Distanzierung des Kaleidoskop vom Foodsharing Netzwerk

Der folgende Text wurde von der Gruppe die das Kaleidoskop organisiert über eine Dauer von rund drei Monaten erarbeitet. Wenn ihr Rückmeldungen, Fragen oder Anmerkungen hab könnt ihr uns via kaleidoskop@riseup.net erreichen.
Im Anschluss an den Text finden sich weitere Themenbezogene Web-links sowie die weiteren Foodsharing- bezogenen Statements.

Distanzierung des Kaleidoskop vom Foodsharing Netzwerk
Von Anfang Oktober bis Ende Dezember wurde im Kaleidoskop eine Vokü (=Volxküche, regelmäßig stattfindendes offenes Treffen zum gemeinsamen Kochen und Essen, ohne fixen Preis) organisiert, die von der Gruppe Foodsharing Wien veranstaltet wurde. Dies ist für uns der Anlass Stellung zu den Vorwürfen gegenüber Foodsharing zu beziehen. Ende November wurden wir darüber informiert, dass es sich bei einer Person innerhalb der Foodsharingstrukturen um eine rechts oder ehemals rechts organisierte Person aus dem Kreis der “Identitären” handelt. Dies hat uns schockiert und aufgeregt, da wir antifaschistisch sind und rechte Strukturen ablehnen. Es gibt keinen Platz für Nazis welcher Art auch immer im Kaleidoskop!

Willkommen im Kaleidoskop

Wir sind ein Freiraum, der diverse in unserer Gesellschaft verankerte Verhaltens- und Unterdrückungsmechanismen entschieden ablehnt und versucht, einen Schutzraum zu schaffen. Wir wollen, dass in unserem Raum alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, kulturellen Zuschreibungen, sexueller Orientierung, Lebensweise, Besitz uvm. frei sein und sich entfalten können, ohne dabei von anderen diskriminiert und eingeschränkt zu werden.
Deshalb sind wir klar antifaschistisch, antirassistisch, antisexistisch, gegen (Hetero-)Normen, Hierarchien und Kapitalismus. Wir erwarten einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Wer sich mit diesen Grundsätzen nicht identifizieren kann und sich darüber hinwegsetzt, wird aufgefordert, das Kaleidoskop zu verlassen; und das gilt ebenso für Gruppierungen, die diese Grundsätze als unwichtig ansehen und nicht beachten.

Foodsharing, was ist das?

Laut Selbstbeschreibung¹ soll Foodsharing eine Internet-Plattform für die geldlose Verteilung von Lebensmitteln bieten und sich gegen Lebensmittelverschwendung organisieren. Zum Beispiel werden Lebensmittel, die sonst von Supermärkten und Haushalten weggeworfen würden, von Verbraucher*innen abgeholt. Eigentlich eine gute Idee, könnte mensch meinen.
Bei dem oben genannten Foodsharing-Mitglied handelt es sich aber um einen ehemaligen “Botschafter” der Foodsharing Gruppe. Botschafter ist die Selbstbezeichnung von den Mitgliedern die neben den selben Tätigkeiten der Foodsaver und der Freiwilligen die Koordination übernehmen und somit einen großen Einfluss auf Entscheidungen der Gruppe besitzen. In der Organisationsstruktur finden sich also Hierarchien, die durch die jeweilige Position bedingt sind².

Dieselbe Person war über einen längeren Zeitraum bei den Wiener Identitären aktiv, wie unter anderem an Fotos und Facebook-Einträgen erkennbar ist. Die Informationen wurden auch von ihm selbst bestätigt. Er war Anfang Februar bei der Votiv-Kirchenbesetzung der Identitären und damit bei einer größeren Aktion dieser rechtsextremen Gruppe beteiligt. Während des Refugee Protests in der Votivkirche haben die Identitären eine “Gegenbesetzung” gestartet, mit dem Ziel, den Protest durch eine gewaltsame Polizeiräumung beenden zu lassen und eine öffentlichkeitswirksame Eskalation zu erreichen.³

Solidarität ist eine WaffeL – Support your local Antifa_Vokü!

Diese Informationen wurden direkt an Personen aus der Foodsharing-Struktur weitergegeben, da wir davon ausgegangen sind, dass sie noch nichts davon wussten. Wie sich aber herausstellte, war das bereits bekannt, aber bis dahin anscheinend kein Grund für eine Positionierung. Wir erhielten daraufhin zuerst ein sehr kurzes und in weiterer Folge ein längeres Statement. Die Statements sind unten angehängt; da wir unseren weiteren Umgang mit Foodsharing von diesen Statements abhängig gemacht haben, möchten wir hier zusätzlich darauf eingehen.

Eigentlich hatten wir auf eine schnelle und klare Stellungnahme mit einer eindeutigen Positionierung gegen Rechts sowie sofortigen Ausschluss gehofft. Ein Ausschluss scheint uns vor allem deswegen nötig und sinnvoll, da die (ehemals) rechtsaktive Person aus einem Kontext kommt, in dem u.a. gezielt Methoden linker und progressiver Gruppen angeeignet werden. Eine Unterwanderung im Sinne von Querfrontaktivitäten erschien uns deswegen durchaus möglich.

Parteipolitik? Das war nicht die Frage.

Mehrere Wochen nach der ersten Kommunikation über dieses Thema mit Foodsharing-Mitgliedern und mehr als eine Woche nach der endgültigen Forderung von einem Statement kamen einige wenige allgemein gehaltene Zeilen, in denen sich Foodsharing Wien von Parteipolitik distanziert – schön und gut, das begrüßen wir auch, da sind wir voll auf einer Linie⁴; aber leider eine vollkommene Themenverfehlung.

Im zweiten Statement wiederholen sie erneut, dass Foodsharing keine parteipolitische Initiative ist und betonen, dass sie sich “von jeglichen Vorwürfen einer politischen Richtung zugehörig zu sein, oder eine solche zu unterstützen” distanzieren. Dieses wurde im Gegensatz zum Ersten mit Foodsharing Wien, Österreich und Deutschland unterzeichnet und geht auf die konkreten Vorwürfe ein. Die (ehemals) bei den Identitären aktive Person wird jedoch in Schutz genommen. Weiters wird erwähnt, dass die Teilnahme am Netzwerk nur mehr mittels Ausweis möglich sein soll.

Dies widerspricht einem grundlegenden Verständnis von einem vorsichtigen Umgang mit persönlichen Daten (abgefragt werden etwa Vor- und Nachname, Adresse, Telefonnummer und E-Mail Adresse). Es wirkt für uns seltsam, dass trotz aktuellen Diskursen rund um Überwachung Menschen selbständig bereit sind, all diese Informationen offen vielen Personen einsehbar bereitzustellen. Wir finden es wichtig, dass Zugänge zu Lebensmitteln allgemein an möglichst wenig Hürden geknüpft werden und bei Entscheidungen versucht wird, ohne zusätzliche Hierarchien auszukommen und allen Beteiligten gleiche Rechte ermöglicht werden.

Menschen müssen für ihre Handlungen Konsequenzen tragen.

Wir bekamen immer wieder von anderen Foodsharing-Mitgliedern, die wir auf die Problematik angesprochen haben zu hören, dass die (ehemals) rechtsaktive Person nicht wusste, worum es sich bei den Identitären handelt. Dass das stimmt ist schwer vorstellbar, unter anderem weil er zu einer Zeit Mitglied bei den Identitären war, als es bereits eindeutige Artikel über die Identitären gab. Ihre rassistische und islamfeindliche Gesinnung war ein öffentliches Thema: So wurde z.B. im November 2012 von fm4 ausführlich berichtet⁵. Im Februar 2013 schrieb die Zeitschrift Profil über bestehende Verbindungen zwischen Identitären und Neonazis⁶.

Auch Foodsharing sollte sich endlich mit der Thematik von Verantwortung auseinandersetzen. Im Hinblick auf rechte Gewalt ist eine “neutrale” Position nicht möglich. Entweder unterstützt Foodsharing Antifaschismus indem es sich von Mitgliedern, deren rechtsextreme Tätigkeiten bekannt sind, trennt, oder eben nicht.
Sollte das nicht wichtig sein, muss das aber aus dem Selbstbild heraus klar ersichtlich sein. Foodsharing ist dann eben nicht offen für “alle”, sondern schließt konsequent Menschen aus, die von Unterdrückung betroffen sind. Dies könnte z.B. durch eine Warnung für die Betroffenen auf allen Infoflyern und OnlinePlattformen sowie bei jeder Verteilstation zu finden sein.

ein paar Ergänzungen zu den Identitären:

Nachdem es sich bei den Identitären um eine Gruppierung handelt, die sich aus Personen zusammensetzt, die teilweise eine jahrelange Kontinuität in der neonazistischen Szene haben, lassen sich gewisse Verbindungen nachweisen. Einige zentrale Akteure* kommen aus einschlägigen Neonazi und rechtsextremen Kreisen. Der Großteil der Wiener Identitären rekrutiert sich aus dem Burschenschafter Milieu und aus dem organisierten Neonazispektrum. Jetzige Mitglieder der Identitären waren vor nicht allzu langer Zeit im Umfeld des Neonazis Gottfried Küssel (welcher mittlerweile rechtskräftig verurteilt in Haft ist⁷). Einer davon ist Martin Sellner. Er hielt sich 2008 auf der Gedenkveranstaltung für den Nazihelden Walter Nowotny auf und wurde als Administrator von Alpen-Donau.info vermutet. 2010 reiste er zum Naziaufmarsch nach Dresden.

Die Überschneidung von Identitären und dem Neonazispektrum ist für viele Antifaschist*innen nicht verwunderlich: “Der „Bloc identitaire“ aus Frankreich, welcher 2003 gegründet wurde, gilt als Nachfolgeorganisation der behördlich verbotenen neonazistischen Gruppe „Unité radicale“. Nicht nur offensichtliche Nazi-Propaganda ist problematisch. Es ist immer mehr zu beobachten, dass auch die Identitären nicht ausschließlich dumpfe Parolen von sich geben, sondern diese verklausulieren und damit versuchen, für die Mehrheitsgesellschaft anschlussfähig zu bleiben. Die Rede von der „Islamisierung Europas“, von Heimatverbundenheit und ein völkisch besetzter Begriff der “Identität“, der aber kulturalistisch umschrieben wird, wirkt für viele harmlos. Dahinter verbirgt sich aber ein menschenverachtendes Weltbild. Anstelle des verpönten Wortes „Rasse“ tritt der Begriff der “Kultur” – gemeint ist damit aber der gleiche rassistische Herrschaftsanspruch.”⁸

In der österreichischen und deutschen Geschichte hat es Tradition, Nazis und Rechtsextremen ihre “Vergangenheit” allzu schnell zu verzeihen.

Dass viele öffentlichen Ämter in diesen Staaten nach 1945 von ehemals hochrangigen NSdAP Mitgliedern bekleidet wurden ist längst kein Geheimnis mehr. Ebenso wenig stößt sich die bürgerliche Mitte an Nationalratsabgeordneten aus schlagenden Burschenschaften. Wenn es um die Geschichte des Nationalsozialismus geht gibt es oft rechtfertigende Phrasen zu hören wie z.B.: “Sie wussten nicht, was sie taten, sie hatten keine andere Wahl”. Für das Verbrechen des Faschismus gibt es kein Vergeben, kein Vergessen!
Für die Entnazifizierung mag es zu spät sein, für ein klares Bekenntnis gegen rechtsaußen aktive Menschen nicht.

Die Gruppe Foodsharing hat durch ihr Verhalten unserer Ansicht nach mehr als eindeutig Stellung bezogen. Hauptsächlich kritisieren wir dabei, dass sich die Gruppe offenbar nicht bewusst über mögliche Konsequenzen ist, die es für linke / autonome Gruppen gibt, wenn eine deutliche Abgrenzung nach Rechts ausbleibt. Durch die fehlende Abgrenzung nach Rechts entstehen Gefahren für jene linken/ autonomen Räume, in denen sich die Verteilungsorte von Foodsharing Wien unseres Wissens nach hauptsächlich befanden. Wir wissen, dass Personen die auch bei den Identitären organisiert sind, sich schon in den letzten Jahren in dem Milieu bewegt haben, welches für größere Aktionen gegen antifaschistische Aktivitäten und Angriffe auf linke / autonome Veranstaltungen oder Räume bekannt ist.

Für Aktivist*innen die sich auch im antifaschistischen Spektrum bewegen stellt dies eine Gefährdung dar, denn die Anti-Antifa sammelt Namen und Adressen dieser Aktivist*innen, nicht nur um sie in Aktenordnern abzuheften!
Anscheinend glauben mehrere Personen des Foodsharing Netzwerkes, dass die rechtsaktive Peson mit seinen rechten Aktivitäten in der Vergangenheit nichts mehr zu tun hat. Ein so schneller Gesinnungswechsel erscheint uns unwahrscheinlich und ist für uns nicht glaubwürdig.

Die Person war zumindest bis kurz vor seinem Einstieg in Foodsharing bei den Identitären aktiv, eventuell gab es eine Überscheidungsphase bei den Aktivitäten. Verinnerlichte Positionen können nicht einfach abgeworfen werden und auch Kontakte brechen meist nicht von einem Tag auf den anderen unwiderruflich ab. Es braucht oft lange Auseinandersetzung (mit sich selbst), um ansozialisierte unterdrückende Verhaltensweisen und damit verbundene Handlungen nicht nur zu erkennen, sondern diese Formen dann auch nicht mehr zu reproduzieren. Wir freuen uns natürlich über jede Person die sich rechten Strukturen entziehen will, eine Stelle um solch menschenverachtenden Strukturen den Rücken zu kehren gibt es in Österreich nicht.⁹

Da es nicht um ein Inszenieren von Positionen geht erwarten zumindest wir kein öffentliches Stament von dieser Person, sondern eine selbstkritische Auseinandersetzung. Von der Foodsharing Plattform hingegen erwarten wir eine klare Positionierung zu politischer Praxis.

We are struggeling in a point between two worlds, the one we don’t accept and another one that doesn’t exist.

Abgesehen von einem antifaschistischen Konsens sind uns auch andere Grundsätze wichtig. Wir dulden weder Faschismus noch Rassismus und belassen es dabei nicht bei Stellungnahmen. Anstatt zu resignieren oder uns einschüchtern zu lassen, wollen wir lieber auch die rassistische Mitte der Gesellschaft angreifen oder zumindest mit Kritik nicht sparen.

Die Annahme, dass Neonazis in einem in sich geschlossenen Teil der Gesellschaft leben und agieren ist fatal. Die Übergänge zur Mehrheitsgesellschaft sind fließend und die von Neonazis benutzten Stereotype werden genauso wie Rassismus, Antisemitismus usw. dort tagtäglich reproduziert. Denn ohne dieses Weltbild welches in der sogenannten Mitte der Gesellschaft wurzelt, wären Nazis tatsächlich isoliert und ihr Handlungsspielraum kaum erwähnenswert.”¹⁰

Es gibt viele Möglichkeiten den rassistischen Normalzustand zu verweigern, sich einzumischen und ihn aufzuzeigen z.B.

  • bei Fahrkartenkontrollen,
  • polizeilichen oder sonstigen Ausweiskontrollen,
  • im Flugzeug mit dem in den Urlaub geflogen wird, während gleichzeitig Menschen abgeschoben werden,
  • wenn mit dem Zug über eine Grenze gefahren wird,
  • in dem einen oder anderen WG-(Wohn)zimmer,
  • u.s.w.

Sicherlich müssen wir auch Selbstkritik üben. Denn wir haben die regelmäßige Zusammenarbeit mit der Vokü/ der Gruppe Foodsharing nicht weiter hinterfragt, weil wir die Grundidee hinter Foodsharing durchaus positiv bewertet haben. Dies hat dazu geführt, dass wir uns nicht über die Struktur und Organisationsform von Foodsharing informiert haben. Der hierachische Aufbau der Gruppenstruktur, und die fehlende antifaschistische Positionierung sind uns dadurch nicht aufgefallen. Prinzipiell ist es uns sehr wichtig, die Gruppen zu kennen, die das Kaleidoskop regelmäßig nutzen und wir klären ein gemeinsames politisches Grundverständnis miteinander ab.¹¹

Das haben wir in diesem Fall verabsäumt; nicht zuletzt liegt das daran, dass es sich bei Foodsharing um eine sehr diverse Gruppierung handelt in der Menschen mit verschiedensten politischer Ansichten aktiv sind. Die jeweiligen Kontaktpersonen können also durchaus ähnliche Ideen vertreten wie diverse linke Räume. Erst als Hinweise von außen auf den rechten Background einer der im Foodsharing-Kern aktiven Person auftauchten, fand diesbezüglich eine Auseinandersetzung unsererseits statt.

last but not least – Queerfront statt Querfront!

Dass sich rechts aktive Personen in zivilgesellschaftliche und offene Plattformen einbringen ist nicht Neues. Umwelt-, Sport- oder Bürger*innen Initiativen und Bewegungen wurden ab den 1930ern gezielt unterwandert, linke und progressive Inhalte von Nationalsozialist*innen angeignet und verwendet um eine größere Reichweite zu bekommen und bestehende antifaschistische Strukturen und Bewegungen zu spalten.

So setzen sich Rechte gegen Atomkraft und für die “heimischen” Wälder ein, betreiben Gnadenhöfe für nichtmenschliche Tiere, schreien “a.c.a.b.” gegen die Polizei oder inzenieren sich als Teile von Friedensbewegungen gegen den “amerikanischen Krieg” (Ein weiterer Grund sich kritisch mit Antisemitismus und Antizionismus in linken/autonomen Strukturen auseinanderzusetzen).
Vergessen wir nicht die Nazi-Esoteriker*innen und antisemitischen Verschwörungstheoretiker*innen, sowie alle die jedes Leiden im Kapitalismus mit der Schuld von einzelnen Sündenböcken zu erklären versuchen.

Durch eine “Querfront” zwischen Linken und Rechten wird so getan als würden sich systematische Probleme einfach überwinden lassen. Als könnte beispielsweise gemeinsam der G8 Gipfel verhindert oder eben Lebensmittel gerettet werden. Autonome Nationalist*innen oder Gruppen wie die Identitären stellen dabei die neuesten Formen dieser gezielten Übernahme von so manchen ästhetischen Merkmalen, Slogans oder Aktionsformen dar. Dabei werden linke Inhalte übernommen, die Bildsprache erinnert an Anti-Faschistische Gruppen und es wird häufig versucht einen jugendlichen Eindruck vorzutäuschen, um einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen.

Wie bei vielen rechtsextremen Ideologien handelt es sich bei den Identitären genauso um das “Natürliche”, “Ursprüngliche”, “Heimatverbundene” – alles Attribute, die möglicherweise auch auf Foodsharing, Foodcoops und ähnliches angelegt werden. Erinnern wir uns an die religiöse Sekte “Universelles Leben” welche vor einiger Zeit in Tierrechts und Tierschutzzusammenhängen Fuß fassen wollte. Insbesondere waren es Lebensmittelproduktion und -handel Publikationen (u.a. “Gut zum Leben”, “Hin zur Natur”), die “Initiative zur Abschaffung der Jagd” und 2002 der sogenannten “Tierrechtskongreß”, mensch höre und staune, in Wien.¹²

DAS HEISST:

Das Bekämpfen von Lebensmittelverschwendung passt in einen Raum wie das Kaleidoskop. Verteilungsgerechitigkeit, Ernährungssouveränität und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen sind für uns relevante politische Themen. Menschen die sich damit auseinandersetzen wollen oder sich mit Veranstaltungen zu dem Thema einbringen wollen sind eingeladen den Raum zu nutzen.

Das Kaleidoskop distanziert sich von Foodsharing – aber nicht weil wir denken es wäre ein rechtes Netzwerk. Wir distanzieren uns, weil wir nicht mitspielen beim Verzeihen und Vergessen, beim ständigen Ignorieren und Akzeptieren von rechtem Gedankengut. Und das erwarten wir auch von Gruppen und Personen, die mit uns oder bei uns aktiv sind. Damit ecken wir an, überall rechts von uns und vor allem in der (bürgerlichen) Mitte der Gesellschaft. Das nehmen wir in Kauf, weil wir lieber versuchen einen Raum zu schaffen in dem gesellschaftlich akzeptierte Unterdrückungsmechanismen keinen Platz haben.

Wenn Foodsharing das nicht will ist das gesellschaftlich LEIDER legitim – für uns ist es das nicht und eine Zusammenarbeit ist deshalb nicht möglich.

Kaleidoskop – 16-03-2014

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Fußnoten:
¹ at.myfoodsharing.org/was-ist
² at.myfoodsharing.org/mach-mit
³ derstandard.at/1360161297049/Fluechtlin…
kaleidoskop.kukuma.org/zur-raumpolitik-…
fm4.orf.at/stories/1707631
www.profil.at/articles/1309/560/353357/…
derstandard.at/1388651148819/Hoechstger…
kuesselskameraden.blogsport.eu
linksunten.indymedia.org/node/86569
www.ots.at/presseaussendung/OTS_2012122…
¹⁰ linksunten.indymedia.org/node/86569
¹¹ kaleidoskop.kukuma.org/infos-fur-verans…
¹² maqi.de/presse/ulgefahr.html

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Web-links zum weiterlesen:

Identitäre:
Naziouting der “Identitären Bewegung” in Wien/Graz! (19.05.2013) linksunten.indymedia.org/node/86569
www.stopptdierechten.at/2012/10/07/die-… (da gibts noch 8 fortsetzungs links)
www.sjoe.at/content/wien/infos/rextrem/…
www.profil.at/articles/1309/560/353357/…
screenshot Video Identititäre Frankreich linksunten.indymedia.org/image/74073.jpg
zu Casa Pound Italia und Identititäre Frankreich linksunten.indymedia.org/en/node/74986
“Rechte vereinnahmen Hardbass” fm4.orf.at/stories/1707634

Querfront: Kopieren als Strategie www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/die…
Vegane Gruppen 2006 Projektwerkstatt – univerelles Leben www.projektwerkstatt.de/ul
Grünes Blatt – www.gruenes-blatt.de/index.php/2007-02:…
“Ich marschiere für die Tiere”: Nazis und Tierschutz www.netz-gegen-nazis.de/artikel/neue-br…
Eso-Nazis, kleine Rehlein und die große Krebslüge www.vice.com/alps/read/eso-nazis-kleine…
Kein Atom im Volkskörper jungle-world.com/artikel/2011/34/43840….

Definition und Kritik am Extremismus Begriff:
ino.blogsport.de/extremismus
www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/…
www.univie.ac.at/unique/uniquecms/?p=1142
inex.blogsport.de/offener-brief-gegen-j…

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Stellungnahme von Foodsharing (18.12.2013 – veröffentlicht via social media)
Da in letzter Zeit einige Aussagen bezüglich Foodsharing als parteipolitische Initiative laut wurden, möchten wir dazu Stellung nehmen: Foodsharing ist eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung, bei der es darum geht den Lebensmitteln ihren ideellen Wert zurückzugeben. Dabei kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Um Missbrauch, wie zum Beispiel gefälschte Anmeldungen, vorzubeugen, erhält jedeR FoodsaverIn persönlich einen Ausweis und bestätigt durch das Vorzeigen eines Ausweises ihre/seine Identität.

Foodsharing ist KEINE parteipolitische Initiative. Wir distanzieren uns von jeglichen Vorwürfen einer politischen Richtung zugehörig zu sein oder eine solche zu unterstützen. Falls diesbezüglich Aussagen getroffen werden, so ist das nicht in unserem Sinne. Bei Unklarheiten oder Fragen wendet euch bitte an: wien.foodsharing@gmail.com Liebe Grüße, euer Foodsharing Team Wien

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Stellungnahme von Foodsharing (02.01.2014 – veröffentlicht via social media)
Wir als Foodsharing lehnen jede Form von Diskriminierung auf Grund von Herkunft, Geschlechtsidentität und Religion ab. Dennoch wurden in letzter Zeit diesbezüglich Vorwürfe gegenüber Foodsharing laut. Unter anderem deshalb, weil bekannt wurde, dass eine bei Foodsharing aktive Person in der Vergangenheit in einer völkisch ausgerichteten Gruppierung aktiv war. Diese Person sagt, dass er/sie keinerlei Kontakte mehr zu dieser Szene hat. Er/sie hat uns schon bevor die Vorwürfe aufgekommen sind, von seiner/ihrer Vergangenheit erzählt und uns berichtet, dass er/sie sich davon selbst distanziert hat. Wir haben uns dazu entschlossen, niemanden auf Grund seiner/ihrer Vergangenheit zu “be- oder gar zu verurteilen”, sondern auf das zu schauen, was die Person im hier und jetzt macht und wie sie/er sich für Foodsharing einsetzt. Wir haben von ihm/ihr bis jetzt keine negative Seite kennen gelernt und er/sie hat uns versichert, dass er/sie mit rechtem Gedankengut nichts zu tun haben möchte und nichts mehr zu tun hat. Die genannte Person hat ihre BotschafterInnenrolle freiwillig aus persönlichen Gründen und zum Schutz von Foodsharing niedergelegt, ist aber weiterhin als „FoodsaverIn“ aktiv. Foodsharing ist eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung, bei der es darum geht den Lebensmitteln ihren ideellen Wert zurückzugeben. Dabei kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Um Missbrauch, wie zum Beispiel gefälschte Anmeldungen, vorzubeugen, erhält jede/jeder FoodsaverIn persönlich einen Ausweis und bestätigt durch das Vorzeigen eines Ausweises ihre/seine Identität. Foodsharing ist KEINE parteipolitische Initiative. Wir distanzieren uns von jeglichen Vorwürfen einer politischen Richtung zugehörig zu sein oder eine solche zu unterstützen. Falls diesbezüglich Aussagen getroffen werden, so ist das nicht in unserem Sinne. Bei Unklarheiten oder Fragen wendet euch bitte an: wien.foodsharing@gmail.com Durch Foodsharing wollen wir Nachdenkprozesse über die Verteilung von Lebensmitteln und den dadurch gesellschaftlich produzierten Reichtum auslösen. Es wird unter anderem aufgezeigt, dass genug für alle da ist. Jeder und jede die/der konstruktiv mitarbeiten möchte ist herzlich Willkommen. Liebe Grüße, euer Foodsharing Team Wien, Foodsharing Team Österreich und Foodsharing Team Deutschland Wien, 02.01.2014

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Distanzierung von Foodsharing von Tüwi, Schenke, KostNixLaden, Kaleidoskop

Distanzierung vom Foodsharing-Netzwerk Wien

Ende November wurde bekannt, dass es sich bei einer Person des Foodsharing-Netzwerkes um eine rechte bzw. ehemals rechte Person
handelt. Diese Person hat sich im Kreise der “Identitären” bewegt und war bei einer deren öffentlichkeitswirksamsten und rassistischsten Aktionen in der Votivkirche dabei, welche die gewaltsame Räumung des Refugee Protests forderte.

Foodsharing bezeichnet sich als Plattform für die geldlose Verteilung von Lebensmitteln, welche sonst weggeworfen werden. Diese Lebensmittel werden über sogenannte “fairteiler”-Kühlschränke zugänglich, welche sich in unterschiedlichen Orten der Stadt und vor allem auch in unterschiedlichen Raumprojekten befinden. Die Schenke, das Tüwi, Das Kaleidoskop und der Kostnixladen gehörten zu diesen Raumprojekten.

Erst drei Wochen nach dem Bekanntwerden, dass sich im Foodsharing-Netzwerk eine rechte Person aufhält, die in der hierarchischen Struktur des Netzwerks in einer entscheidenden Funktion tätig war, und nach mehrfacher Aufforderung von anderen Gruppen, brachte
das Netzwerk zwei dürftige und verfehlte Stellungnahmen heraus!

Anstatt sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu beschäftigen und sich kritisch mit der Präsenz von faschistischem, völkisch-nationalem Gedankengut innerhalb ihres Netzwerkes auseinanderzusetzen und sich davon zu distanzieren bzw. sich dagegen zu positionieren, versuchten sie sich in ihren Stellungnahmen als “unpolitisch” darzustellen (“Foodsharing ist KEINE parteipolitische Initiative”). Abgesehen davon, dass wir nicht verstehen, was das ganze mit “Parteipolitik” zu tun hat, deuten wir das Foodsharing-Statement als Versuch, sich aus der Verantwortung zu ziehen. “Keine” Positionierung ist auch eine Positionierung!

Eine solche Positionierung, welche sich nicht dezidiert von dieser Person und dessen rechten Gedankengut abgrenzt, ebnet rassistischen, diskriminatorischen und völkisch-nationalen Gedanken und Praxen den Weg in hart erkämpfte, emanzipatorische Räume, die versuchen, genau gegen diese faschistischen Strukturen zu arbeiten. Außerdem ist es nichts Neues, dass immer wieder rechte Personen versucht haben, linke Strukturen zu unterwandern, weswegen es falsch und schwierig ist, eine bedingungslose Offenheit gegenüber “allen und allem” zu propagieren.
Naturschutz, Müllvermeidung und Ökologie sind Themen, welche auch von völkisch-national gesinnten Personen in einem regressiven Sinne besetzt werden. Eine Reflexion dieser Zusammenhänge ist für eine Gruppe wie Foodsharing unentbehrlich, um menschenverachtenden Weltanschauungen keine Plattform zu bieten.

Wir wollen uns deswegen vom Foodsharing-Netzwerk distanzieren — nicht weil wir die Idee dahinter ablehnen, sondern wegen der nicht klaren Abgrenzung und der nicht vorhandenen Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Wenn die Person – so wie behauptet wird – tatsächlich einen “politischen Gesinnungswandel” durchlebt hat, fordern wir ein öffentliches Statement von der Person zu ihrer homophoben, nationalistischen und rechtpopulistischen facebook-Postings sowie eine Distanzierung und Stellungnahme zu der Aktion der Identitären in der Votivkirche, an der sie aktiv beteiligt war. Außerdem erwarten wir vom Foodsharing-Netzwerk´eine tiefgreifende kritische Auseinandersetzung mit den Vorkommnissen und deren Konsequenzen!

Die Schenke, Der Kostnixladen, Das Kaleidoskop, Das Tüwi

Dienstag 17-12-2013 screening Enfin j’avais quitté!

17.12.2013 – 19h Screening mit anschließenden Austausch mit den am Film beteiligten Personen // English, Deutsch & français
@ Kaleidoskop – Schönbrunnerstraße 91

Enfin j’avais quitté!
Un film de Yassine Zaaitar produit dans le cadre du projet „séjour!“

“Et s’ils me donnent pas les papiers? Je m’en fous! Je reste! Je suis un harrag professionel!”

Les harraga rompent avec le regime d’identité sanctionné par l’état national. Ce mot arabe est une auto-definition des gens, qui brulent leurs pièces d’identité ou leur passports et assez souvent aussi leur jeunesse. Pas seulement pour voyager la Méditerranée ou d’autres routes vers l’Europe, mais aussi pour trouver le bonheurs quelque part ailleurs que dans le bled – le lieux de leur adolescence et de leur origine. Ils rompent avec des règles fondamentales, en s’echappant les regards et en devenant imperceptibles. Ainsi ils deviennent des objets de la statistique et des representations mediatisée dans cette forteresse Europe trouée et effrayée. Le film court “Enfin j’avais quitté”, elaboré de Yassine Zaaitar et d’autres dans le cadre d’un festival artistique politique à Vienne, rompe avec ces représentations, et laisse entendre leur voix: Ils nous racontent des tracasseries policières quotidienne, dont les harraga font l’objet, d’une vie en fuite de ses empreints et d’un désir intact pour une vie libre. Les locuteurs restent systématiquement invisible. Le montage, en séparent les visages et les voix, devient un portrait colletif d’un mouvement dans l’espace, qui veut s’echapper le regime de frontière d’Europe.
“En ecoutant le récit d’un homme de Dakar, nous regardons par la fenêtre d’un train de banlieue, qui crée un passarelle entre Vienne et Traiskirchen, où se trouve un centre d’accueil pour les demandeurs d’asile. En ecoutant la voix d’un homme de Oujda, le btiume d’une route défilent devant nous: des mouvements concrèts dans l’espace et des voix. Seulement Yassine Zaaitar se manifeste devant la caméra et risque d’unir son visage et son propos passionné et de se montrer à un public. Ce film court est le document rar d’un discours propre aux voyageurs, qui ne respectent pas les frontières et dont la vie réalise la maxime politique “No border – No nation” de façon intensive – et souvent douloureuse. À la place de se confier aux cinéastes professionnels, les harraga ont conquéri la position des cinéastes. Avec raison ils réclament le lieu toujours ouvert, qui est le cinéma.”

“Und wenn sie mir keine Papiere geben? Das ist mir egal! Ich bleibe! Ich bin ein professioneller Harrag!”

‘Harraga’ brechen mit dem Regime der nationalstaatlich sanktionierten Identität: Mit dem arabischen Wort bezeichnen sich Menschen, die ihre Ausweise oder Pässe verbrennen und oft genug auch ihre eigene Jugend. Nicht nur um übers Mittelmeer oder andere Routen nach Europa zu reisen, sondern auch um irgendwo anders als im ‘Bled’ – dem Ort ihrer Jugend und Herkunft – ihr Glück zu finden. Sie brechen mit fundamentalen Regeln, wenn sie sich dem Blick entziehen und sich unwahrnehmbar machen. So werden sie innerhalb der löchrigen und aufgeschreckten Festung Europa zum Objekt von Statistiken und medialen Darstellungen, wie zuletzt etwa vor der pelagischen Insel Lampedusa. Der Kurzfilm ‘Und schließlich bin ich abgehauen!’ durchbricht diese Repräsentationen. Der im Rahmen eines Wiener Politkunstfestivals von Yassine Zaaitar und Anderen erarbeitete Film lässt uns ihre Stimmen vernehmen: Sie erzählen von den täglichen Polizeischikanen, denen Harraga ausgesetzt sind, vom Leben auf der Flucht vor den eigenen Fingerabdrücken und vom ungebrochenen Wunsch nach einem Leben in Freiheit. Konsequent bleiben im Film die Sprechenden unsichtbar. Die Montage trennt Gesichter und Stimmen und wird zu einem kollektiven Porträt einer Bewegung im Raum, die sich dem Grenzregime Europas entziehen will.
“Während wir die Erzählung eines Mannes aus Dakar hören, blicken wir aus einer Schnellbahn, die Wien mit dem Vorort Traiskirchen verbindet, wo sich ein staatliches Lager für Asylsuchende befindet. Während wir die Stimme eines Mannes aus Oujda hören, flieht der Asphalt einer österreichischen Straße an uns vorbei: Konkrete Bewegungen im Raum und Stimmen. Nur Yassine Zaaitar tritt vor die Kamera und wagt es, sein Gesicht und seine passionierte Rede zu vereinen und der Öffentlichkeit auszusetzen. Der kurze Film ist das rare Dokument einer selbstbestimmten Rede von Reisenden, die keine Grenzen respektieren und deren Leben die politische Maxime ‘No boder – No nation’ intensiv – und oft auch schmerzhaft – verwirklicht. Anstatt ihre Geschichten professionellen FilmemacherInnen anzuvertrauen, haben Harraga die Position der Filmemacher_innen erobert. Mit allem Recht nehmen sie den immer offenen Ort des Kinos für sich in Anspruch.”

Demo KVU/Freiräume + Kaleidoskop = 6 Jahre alt

Demo für den Erhalt der KVU sowie Freiräume allgemein!
2. Fe­bru­ar 2013 / 14 Uhr / Wien
Treffpunkt EUROPAPLATZ (bei Westbahnhof)

Die Kir­che von Unten (KvU), eines der äl­tes­ten links-al­ter­na­ti­ven Pro­jek­te Ber­lins, steht mit Be­ginn die­sen Jah­res ohne Miet­ver­trag da und blickt einer Räu­mung ent­ge­gen. Die Im­mo­wert Ar­ko­nah­ö­fe Ber­lin GmbH , eine Un­ter­grup­pe eines äu­ßerst un­durch­sich­ti­gen Fir­men­ge­flechts von AGs, GmbHs, samt ei­ge­ner Stif­tung, schlug jedes Ge­sprächs­an­ge­bot in den Wind. Nach nun rund zwei Jah­ren Schrift­ver­kehr, schwam­mi­gen Ant­wor­ten der Haus­ver­wal­tung und der Nicht­ver­län­ge­rung der Miet­ver­trä­ge die­sen Ja­nu­ar, reißt uns der Ge­dulds­fa­den. Wir wer­den darum Mi­cha­el F. Si­mon­cic, einem „Ei­gen­tü­mer“ der KVU, am 2. Fe­bru­ar einen Be­such ab­stat­ten. Dafür ma­chen wir uns auf den Weg nach Wien.
Mehrr Infos unter -> http://wirbleibenalle.org/?p=317

Kaleidoskop = 6 Geburtstagsfest
2.Februar 2013 / 20h
Schönbrunnenstraße 91, 1050 Wien
u.a. mit Cocktails, DJ*anes, EsRap, Tombola -kommt zahlreich!

Forderungen der protestierenden Flüchtlinge

Die verschiedenen Gruppen und Aktivist*innen des Netzwerk KuKuMA unterstützen die Forderungen der selbstorganiserten Flüchtlinge!

mehr Infos finden sich unter: http://refugeecampvienna.noblogs.org/

twitter: #refugeemarch sowie #refugeecamp

Bewegungsfreiheit für alle Flüchtlinge! We will rise!

FORDERUNGEN DER PROTESTIERENDEN FLÜCHTLINGE

Wir sind Flüchtlinge, in Österreich angekommen um Asyl zu suchen und hier ein neues Leben aufzubauen. Unsere Länder sind zerstört, durch Krieg, Militärgewalt, und Armut aufgrund kolonialistischer Politik. Wir kommen aus Pakistan, Afghanistan, Somalia, Nigeria, Gambia, Syria, Kurdistan, Iran und anderen Ländern und sind nun hier im Flüchtlingscamp Traiskirchen. Wir dachten, dass wir in diesem Camp Hilfe und Unterstützung von Österreich bekommen, aber was wir hier gesehen und erfahren haben, ist, dass der österreichische Staat bisher nicht gezeigt hat, dass wir willkommen sind. Wir verharren im Flüchtlingscamp unter sehr schlechten Bedingungen.

Wir, die Flüchtlinge aus Traiskirchen erheben nun unsere Stimmen und fordern unsere Rechte. Wir verlangen von den Verantwortlichen folgende Verbesserungen:

1) Die Dolmetscher*innen, die während der Asylverfahren im Einsatz sind, müssen alle durch neue ersetzt werden. Diese Dolmetscher_innen arbeiten hier seit sehr langer Zeit, machen Witze über Betroffene. Es bestehen gravierende Kommunikationsprobleme. Die Dolmetscher_innen übersetzen teilweise absichtlich falsch – dies hat negative Auswirkungen auf die Gerichtsverfahren sowie die Interviews mit Behörden/Beamten. Die Folge sind oftmals negative Bescheide sowie schnelle Abschiebungen. Es gibt mehrere Fälle, in welchen in diesem Zusammenhang bereits innerhalb 2 Wochen der zweite negative Bescheid ausgehändigt wurde.

2) Nachdem Erhalt eines zweiten negativen Bescheides verlangt das Gericht von uns Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren in der Höhe von 220 zu zahlen. Im Falle einer Nicht-Erbringung kam es in mehreren Fällen zu Haftstrafen. Das ist inakzeptabel weil wir keine Kriminellen sind, uns ist es als Asylsuchende lediglich nicht erlaubt zu arbeiten. Wir fordern, diese Gebühren nicht mehr zahlen zu müssen.

3) Alle Abschiebungen müssen gestoppt werden. Es muss den Menschen möglich sein, hier zu bleiben oder in ein weiteres Land zu gehen.

4) Wir fordern mehr Dolmetscher_innen für Arztbesuche, insbesondere Übersetzer_innen der Urdu Sprache.

5) Wir fordern generell mehr Ärzte und Ärztinnen für Flüchtlinge.

6) Es gibt viele Überstellungen in abgeschiedene, ländliche Gegenden. Das muss gestoppt werden da vor Ort benötigte Infrastruktur nicht gewährleistet wird. Die Menschen haben keinen Zugang zu Rechtsanwälten oder Möglichkeiten zum Einkaufen. Das bedeutet für Flüchtlinge faktisch Isolation, da sie derzeit nicht zu benötigter Hilfe kommen.

7) Im Camp selbst müssen Deutschkurse und Berufsvorbereitungskurse mit Praxis-Schwerpunkt z.B. im handwerklichen Bereich eingeführt und abgehalten werden. Auch für die Deutschschule brauchen wir Übersetzer_innen.

8) Kinder von Familien, die im Camp leben, müssen in reguläre lokale Schulen mit ortsansässigen Kindern gehen können.

9) Das Essen muss gesünder und nahrhafter sein. Die Flüchtlinge müssen die Möglichkeit haben, sowohl selbst zu kochen als auch das Essen in ihre Zimmer mitzunehmen.

10) Saubere und gute Kleidung und Schuhe für alle Jahreszeiten muss zur Verfügung stehen.

11) Die Arbeitsbedingungen im Camp müssen verbessert werden und der Betrag, der für Reinigen und Kochen bezahlt wird ist nicht ausreichen.

12) Tickets für den Öffentlichen Verkehr müssen unentgeltlich angeboten werden, zumindest für 3 Tage, so das jede und jeder die Möglichkeit hat, das Land, die Menschen, deren Leben kennenzulernen. So ist es auch möglich, zu Rechtsinformationen zu kommen und sich um den eigenen Fall rechtlich zu kümmern.

13) Wir benötigen einen Friseur für Männer und Frauen.

14) Das Taschengeld in der Höhe von 40.- monatlich ist absolut nicht ausreichend und muss erhöht werden.

15) Wir benötigen dringend diverse Sanitärartikel. Artikel wie Nagelscheren, Spiegel,..

– es sind nicht einmal Spiegel in den Badezimmern vorhanden(!).

16) Im Flüchtlingscamp sind wir vom Rest der Welt isoliert weil wir keinen Internetzugang und kein Fernsehen haben. Wir benötigen beides, um Kontakt mit unseren Familien und Freunden zu haben. Obwohl wir im 21sten Jahrhundert leben haben wir keinen Zugang zu modernen Medien sowie modernen Formen der Kommunikation. Wir fordern freien Internetzugang in den Camps und TV mit Sat-Empfang um Informationen von der Welt zu erhalten.

Wir fordern diese grundlegenden Rechte von der österreichischen Regierung, der Europäischen Union, für Flüchtlinge weltweit. Wir ersuchen die österreichische Regierung, ihrer Verantwortung gegenüber den Flüchtlingen nachzukommen.

Wir werden unsere Aktionen solange fortsetzen, bis unsere Stimmen gehört, und unsere Forderungen erfüllt sind.

Bewegungsfreiheit für alle Flüchtlinge!

We will rise!

21.November 2012

Die irreguläre Kaleidoskop Bank

Subject: MA 28-L-29955/12 5., Schönbrunner Straße 91 Sitzbank
From: MA 28 Straßengrundverwaltung
Date: Mon, November 19, 2012 12:42 am
To: kaleidoskop@riseup.net

An
Kaleidoskop – Verein zur Förderung und Erhaltung
von kultureller Kommunikation und Partizipation

Sehr geehrte Damen und Herren !

Im Zuge einer Erhebung wurde festgestellt, dass vor Ihrem Vereinslokal in Wien 5.,
Schönbrunner Straße 91 eine angekettete Sitzbank (siehe beiliegendes Foto)
aufgestellt wurde. Für diese Bank besteht auf Grund vorhandener Unterlagen derzeit
weder eine Bewilligung nach der Straßenverkehrsordnung und dem Gebrauchsabgabegesetz
noch eine zivilrechtliche Vereinbarung mit der MA 28.

Sie werden daher aufgefordert, sämtliche Gegenstände unverzüglich zu entfernen.
Sollte dies bis 21. November 2012 nicht geschehen, wird die MA 28 eine
Ersatzvornahme gegen Kostenersatz veranlassen.

mit freundlichen Grüßen

– Name rausgenommen –

MA 28 – Straßenverwaltung und Straßenbau
Gruppe Straßengrundverwaltung
Lienfeldergasse 96, A-1170 Wien
Telefon: +43 1 4000-49878
Handy: +43 676 8118 49878
Fax: +43 1 4000 99 49610
E-Mail: post@ma28.wien.gv.at
Internet: http://www.strassen.wien.gv.at

Für den Abteilungsleiter:
Dipl.-Ing. Robert Rosenauer
Leiter Straßengrundverwaltung

Beweisfoto: 004.pdf

Subject: Re: MA 28-L-29955/12 5., Schönbrunner Straße 91 Sitzbank
From: kaleidoskop@riseup.net
Date: Tue, November 20, 2012 6:28 am
To: post@ma28.wien.gv.at

Sehr geehrte – Name rausgenommen -,

vielen Dank für diese Information, es wird veranlasst dass die Bank unverzüglichst entfernt wird. Wir haben dies bereits an unsere Fachkräfte für kreative Kreislaufwirtschaft weitergeleitet.

Wir finden es schade, dass diese Bank – hoffentlich nur für kurze Zeit – aus dem “öffentlichen” Raum verschwinden muss. Denn wir haben aus bisherigen Gesprächen mit Passant*innen zurzeit nur Positives über diese Bank zu berichten.

Sie wurde von vielen ermüdeten Personen dankend genutzt und in Gesprächen von Manchen gar als “kloane-Wellness-Oasn” bezeichnet, was gerade in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr viele von ihrer Bank behaupten können.

Spaß beiseite, wir sehen ein dass es anscheinend einer Bewilligung bedarf um dieses Objekt der Entspannung weiter der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und wollen diese Chance auf Erholung auch zukünftig für die Passant*innen des 5ten und anderer Bezirken möglich machen.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns kurz schildern könnten wie der notwendige Behördenweg aussieht. Falls Ihnen ein Gespräch am Telefon oder gar ein Termin zum persönlichen Gespräch in der Lienfeldergasse lieber wäre lassen Sie es uns bitte wissen indem Sie uns gleich einen Terminvorschlag senden.

Wir bedanken uns für Ihre Arbeit und wissen, dass Sie ausführende Kraft sind und bei vielen gemeldeten Fällen sicher selbst schmunzeln müssen. Wir haben dies zumindest ein wenig tun müssen, da wir nie gedacht hätten dass eine Bank zum kurzen Ruhen in dieser hektischen Welt als störend wahrgenommen werden kann.

Wir bedanken uns für das mitgesendete Foto und falls dieses vielleicht einladend wirkt und sich irgendjemand in Ihrem Büro für das Thema Gartenarbeit interessiert haben wir noch ein paar Informationen für Sie:

Es startet in wenigen Tagen in unseren Räumlichkeiten eine Workshop-Reihe zum Thema Permakultur, der erste Workshop hat das Thema “Was ist Permakultur? Schwerpunkt Grundwissen” und findet am Samstag den 24.11.2012 um 15:00 Uhr statt. Wir freuen uns immer über interessierte Teilnehmer*innen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit, viel Erfolg und freuen uns auf ihre Rückmeldung

herzlichst
das Kaleidoskop

p.s.
Es ist unklar was genau Sie mit (Zitat:) “Gegenständen” meinen, wir hoffen, dass es diese Formulierung aus einer anderen e-mail in diese Sendung geschafft hat

updates – neue Bar & BARWARS

In den letzten beiden Wochen, wurde neben dem laufenden Programm, heftig im Kaleidoskop gewerkt. Unter der Galerie entsteht die “neue” Bar. Somit ist im vorderen Raum mehr Platz Leute und wir können endlich einen Ofen (besser) anschließen. Damit wir warm durch den Winter kommen, sind wir auf der Suche nach einen größeren Ofen zum heizen. Am besten wäre ein Ofen mit Herdplatte, dann hätten wir im Winter gleich auch eine Kochmöglichkeit dazugewonnen. Wenn ihr also ein entsprechendes Teil herumstehen habt, oder wisst wo es einen funktionierenden zu Bekommen gibt (am besten for free oder gegen freie spende) – dann meldet euch bitte!

Im Schaufenster des Kaleidoskop hat es auch Änderungen gegeben. Zusätzlich zur Schaufensterpuppe, wächst dort seit Mitte des Sommers nun der Kaleidoskop Teegarten. Die ersten getrockneten Blätter der hauseigenen Zitronenverben wurden bereits als Tee verkostet.

Weil es jetzt kurzfristig zwei Bars gibt – wollen wir die Gelegenheit Nutzen für eine Veranstaltung, das so schnell nicht wieder Platz finden wird.

– BARWARS –

Jede der Bars wird von einen eigenen Bardienst Team besetzt werden. Die Dunkle und die Helle Bar versuchen dabei die Macht im Kaleidoskop an sich zu reißen. Diese Auseinandersetzung setzt sich auch auch am Mischpult fort – beide Teams schicken abwechselt DJ*anes ins Rennen.
Möge die bessere Bar gewinnen.

Ps: Solifest für das Kaleidoskop, Umbauarbeiten kosten Geld das wir nicht haben. Und wir sind jetzt schon sechs Jahre (seit 2006) am machen … das sollte gefeiert werden!

pps: Einige Splittergruppen haben aufgrund des durch Barwars hervorgerufenen Wettbewerbs bereits Sabotageaktionen angekündigt und zur Revolution aufgerufen. Ebenso versucht sich eine neue esoterische Friedensgruppe für den Einklang im Laden einzusetzen.

Freispruch für die AMS 4 ist rechtskräftig – farce nach über zwei Jahren beendet

Nach über zwei Jahren hat die Farce um den Prozess betreffend der brennenden Mistkübel vor einer AMS Filiale unweit des Kaleidoskop endlich ein Ende gefunden. Im Zuge der damaligen Ermittlungen wurde u.a. das Kaleidoskop von der Polizei aufgebrochen und verwüstet, sowie zahlreiche Gegenstände entwendet. Mehre Wohnprojekte wurden von Sondereinsatzkräften gestürmt. Die zu unrecht beschuldigten Personen waren im Kontext der Uni-Proteste 2009 ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten. Im Zuge des Prozesses sowie der mehrwöchigen Untersuchungshaft wurde ihnen u.a. unterstellt das sie aufgrund der Dokumentation einer Abschiebung einen Anschlag auf den Flughafen planen (sic!). Diese und viele andere Anschuldungen sind ebenso wie beim Tierrechtsprozess im Leeren verlaufen. Was bleibt sind hohe Anwaltskosten, Repression und eingetretene Türen!

http://fightrepression2010.lnxnt.org/?p=437

Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwältin zurückgezogen! Freisprüche rechtskräftig!

Die Staatsanwältin Mag. Nina Mayrgündter hat ihre Nichtigkeitsbeschwerde zurückgezogen!
Die Urteile – alle 4 Freisprüche – sind somit rechtskräftig!

Kaleidoskop Palawa

Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat treffen wir uns um die Aktivitäten im Kaleidoskop zu koordinieren.
Das Treffen ist offen für alle die sich sinnvoll einbringen wollen und Lust haben das Kaleidoskop organisatorisch zu unterstützen –

der Raum ist aber nicht allgemein offen und wir wollen wirklich Ruhe haben – also wenn dann bitte pünktlich kommen. Für Veranstaltungsanfragen bitte einfach http://kaleidoskop.blogsport.eu/infos-fur-veranstaltende/ lesen und dann über http://kaleidoskop.blogsport.eu/kontakt/ melden.

Sommerwoche 2012 – “so etwa?”

Kurzinfo:
Eine Woche lang, von Donnerstag bis Mittwoch, bietet die KuKuMA-Sommerwoche Raum zum austauschen und auszuspannen. Dabei sind alle eingeladen die auf respektvolle Art und Weise Zeit miteinander verbringen wollen. Diskriminierenden Verhaltensmustern soll kein Platz geboten werden, wer sexistische, rassistische, homophobe, transphobe, nationalistische oder autoritäre Umgänge bevorzugt – braucht gar nicht erst zu kommen, das erspart uns die Mühe des Rauswurfs.

“So etwa” möchte Raum bieten um voneinander zu lernen. Die Woche ist als OpenSpace gestaltet, das heißt allgemein werden verschiedene Ressourcen vorbereitet und zur Verfügung gestellt, was daraus gemacht wird liegt an allen Teilnehmenden. Neben einer funktionierenden Küche die mit einen Grundstock an veganen Nahrungsmitteln ausgestattet sein wird, gibt es einen Kinoraum, Infoladen, eine kreativ und Siebdruckwerkstatt, einen Audio/Party-, sowie Büro/Computer Raum.
Ergänzend dazu wird es während der ersten beiden Tage verschiedene Inputs darüber geben, wie Partizpative Projektarbeit und selbstorganierte Gruppenprozesse aussehen können. Dazu werden von uns Gruppen die unterschiedlichen Kontexten aktiv sind eingeladen (Siehe CALL-Projektgruppen /weiter unten). Nach den gemeinsamen Einstieg geht das Programm mit einem mehrtägigen Workshop zum Thema “Bezugsgruppen” weiter, ergänzend dazu können weitere Workshops, Ideen und Programmpunkte eingebracht werden (siehe CALL- Programm). Während der Projektwoche selbst ist die gesamte Koordination, Aktivitäten wie Essen-Kochen oder Putzen sowie die Gestaltung des Programms vollständig den jeweiligen Anwesenden überlassen. Ob es gemeinsame Treffen geben soll, wann gekocht wird, ob nur für sich selbst oder ob in einer Gruppe gemeinsam für alle Essen gemacht wird obliegt den Teilnehmenden.

Brief overview:
During one week, the KuKuMA summer days provide time and space for networking, exchanging and relaxing all along. Everyone is welcome who enjoys a respectful and non-discriminatory environment. Any authoritarian attitudes and behavior patterns that aim to discriminate others – such as racism, (hetero-)sexism, homophobia, transphobia, nationalism and speciesism won’t be tolerated – you will be evacuated from the event if you don’t agree with these principles.

So etwa wants to provide a safe environment for exchange and learning from each others – how can you put up a team, a project, how can you transform a cool idea into action? how to deal with problems of any sort in self-organised projects? The event follows the concept of an open space. That simply means that there will be enough different ressources for any use – it’s up to the participants to e.g. form a workshop etc.
There will be a basic stock of vegan foodstuff, there are different locations (infoladen, cinema, work shops/places, audio-room, computer-room…). During the whole week, the coordination, activities, cleaning-up and provision with food, program are self-organised – no one will cook for you or clean up after you! Everyone is asked to be self-responsible and creative 🙂
As for the program, there will be theme inputs about self-organised and participatory projects during the first two days – different groups and activist teams from different locations and contexts are invited (→OPEN CALL below) to share there experiences. There will be a workshop with the topic “reference groups” lasting several days – any other workshops are not fixed yet, it depends on the needs and ideas of participants.