Oktober heißt Rodungssaison. Oktober heißt Widerstand!

Update: in Graz wurdebereits begonnen zu roden, obwohl erst ab 1.10. begonnen werden dürfte!

In Graz, im Hambacher Forst und sonstwo…

Ab Oktober darf RWE, wie jedes Jahr, bis einschließlich Februar 70- 80 ha Wald roden. Vom Hambacher Forst ist allerdings nicht mehr viel übrig, und die Besetzungen liegen gefährlich nah an der aktuellen Rodungskante. Um zu verhindern, dass ein Großteil des Restwaldes gerodet und die Besetzungen geräumt werden, müssen wir viele sein. Deswegen hoffen wir, dass möglichst viele Menschen sich uns anschließen, wenn es wieder darum geht, den Wald zu verteidigen und damit den Klimawandel und Ausbeutung an Mensch und Umwelt entgegen zu wirken. Wir haben einen Aufruf verfasst und in verschiedene Sprachen übersetzt. Helft uns bitte ihn zu verbreiten! Außerdem wollen wir nicht nur, dass alle kommen, sondern auch, dass alle die Möglichkeit haben, hier bestmöglich zu wirken. Deswegen haben wir einen Plan entwickelt, und hoffen, ihn gemeinsam mit euch um zu setzten.

Im September
Im September wollen wir alle Fähigkeiten, die du brauchst um im Wald aktiv zu sein, weitergeben. Das Ziel ist es, dass nach dem September alle Menschen, egal ob sie schon seit Jahren hier aktiv oder zum ersten mal im Wald sind, sich fähig fühlen hier zu wirken. Es wird jeden Tag Workshops geben. Begonnen mit den Basics wie klettern, werden wir auch gemeinsam bauen, Wissen über verschiedene Blockadeformen wie Lock- Ons oder Triports weiter geben, uns über Repressionen austauschen, die Infrastruktur des Tagebaus erklären, Ortskenntnisse erlangen und lernen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Außerdem wollen wir eine Gruppenatmosphäre schaffen, in der sich alle wohlfühlen. Deswegen wird es eine Willkommens- AG und ein Awarnessteam geben. Außerdem wollen wir Methoden kennen lernen, die Kommunikation und Gruppenbildungsprozesse erleichtern können, wie zum Beispiel Gewaltfreie Kommunikation. Es wird auch jeden Tag gemeinsames Essen geben. So wollen wir ein Klima schaffen, in dem Menschen leicht in Anschluss finden und Bezugsgruppen bilden können. Außerdem wird der September dazu dienen, alle Infrastruktur aufzubauen, die wir für die Rodungssaison brauchen. Wenn du vorbei kommst, und gern bleiben würdest, dafür aber einen Rückzugsort brauchst, dann bauen wir gemeinsam diesen Rückzugsort. Außerdem werden wir alles Material gemeinsam organisieren, dass wir brauchen, von Klettergurten bis zu Zahnbürsten.
Der September ist vor allen dafür gedacht, dass Menschen die für eine Weile im Wald aktiv sein wollen, das nötige Wissen und die nötige Infrastruktur dafür bekommen. Aber auch wenn du dir nicht vorstellen kannst, für ein paar Monate zu bleiben, aber gerne während der Rodungssaison für ein paar Tage vorbeikommen und dich an Aktionen beteiligen möchtest, ist es vielleicht sinnvoll, mal im September vorbei zu schauen und dir das Wissen an zu eignen. Natürlich wollen wir versuchen Menschen zu jeder Zeit alles Wissen weiterzugeben. Aber je nach dem, wie die Polizeilage während der Rodungssasion ist, ist es unklar, ob das immer möglich sein wird.
Und letztendlich hoffen wir vor allem, dass alle Menschen im September und immer ihre Fähigkeiten, ihre Farben und ihre Wünsche mit ein bringen.

Ab Oktober
Von Oktober bis zum Ende der Rodungssaison werden wir das Rodungsgebiet so großflächig beleben, dass es für RWE unmöglich wird, Bäume zu fällen. Dafür wollen wir möglichst viele Bäume besetzten. Ziel ist es, dass um zu fällen, erst einmal geräumt werden muss. Räumungen wollen wir medial aufarbeiten. Die ganze Welt soll sehen, wie RWE um jeden Preis Profit machen will. Unsere stärkste Waffe ist, dass wir auf einander aufpassen. Jede*r soll nur die Aktionen machen, mit denen sie*er sich wohlfühlt. Die gut ausgebauten Baumhäuser sollen für alle zugänglich sein und allen als Erholungs- und Rückzugsort dienen. Repression tragen wir gemeinschaftlich. Für Out of Action Orte überall in Deutschland ist gesorgt.

Wir glauben wirklich wir können die Rodungssaison gemeinsam aufhalten! Macht die Theorie zur Praxis und lebt Widerstand! Im Hambi und überall.

https://hambacherforst.org

Der Kraftwerksbau an der Mur in Graz

Im Februar dieses Jahr wurde mit den Rodungsarbeiten an der Mur begonnen. Viele Demos, Kundgebungen, ein Camp, Baum- und Baggerbesetzungen und andere Aktionen waren die Folge… Der Bau konnte aber noch nicht gestoppt werden.
Mit 1. Oktober beginnt wieder die Rodungssaison, was heißt, dass ein weiterer Teil der Bäume am Murufer abgeholzt werden sollen. Das ist ein guter Grund nach Graz zu fahren und sich der Scheiße, die der Grazer Bürgermeister Nagl und die von ihm engagierten Firmen abziehen, entgegenzustellen.
Genauere Infos gibt es leider noch nicht, aber haltet die Ohren und Augen offen!
http://www.rettetdiemur.at/

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