.

Was bisher geschah:

Vor knapp einem Jahr, im April 2018, adressierten wir einen Brief an unseren Hauseigentümer GijoraPadovicz, in dem wir unser Interesse mitteilten, auch nach 2018 „legal“ in unserem Haus bleiben zu wollen. Eine Reaktion blieb aus. Im Sommer lud uns Baustadtrat Florian Schmidt zu einem Gespräch ein. Nach langen hausinternen Diskussionen lehnten wir dies als Liebig34 Kollektiv ab. Zu wenigwas wir uns davon erhofften, zu viel was wir von unseren Überzeugungen hätten ablegen müssen. Dennoch war die Neugier, das Interesse an Informationsgewinnung trotz aller Bedenken und diebestehende Hoffnung bei Menschen nicht zu verleugnen, sodass sich interessierte Einzelpersonen aus der Liebig34 in Absprache mit dem Kollektiv mit Florian Schmidt trafen. Hierbei bot jener uns an, ein Treffen mit Padovicz zu organisieren, wozu wir als Kollektiv zähneknirschend zustimmten, um Informationen von ihm selbst zu erhalten.
Im September demonstrierten Tausende für den Erhalt der Liebig34 und gegenGentrifizierung. Zeitgleich wurde eine Wohnung im Weidenweg 63, einem seit Jahren leer stehenden Padovicz Haus in unmittelbarer Nachbarschaft, besetzt.Im gleichen Zeitraum wurde ein erstes Treffen mit Gijora Padovicz von ihm abgesagt, aber im Oktober 2018 nachgeholt. Padovicz betonte bei diesem Treffen, dass er froh sei,wenn er uns los sei und uns räumen lassen möchte. Weiterhin warf er uns vor, eine Hetzkampagne gegen ihn zu führen. Ergebnislos beendeten wir das Gespräch.Im November reichte der Anwalt von Padovicz, Ferdinand Wrobel (welcher laut der Kanzleihomepage „insbesondere Vermieter,Grundstückseigentümer und Hausverwaltungen vertritt“ aus der Kanzlei LASCAR am Kurfürstendamm) bei Gericht die Räumungsklage ein.

Aktuelles:

Der Bezirk, in Persona Florian Schmidt, versucht seitdem das offensichtliche Risiko der Eskalation zu minimieren und die Situation zu befrieden. Laut ihm wolle man die Situation im Friedrichshainer Nordkiez nicht eskalieren lassen und bemühe sich im stillen Kämmerchen -ohne uns als Kollektiv einzubeziehen- mit Padovicz auf eine Einigung hin zu arbeiten, die ihn und uns zufriedenstellt. Dazu sollten wir natürlich die Füße still halten. Im Dezember wurde uns mitgeteilt, es gäbe Bemühungen bis Ende Februar ein Ersatzgrundstück für Padovicz im Austausch für die Liebigstraße 34 zu finden, sodass das Liebig34 Kollektiv bleiben könnte. Dem wurde vermutlich nie nachgegangen. Stattdessen diskutiert der Senat bereits heimlich darüber, wie wir schnellstmöglichst geräumt werden können, um negative Imageauswikungen für die kommenden Wahlen zu vermeiden. Politik und Eigentümer wollen uns räumen lassen und auf juristischer Ebene liegt die Klage bei Gericht vor. Diese wird vermutlich innerhalb der nächsten Monate verhandelt und entschieden werden. Wir sind nicht mit dem Status quo, mit Hierarchien, den sogenannten „Rechtsstaat“ und staatlicher Kontrolle einverstanden. Daher werden wir uns nicht mit einer „rechtlichen“ oder „politischen“ Entscheidung zufrieden stellen lassen! Wir sind wütend darüber, dass Wohnraum als Ware gehandelt wird unddass mit ihm spekuliert wird, darüber, dass Menschen in die Vereinzelung gezwungen werden, darüber, dass wir mehr Lohnarbeiten sollen, um uns überhaupt noch ein Dach über dem Kopf leisten zu können, darüber, dass die, die über das Kapital verfügen so auch über das Leben anderer verfügen können und darin auch noch vom Staat geschützt und bestärkt werden. Wir wollen nicht nur unseren eigenen Arsch retten während die Stadt, die wir lieben, ausverkauft wird, gegen den Willen der Menschen, die darin leben, sie gestalten und welche flächendeckend unter Gentrifizierung und Verdrängung leiden.
Geisel, Schmidt und Padovicz sitzen an einem Tisch. Nicht mit dabei sind die dirty Queerfeminist*innen, um deren Haus es geht. Ein Eigentümer, dem die halbe Stadt gehört und zwei Politiker, drei hochrangige cis-Typen, die über die Zukunft eines queer-feministischen Hauses verhandeln, als würde es ihnen gehören und nicht uns, den Menschen, die darin wohnen und die es nutzen. Doch wir werden bleiben und kämpfen, egal wie deren Machtspiele verlaufen.Denn die Frage wie viele cis-Typen es braucht, um über die Zukunft eines queer-feministischen Hausprojekts zu entscheiden ist schnell beantwortet: keinen einzigen!

Was wir wollen:

Wir fordern, dass Padovicz uns Bewohner*innen das Haus unentgeltlich überlässt. In den letzten zehn Jahren haben wir mehr als genug für das Haus bezahlt, es instand gehalten und alles in ihm und um es herum organisiert. Padovicz hat 2008 den Bewohner*innen der Liebig34 das Haus weggekauft und lediglich einen Pachtvertrag ausgegeben, um -vermutlich wissentlich- Mietrecht für Wohnraum zu unterwandern. Inzwischen hat das Objekt durch die Aufwertung des Kiezes deutlich an Wert gewonnen. Wie praktisch für ihn, der doch in den letzten zehn Jahren keinen Cent investiert und keinen Finger krumm gemacht hat. Für Padovicz ist unser Haus nur eine weitere möglicherweise gewinnbringende Immobilie. Für uns ist es ein Schutzraum gegen die Zumutungen des Patriarchats und des Kapitalismus. Ein Ort an dem wir versuchen Alternativen zu diesen Herrschaftsformen zu leben jenseits des cis-sexistischen Alltags und des Normalzustands von Ausbeutung und Hierarchie. Ein Ort an dem unser Herz hängt. Ein Ort des Widerstands.

Wir fordern die Enteignung aller Immobilienspekulant*innen! Wir fordern die Übertragung des Hauses Liebigstraße 34 an die Bewohner*innen!
Wir fordern den Erhalt aller bedrohten Objekte, denn es kann nur eine gemeinsame Lösung geben!
Wir fordern wir die Abschaffung der sogenannten Berliner Linie!

Wir Bleiben Alle. Gegen Patriarchat, Eigentum und Ausbeutung.
Für eine befreite, solidarische Gesellschaft! Das Kollektiv der Liebig34