Demo KVU/Freiräume + Kaleidoskop = 6 Jahre alt

Demo für den Erhalt der KVU sowie Freiräume allgemein!
2. Fe­bru­ar 2013 / 14 Uhr / Wien
Treffpunkt EUROPAPLATZ (bei Westbahnhof)

Die Kir­che von Unten (KvU), eines der äl­tes­ten links-al­ter­na­ti­ven Pro­jek­te Ber­lins, steht mit Be­ginn die­sen Jah­res ohne Miet­ver­trag da und blickt einer Räu­mung ent­ge­gen. Die Im­mo­wert Ar­ko­nah­ö­fe Ber­lin GmbH , eine Un­ter­grup­pe eines äu­ßerst un­durch­sich­ti­gen Fir­men­ge­flechts von AGs, GmbHs, samt ei­ge­ner Stif­tung, schlug jedes Ge­sprächs­an­ge­bot in den Wind. Nach nun rund zwei Jah­ren Schrift­ver­kehr, schwam­mi­gen Ant­wor­ten der Haus­ver­wal­tung und der Nicht­ver­län­ge­rung der Miet­ver­trä­ge die­sen Ja­nu­ar, reißt uns der Ge­dulds­fa­den. Wir wer­den darum Mi­cha­el F. Si­mon­cic, einem „Ei­gen­tü­mer“ der KVU, am 2. Fe­bru­ar einen Be­such ab­stat­ten. Dafür ma­chen wir uns auf den Weg nach Wien.
Mehrr Infos unter -> http://wirbleibenalle.org/?p=317

Kaleidoskop = 6 Geburtstagsfest
2.Februar 2013 / 20h
Schönbrunnenstraße 91, 1050 Wien
u.a. mit Cocktails, DJ*anes, EsRap, Tombola -kommt zahlreich!

Die irreguläre Kaleidoskop Bank

Subject: MA 28-L-29955/12 5., Schönbrunner Straße 91 Sitzbank
From: MA 28 Straßengrundverwaltung
Date: Mon, November 19, 2012 12:42 am
To: kaleidoskop@riseup.net

An
Kaleidoskop – Verein zur Förderung und Erhaltung
von kultureller Kommunikation und Partizipation

Sehr geehrte Damen und Herren !

Im Zuge einer Erhebung wurde festgestellt, dass vor Ihrem Vereinslokal in Wien 5.,
Schönbrunner Straße 91 eine angekettete Sitzbank (siehe beiliegendes Foto)
aufgestellt wurde. Für diese Bank besteht auf Grund vorhandener Unterlagen derzeit
weder eine Bewilligung nach der Straßenverkehrsordnung und dem Gebrauchsabgabegesetz
noch eine zivilrechtliche Vereinbarung mit der MA 28.

Sie werden daher aufgefordert, sämtliche Gegenstände unverzüglich zu entfernen.
Sollte dies bis 21. November 2012 nicht geschehen, wird die MA 28 eine
Ersatzvornahme gegen Kostenersatz veranlassen.

mit freundlichen Grüßen

– Name rausgenommen –

MA 28 – Straßenverwaltung und Straßenbau
Gruppe Straßengrundverwaltung
Lienfeldergasse 96, A-1170 Wien
Telefon: +43 1 4000-49878
Handy: +43 676 8118 49878
Fax: +43 1 4000 99 49610
E-Mail: post@ma28.wien.gv.at
Internet: http://www.strassen.wien.gv.at

Für den Abteilungsleiter:
Dipl.-Ing. Robert Rosenauer
Leiter Straßengrundverwaltung

Beweisfoto: 004.pdf

Subject: Re: MA 28-L-29955/12 5., Schönbrunner Straße 91 Sitzbank
From: kaleidoskop@riseup.net
Date: Tue, November 20, 2012 6:28 am
To: post@ma28.wien.gv.at

Sehr geehrte – Name rausgenommen -,

vielen Dank für diese Information, es wird veranlasst dass die Bank unverzüglichst entfernt wird. Wir haben dies bereits an unsere Fachkräfte für kreative Kreislaufwirtschaft weitergeleitet.

Wir finden es schade, dass diese Bank – hoffentlich nur für kurze Zeit – aus dem “öffentlichen” Raum verschwinden muss. Denn wir haben aus bisherigen Gesprächen mit Passant*innen zurzeit nur Positives über diese Bank zu berichten.

Sie wurde von vielen ermüdeten Personen dankend genutzt und in Gesprächen von Manchen gar als “kloane-Wellness-Oasn” bezeichnet, was gerade in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr viele von ihrer Bank behaupten können.

Spaß beiseite, wir sehen ein dass es anscheinend einer Bewilligung bedarf um dieses Objekt der Entspannung weiter der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und wollen diese Chance auf Erholung auch zukünftig für die Passant*innen des 5ten und anderer Bezirken möglich machen.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns kurz schildern könnten wie der notwendige Behördenweg aussieht. Falls Ihnen ein Gespräch am Telefon oder gar ein Termin zum persönlichen Gespräch in der Lienfeldergasse lieber wäre lassen Sie es uns bitte wissen indem Sie uns gleich einen Terminvorschlag senden.

Wir bedanken uns für Ihre Arbeit und wissen, dass Sie ausführende Kraft sind und bei vielen gemeldeten Fällen sicher selbst schmunzeln müssen. Wir haben dies zumindest ein wenig tun müssen, da wir nie gedacht hätten dass eine Bank zum kurzen Ruhen in dieser hektischen Welt als störend wahrgenommen werden kann.

Wir bedanken uns für das mitgesendete Foto und falls dieses vielleicht einladend wirkt und sich irgendjemand in Ihrem Büro für das Thema Gartenarbeit interessiert haben wir noch ein paar Informationen für Sie:

Es startet in wenigen Tagen in unseren Räumlichkeiten eine Workshop-Reihe zum Thema Permakultur, der erste Workshop hat das Thema “Was ist Permakultur? Schwerpunkt Grundwissen” und findet am Samstag den 24.11.2012 um 15:00 Uhr statt. Wir freuen uns immer über interessierte Teilnehmer*innen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit, viel Erfolg und freuen uns auf ihre Rückmeldung

herzlichst
das Kaleidoskop

p.s.
Es ist unklar was genau Sie mit (Zitat:) “Gegenständen” meinen, wir hoffen, dass es diese Formulierung aus einer anderen e-mail in diese Sendung geschafft hat

access all areas – 17.12.2011

ACHTUNG: das Dienstag 8.11. Treffen ist aufgrund der Epizentrum Räumung auf 20h30 verschoben.

Das letzte Platz-da!? Treffen ist nun eine Weile her – aus den geplanten Sommertreffen ist nicht wirklich etwas geworden und vielleicht hat auch einfach der akute Anlass gefehlt. Das ändert sich denn es gibt hiermit zwei Platz-da!? Vorbereitungstreffen für den 17.12.2011 – << access all areas >>

Dienstag den 08.11.2011 um 20h30 im Kaleidoskop / Schönbrunnerstraße 91
sowie am Montag 21.11.2011 um 18h30 in der Schenke/ Pfeilgasse 33

Leitet die Einladung bitte an andere Gruppen und Projekte weiter, die an den Themen Interesse haben könnten, überlegt euch auch schon was ihr im Rahmen des Aktionstages und allgemein diesen Winter an Programm/ Aktionen/ Texten/ Filmen/ Ideen einbringen könnt und wollt. Ziel der Treffen wäre es ein gemeinsames Programm rund um den Aktionstag zu entwickeln in das verschiende Orte eingebunden sind. Dazu könnte als Output der Diskussionen eine kleine Textsammlung und Dokumentation entstehen, die als Folder veröffentlicht werden soll.

access all areas ?
(Auszug aus dem Infotext zum Aktionstag)

Ein Tag der Theorie und Praxis sozialer Kämpfe
Der Aktionstag soll Ausdruck, Kristallisationspunkt und Vernetzung dieser lokalen und doch grenzüberschreitenden Kämpfe sein. Wir wollen die überall stattfindenden Auseinandersetzungen aufeinander beziehen und als allgemeinen politischen Konflikt im Gefüge der kapitalistischen Gesellschaft sichtbar machen, ohne sie zu vereinheitlichen. Umgekehrt gewinnen durch diese Bezugnahme auch die jeweils lokalen Kämpfe an Stärke und politischem Gewicht, verschieben die Kräfteverhältnisse. So ist es für uns ein konkretes Ziel des Aktionstages, uns selbst, aber auch möglichen Investor_innen und den politisch Verantwortlichen einen Eindruck des überregionalen und internationalen Widerstands zu vermitteln, mit dem z.B. im Falle eines Angriffs auf die Rote Flora zu rechnen ist.

Wir fordern alle auf, zum Aktionstag am 17. Dezember 2011 allerorts vielfältig aktiv zu werden, lokale Konflikte aufzugreifen und eure Kämpfe vor Ort mit dem Kampf um das politische Projekt Flora zu verbinden!

Dem wollen wir in Wien gerne nachkommen und den Aktionstag sowie die Zeit davor und danach nutzen um Themen wie Gentrifizierung, Widerstandsstrategien und Raumaneignung zu thematisieren. Bezugspunkte gibt es genügend!

So zeigt gerade mal wieder die Besetzung der Lindengasse 60-62 und damit die Schaffung des Epizentrums den massiven Bedarf an unkommerziellem Freiraum auf sowie damit verknüpft die unbeugsame Haltung der Stadt Wien und der Eigentümer_innen. Das Epizentrum steht kurz vor der Räumung, aber auch andere selbstorganisierte Räume sind in Gefahr, wie etwa das Amerlinghaus. Dort wurde dieser Tage teilweise der Strom abgeschaltet und es wird soeben versucht die selbstverwalteten Strukturen des Kulturzentrums zu zerstören und die direkte Kontrolle durch die Stadt zu erzwingen.
Derweil wird zwar in der Kulturpolitik euphorisch von Brutstätten geschwafelt, in Realität wird jedoch freien und politischen Kultur- Vereinen und Projekten ihr Budget gestrichen. Die angekündigte Agentur für Zwischennutzungen bleibt bisher eine bloße Idee auf dem Papier, Interessenbekundungen seitens der freien Kultur-Szene unter fairen Bedingungen in die Erarbeitung eines sinnvollen Modells miteinbezogen zu werden wurden bisher ignoriert. Es bleibt zu befürchten, dass von Seiten der Stadt „Kreative“ weiterhin nur als billige Aufwerter_innen verstanden werden wollen.
Neue Regelungen erschweren es Sexarbeiter*innen ihren Beruf auzuüben statt Strukuren zu schaffen, die Eigenständigkeit fördern.
Anstatt frei Fahrt für alle setzt die rot/grüne Stadtregierung die Kosten für Schwarzfahren auf 100Euro hinauf und dies wird von den Grünen abgefeiert.
Von 745 des ZARA-Team im Jahr 2010 festegehaltenen rassitischen Übergriffen finden rund 27% im öffentlichen Raum statt. So lesen die Leute in der U-Bahn lieber weiter in Verblödungsblättern statt bei rassistischen Kontrollen (Ethnic Profiling) der Polizei einzuschreiten (die für rund 9% der dokumentierten Übergriffe verantwortlich ist).
Während dessen stehen immer noch 80.000 Wohnungen leer und die ständig steigenden Mieten und Erhöhungen von Grundkosten zeigen, dass in Wien noch einiges an Profit zu machen ist.

Diese Themen sowie die Verdrängung von Konsument*innen illegalisierter Substanzen, Verkehrspolitik und Radfahren, Ernährungssouveränität und Stadt, die Fragestellung was Freiraum ist, und vieles andere bieten Anknüpfungspunkte um den Winter ganz im Zeichen der theoretischen und praktischen Beschäftigung mit dem „Recht auf Stadt“ zu gestalten.

In diesen Sinne:

Gentrifizierung sabotieren – besetzte Projekte vervielfältigen!
Für die Enteignung des Privaten und die Aneignung des Öffentlichen!
Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Sexismus bekämpfen!

Links:
http://platzda.blogsport.eu/
http://florableibt.blogsport.de/2011/10/04/17-12-2011-access-all-areas/

Lange Nacht der Anarchie

Kurzmitteilung

Am 7.5. gibt es erstmals in Wien die Lange Nacht der Anarchie. Dazu gibt es ein umfangreiches Programm verschiedener Räume und Projekte.

Alles hat heutzutage ihre lange Nacht – Museen, Partys, Kirchen und die U-Bahn. Worauf Ihr bisher aber vergeblich warten musstet, findet nun endlich und erstmals statt: die lange Nacht der Anarchie.
Wo sich Herrschaft zementiert, ein rassistischer, sexistischer, transphober, kapitalistischer, antisemitischer und homophober Konsens sich täglich aufs Neue wieder erfindet und verschärft, ist Widerspruch gefragt wie eh und je. Nur vermeintlich alles ist möglich in Zeiten neoliberaler „Diversity“, die Dich dann hin und wieder ein wenig „anders“ sein lässt, wenn Du Dich prinzipiell brav ausbeuten und vereinnahmen lässt. Aber das kann’s doch nicht sein, nicht nur wir wissen (ihr doch auch, oder?) um die Möglichkeit und Notwendigkeit herrschaftsfreier Gesellschaft.

Selbst in Wien gibt es linke, emanzipatorische autonome Projekte, Initiativen und Räume, die sich in einen herrschenden Mainstream nicht integrieren wollen und diesen in Frage stellen. Ein Außerhalb gibt es nicht, aber viel Dagegen-Sein. Und den Versuch, Gelerntes zu verlernen, um jenseits der geschriebenen, ungeschriebenen und verinnerlichten Gesetze und Normen die eigenen Regeln zu finden. Machtverhältnisse sind vielfältig und recht verschieden -dementsprechend gibt es trotz aller Überschneidungen und (un)möglichen Abgrenzungen

weiterlesen unter: http://langenachtderanarchie.wordpress.com/2011/03/25/wien-ist-anarchistisch/

Auch zwei KuKuMA Gruppen beteiligen sich am Programm:

17h Workshop: Bezugsgruppen und direkte Aktionen
Kommunikationsguerilla, StadtPiratInnen, AnarchaNinja in Theorie und Praxis.
Workshop und Diskussionsrunde, dann Aktionen planen und umsetzen,
ab 20 Uhr dann Themenabend und Party!

VeranstalterIn: Kaleidoskop
Veranstaltungsort: 1050, Schönbrunnerstraße 31
mehr zum Kaleidoskop unter -> http://kaleidoskop.blogsport.eu/

Aktion: Pflanz dir deine Stadt!

Für den freien Zugang zu Gärten für alle Menschen der Stadt*eigeninitiatives, selbstbestimmtes Nutzen/Gestalten öffentlicher Räume*Freiräume für Kreativität und gemeinschaftliches Miteinander*das Anbauen eigener Lebensmittel, Wege zur Subsistenz*den freien Austausch von gärtnerischem Wissen und praktischen Fertigkeiten*Stadtnatur für alle, nachhaltige/zukunftsfähige Raumnutzung*das Umsetzen der eigenen Visionen einer anderen Stadt(kultur)*Spaß am gemeinsamen urbanen Gärtnern

Komm zur Night-Music-Session in den Guerilla Garten – Längenfeldgasse (U4/U6 beim Skatepark, Durchgang gegenüber Dunklergasse 19)
Ab 18:30 gemeinsames jammen, seedbombs basteln, gärtnern und aufwärmen – danach Seedbombing Through The City!

VeranstalterIn: Guerilla Gardening
Veranstaltungsort: 1120 Wien, Längenfeldgasse (U4/U6 beim Skatepark, Durchgang gegenüber Dunklergasse 19)

mehr zur GGardening unter: http://ggardening.blogsport.eu

Das extrem Umfangreiche und super Programm mit allen beteiligten Terminen findet ihr unter:
http://langenachtderanarchie.wordpress.com/programm-14-bis-2400/