Hausbesetzung im 13. Bezirk geräumt

Leider wurde das besetzte Haus in der Jagdschlossgasse geräumt!

hier der Text von Evora dazu:

Evora ist vorerst wieder Grundstückslos!

Am Dienstag (16.5.17) wurden wir ohne vorherige Verhandlungen geräumt. Um 7:30 wurde von der Polizei überraschend gefordert, innerhalb einer Stunde das Gebäude zu verlassen. Um 8:50 wurde das Gebäude von den zu dieser Zeit  11 anwesenden Personen verlassen und von der Polizei kontrolliert. Nachdem wir das Gebäude verlassen haben rückte die Polizei  mit einem übertriebenen, nicht in Relation stehenden Großaufgebot von WEGA, Hundestaffeln etc…. auf (dieser Vorfall wird die  Steuerzahler*innen wieder freuen).

11 Leute wurden geräumt, aber zigfach mehr Leute haben in den letzen 12 Tagen davor das Gebäude und das Grundstück belebt und kulturell vielfältigst bereichert. Was die letzten Jahre eben zu wenig geschah. Nachdem das Gebäude seit 1924 als Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege genützt wurde, kam es 2013 zur Schließung dieser. Trotz des Beschlusses der Bezirksvorstehung Hietzing, dass das Gebäude weiterhin für Bildungszwecke genützt werden sollte, verkauft die Wiener Standortentwicklung (WSE) das Objekt an den Bauträger BAI. Diese plant dort den Neubau von 57 ausschließlich freifinanzierten Luxuseigentumswohnungen. 2017 wurde die BAI unter anderem an das größte private Immobilienunternehmen Signa Holding unter Rene Benko veräußert. Wieder einmal ist zu sehen, dass die Stadt ihrem Vorsatz nach leistbarem Wohnen nicht nur nicht nachkommt, sondern sogar ihren Besitz durch die WSE verkaufen lässt und Privatisierung vorantreibt. Das Projekt „Jagdschlossgasse“ befindet sich laut der BAI noch in der Planungsphase. Der Leerstand des Gebäudes wird wohl noch weiter andauern.

Schade darum, wir haben so viel bessere Ideen Leerstand sinnvoll zu nutzen!

evora.noblogs.org

 

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