Solidarität mit dem SUB in Salzburg

Das Kaleidoskop-Team ruft zum Beteiligen bei der Demonstration am 9.4. in Salzburg auf!

Alternative Freiräume und selbst verwaltete Zentren sind wichtig in einer ausschließenden, sexistischen, rassistischen und kapitalistischen Gesellschaft. Die Übergriffe der Rechten und der Umgang der Polizei und diverser Geschäfts-treibender im Umfeld des selbstverwalteten Projektes ist zum Kotzen!

Klarstellung zur aktuellen Situation – Infos vom SUB
Als BetreiberInnen des Kulturzentrums SUB in der Müllnerhauptraße wenden wir uns aufgrund der Ereignisse der letzten Monate hiermit wieder an die Öffentlichkeit. Wie ihr wahrscheinlich schon der Berichterstattung verschiedener Medien entnommen habt, ist unsere Einrichtung und die Menschen die sie nutzen wiederholt zum Ziel gewalttätiger Attacken aus dem rechten Millieu geworden. Als ob das nicht schon Ärger genug wäre, äußern nun einige Müllner Gewerbetreibende in den “Stadt Nachrichten” massive Kritik an uns. Der Artikel unter dem Titel “Das SUB macht Probleme” suggeriert, zusammenfassend gesagt, dass die Schuld an den Vorfällen bei uns liegen würde. Ein Vorwurf der uns sehr erschüttert und der keinesfalls unkommentiert bleiben darf. Mit dieser Erklärung wollen wir daher näher auf die Ursachen des Konflikts eingehen.

Für uns besteht das Problem mit (Neo)Nazis nicht vordergründig in Form einer Handvoll kahlköpfiger Schläger. Diese sind nur ein Symptom des gesellschaftlichen Rechtsrucks dem wir uns offen und aktiv entgegenstellen, da er nicht nur für uns eine zunehmende Bedrohung darstellt. Als viel erschreckender erleben wir die allgegenwärtige Kultur des Wegschauens und Ignorierens. Rechtsextreme Entwicklungen werden auch in Salzburg zunehmend geleugnet, relativiert oder stillschweigend hingenommen.

weiterlesen unter: -> http://subsalzburg.blogsport.eu/2011/03/20/klarstellung-zur-aktuellen-situation/

Enough is Enough! Demo gegen rechte Gewalt!
9.4.11 // 15.00 // Platzl (anfang Linzergasse) // Salzburg
Demoaufruf der antifa|s:

Als im Jänner 2011 Unbekannte drei zum Gedenken an von den Nazis im KZ ermordete jüdische Familie Neuwirth in der Arenbergstraße verlegte Stolpersteine ausgruben, stahlen und das entstandene Loch mit Beton ausgossen, meinte Burghard Vouk, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz, dass neben “einer politischen Motivation” auch ein “reiner Messingdiebstahl denkbar wäre”. Denn “eine besonders aktive rechtsradikale Szene gebe es in Salzburg derzeit jedenfalls nicht”.

Dabei ist Messingdiebstahl als Motiv absolut unwahrscheinlich. Die Stolpersteine sind nur mit einer dünnen Schicht Messing überzogen, dafür würde kein vernünftiger Dieb und keine vernünftige Diebin sich die Mühe machen, die Steine mühsam zu entfernen und dann noch die Stelle zuzubetonieren.

Diese Episode aus der jüngsten Salzburger Geschichte verdeutlicht vor allem eines: die anständige Mitte der Gesellschaft will die Probleme mit den extrem Rechten nicht sehen. Selbst wenn sie mit der Nase in der braunen Scheiße steckt, will sie, wenn man sie danach fragt, nichts gerochen haben.

weiterlesen: -> ‘Enough is Enough! Demo gegen rechte Gewalt!’

Solidaritäts-erklärung für Wagenleben in Wien


Wir Gruppen (plan.los!, Kaleidoskop, …) und Personen aus dem Netzwerk KuKuMA erklären uns solidarisch mit dem geräumten Wagenplatz Treibstoff und dem akut räumungsbedrohten Wagenplatz Hafenstraße.

Als unabhängige und autonome Kulturarbeiter*innen fordern wir einen Kurswechsel der Stadtpolitik, einen Stop der Repression sowie mehr Mittel und Förderungen für alternative Räume und Lebensweisen!

Der Wagenplatz Treibstoff wurde am Morgen des 21.10. von einer hunderstschaft an Polizeikräften mit unterstützung der Abschleppfirma „Toman“ ohne Vorwarnung geräumt. Mehr als fünfzehn Personen stehen nun
kurz vor dem Winter ohne ihre Unterkunft auf der Straße. Zudem sind über 10.000e an Kosten für den Abtransport und die Rückgabe der Wägen zu entrichten.

Der Wagenplatz Hafenstraße ist akut Räumungsbedroht. Seitens der MA69 (=Liegenschaftsmanagement der Stadt Wien) wurde für Donnerstag den 28.10. 9h die Räumung des Platzes angekündigt. Konkret brauchen die Bewohner*innen Unterstützung beim Abbau und Hilfe beim Aufräumen. Ein von mehreren Menschen über neun Monate bewohnter Ort lässt sich so einfach nicht binnen zwei Tagen packen!

Der ausverhandelte und “legalisierte” Wagenplatz Lobau wurde ebenso direkt nach den Wahlen in Wien vor die bisher nicht kommunizierte Tatsache gestellt nun neben einer 24hGroßbaustelle existieren zu müssen.

Wir finden das der momentane Umgang mit Wagenleben und alternativen Lebensweisen in Wien zutiefst verachtenswert ist. Auch scheint die Wiener SPÖ kurz nach den Wahlen noch schnell mit Projekten die nicht auf ihrer Linie liegen abrechnen zu wollen.

Wir rufen dazu auf die Wagenplätze aktiv zu unterstützen, sich über die aktuelle Lage von Projekten in Wien zu informieren und die Stadt Wien über euer Missfallen aufzuklären.

Links zum Thema:
http://at.indymedia.org/node/19217
http://at.indymedia.org/node/19284
http://at.indymedia.org/node/19193

http://treibstoff.wagenplatz.at/
http://hafenstrasze.wagenplatz.at/
http://akwlobau.wagenplatz.at/

Kontakt zur MA69:
http://grundstuecke.wien.at

Kontakt zu Häupl:
http://www.wien.gv.at/advuew/internet/AdvPrSrv.asp?Layout=politiker&Type=K&SUCH=H%E4upl%20Michael,%20Dr.&personcd=2004073010475502&SUCHNAME=H%E4upl%20Michael